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Der Hype um Big Data

Astrid Wagner

Eine neue IBM-Studie untersucht aktuell die Nutzung von Big Data mit der Fragestellung, ob es sich hierbei um mehr als einen Hype handelt. Ergebnis: lediglich 28 Prozent der untersuchten Unternehmen nutzen bereits Big Data oder haben Pilotprojekte gestartet. Knapp die Hälfte plant bereits die Implementation, während 24 Prozent noch weitere Untersuchungen abwarten wollen.

IBM stellte dabei vier „V“-Dimensionen von Big Data fest.

  • Volumen (Volume): Big Data wird vor allem durch das Volumen charakterisiert, wobei jeder zweite Befragte alles über einer Größenordnung von über einem Terabyte als Big Data bezeichnet.
  • Vielzahl (Variety): Auch die Vielzahl an unterschiedlichen Daten, die sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Inhalte umfassen, macht Big Data aus. Diese treten in unterschiedlichen Formen auf. So zählen Text-, binäre oder sensorische Daten, Tweets, Clicks, und Web Data zu diesen Daten.
  • Geschwindigkeit (Velocity): beschreibt das Bedürfnis, die Datenmengen trotz der rasanten Generierung von Daten in Echtzeit verarbeiten zu können.
  • Verlässlichkeit (Veracity): Da sowohl interne als auch externe Faktoren die Datenqualität beeinflussen können, zählt auch die Verlässlichkeit der Daten zu den Dimensionen von Big Data.

Interessant ist es, dass die größten Anteile von Big Data nicht aus den sozialen Netzwerken stammen – diese liegen lediglich auf Platz Vier der Rangliste. Vielmehr stammen sie von Transaktionen, wie etwa Log Data, Events und E-Mails. Die Hauptnutzung der großen Datenmengen für Unternehmen liegt dabei in dem sogenannten Data Mining, der Datenvisualisierung und Vorhersage von Modellen, der Optimierung und Simulation eigener Projekte und diversen anderen Analysen.

Die Nutzung von Big-Data-Analysen bietet dabei viele Vorteile, die etwa die Marktforschung von Unternehmen effektiver macht oder sogar die Patientenversorge in Krankenhäusern optimieren kann. Diesen vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten steht jedoch die Schwierigkeit der Auswertung gegenüber, die mit herkömmlichen Methoden relationaler Datenbanken nicht mehr möglich ist.

Einer Schätzung des Marktforschungsunternehmens Gartner zufolge werden allerdings bis 2015 lediglich 15 Prozent der Unternehmen tatsächlich Big Data nutzen. Sollten jedoch weiterhin große Unternehmen, wie etwa JP Morgan Chase oder Sears als Vorreiterunternehmen Big Data greifbarer machen, dürfte diese Zahl bald steigen.

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Astrid Wagner
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