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Die Top IT-Skills 2013

Selim Baykara

In einer jüngst veröffentlichten Benchmark-Umfrage hat das bekannte amerikanische Institut Foote  Partners die 16 IT-Skills vorgestellt, die sich am günstigsten auf den persönlichen Marktwert und damit auch das Gehalt von Entwicklern auswirken sollen. Der vierteljährlich durchgeführte  „IT Skills and Certifications Pay Index“  wird seit 1999 erhoben und liefert eine statistische Auswertung von 629 zertifizierten und nicht-zertifizierten Fertigkeiten von über 47.000 US-Amerikanischen IT-Angestellten.

Zu den Top-Skills zählen laut der Umfrage vor allem Fähigkeiten im Bereich der Analyse und Auswertung. Ein Ergebnis, das Sinn macht: Trotz periodisch auftretender Probleme befindet sich die IT-Branche seit Jahren in stetigem Wachstum, und das bedeutet, dass man nicht nur Programmierer und Systemadministratoren braucht.  Zunehmend wichtiger werden Fachleute, die das rapide ansteigende Daten- und Wissensvolumen vernetzen und verknüpfen sowie fundierte Ausblicke auf die Zukunft liefern können. Ganz vorne liegen demzufolge auch die Bedarfs-Analyse und Business Intelligence, dicht gefolgt von Fähigkeiten im Bereich der quantitativen und der Regressions-Analyse.

In Zeiten von NSA-Skandal und fast im Wochentakt erscheinenden Newsmeldungen, nach denen Kriminelle und Hacker neue Schwachstellen in Computersystemen finden und knacken, ist ebenfalls wenig verwunderlich: Sicherheitsarchitektur wird großgeschrieben und laut Befragung auch eher noch an Bedeutung zunehmen. Daneben vermerkt die Studie ein großes Interesse in den Bereichen Cloud-Computing und mobile Entwicklung. Da sich immer mehr Firmen auf die Entwicklung für mobile Geräte konzentrieren, ist das nur folgerichtig, auch wenn die beiden Felder interessanterweise nicht zu den Kernkompetenzen gezählt werden.

Zu den „traditionellen“ Fähigkeiten, die in Zukunft für Entwickler wichtiger werden, zählen Kenntnisse der Programmiersprache C# – laut Foote Partners ein ungewöhnlicher Umstand, da die Sprache schon seit langem vorhanden ist und dementsprechend auch ein großer Markt an Fachkräften besteht, die sie beherrschen. Als mögliche Ursache werden die Bemühungen Microsofts genannt, die mit dem .NET-Framework gezielt die Nachfrage nach C# antreibe.

Fraglich bleibt, inwieweit der „IT Skills and Certifications Pay Index“ auf den amerikanischen Markt beschränkt ist, oder ob er sich auch auf andere Länder anwenden lässt. In einer für den deutschen Arbeitsmarkt veröffentlichten Befragung vom April 2013 tauchten die Themen Business Intelligence und Sicherheit überhaupt nicht auf, dafür fanden sich Kenntnisse in SQL, Linux und HTML auf den vorderen Plätzen.  

Geschrieben von
Selim Baykara
Selim Baykara
Selim Baykara studiert Anglistik, Amerikanistik und Soziologie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.
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