Desktop und Web vereint auf der W-JAX - JAXenter

Desktop und Web vereint auf der W-JAX

Claudia Fröhling

Nach dem tollen Erfolg auf der vergangenen JAX 2011 geht der Rich Applications Day im November in die zweite Runde: An diesem Special Day befassen wir uns mit Erfahrungen und Neuigkeiten beim Bau von Anwendungen mit reichhaltigen Benutzeroberflächen auf der Java-Plattform. Wir sprachen vorab mit dem Moderator des Tages, Dierk König.

JAX: Wir sind vor einem Jahr vom klassischen RIA Day weg gegangen und haben den Aspekt Desktop verstärkt. Wieso ist das deiner Meinung nach ein logischer Schritt?

Dierk König: Die W-JAX-Teilnehmer wollen erfahren, wie man Benutzeroberflächen baut, die hochgradig interaktiv und gut benutzbar sind und dabei auch noch gut aussehen. Das gilt für Webapplikationen gleichermaßen wie auf dem Desktop.
Ausserdem gibt es Ansätze, beide Welten darstellungsmäßig miteinander zu verbinden, und davon werden wir am Rich Applications Day berichten. Zu diesen Ansätzen gehört die Canoo RIA Suite, die Desktopapplikationen über das Web ermöglicht, genauso wie das gleichartige Zeichnen von visuellen Komponenten sowohl auf Swing wie auch auf einem HTML5 Canvas.
Das und mehr gibt es auf dem Rich Applications Day zu sehen.

JAX: Ein Talk von Adam Bien im Tag wird sich mit JavaFX 2 beschäftigen. Wie fortgeschritten ist die Technologie inzwischen?

Dierk: Bei JavaFx hat sich viel getan, was nicht heisst, dass es nicht noch viel zu tun gibt. Ich bin auf Adams Sicht der Dinge gespannt. Die Beta-Version ist ja mittlerweile verfügbar, aber leider nur auf Windows.

JAX: Kannst du uns was über GroovyFX berichten?

Dierk: Als JavaFx Script 2007 als Sprache für JavaFx eingeführt wurde, stellte sich von Anfang an die Frage, warum man nicht gleich Groovy nimmt.
Es war schon damals offensichtlich, dass Groovy dafür eine sehr gute Wahl gewesen wäre. Mittlerweile wird JavaFx Script von Oracle nicht weiter unterstützt. Es wird aber von einem Teil der ehemaligen Entwickler
unter dem Namen Visage ohne offizielle Firmenunterstützung weiter betrieben.

JavaFx 2.0 setzt auf ein Java API, dass freundlich zu anderen JVM-Sprachen ist. Groovy dient den JavaFx-Entwicklern bei Oracle dabei als prominentes Beispiel. Der Reifegrad von GroovyFx reflektiert ziemlich genau den Entwicklungsstand von JavaFx. Insgesamt bewegen wir und mit JavaFx/GroovyFx noch in einem Laborstadium. Die bisherigen Erfahrungen sind aber sehr vielversprechend und das Potential ist immens. Ich freue mich auch schon darauf mit GriffonFx diese Technologie in meinen Griffon-Projekten einsetzen zu können. Wer über alle diese Dinge mehr erfahren und diskutieren möchte, ist bei der W-JAX am richtigen Platz!

Dierk König ist Fellow bei der Canoo Engineering AG, Basel. Er betreibt das Open-Source-Projekt Canoo WebTest und ist Committer in den Projekten Groovy, Grails und GPars. Er publiziert und spricht auf internationalen Konferenzen zu Themen moderner Softwareentwicklung. Er ist Autor des Buchs „Groovy in Action“. Twitter: @mittie.

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Claudia Fröhling
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