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dejavu: Ein Web-UI mit Datenimport für Elasticsearch

Marcel Richters
Dejavu Infinity

© Shutterstock.com / FullRix

 

Elasticsearch ist eine der am weitesten verbreiteten Search Engines. Kein Wunder also, dass so eine Suchmaschine auch ein Webinterface gebrauchen kann, dejavu von Appbase.io ist eines dieser Web-UIs. Wir stellen die Features und Besonderheiten der Benutzeroberfläche vor.

Vorteil von dejavu gegenüber anderen UIs soll vor allem eine bessere Responsivität und Leichtigkeit sein. Dazu bietet das Interface endloses Scrollen, gefilterte Ansichten und Echtzeitupdates ohne Reloads an. Gerendert wird auf Client-Seite, sodass dejavu als App auf GitHub, als Chrome-Erweiterung oder als Docker Image laufen kann. Laut den Entwicklern ist dejavu mit Version 1.0 das einzige Web-UI, welches den Import von Daten als JSON- und CSV-Dateien unterstützt. Mit der aktuellen Version 1.5 soll es die Möglichkeit geben, eigene Header zu kreieren und so verschiedene Authentifizierungen ebenso anzubieten, wie verbesserte Filterung und Skalierung über die Query DSL von Elasticsearch.

Die Features von Dejavu

dejavu bietet einige Features, mit denen das UI eine bessere User Experience (UX) als andere Benutzeroberflächen bieten soll. So können in Clustern etwa verfügbare Indizes verknüpft werden. Jeder lokal angeschlossene Index kann zudem lokal zwischengespeichert werden, um eine bessere Verfügbarkeit zu gewährleisten.

Für mehr Übersichtlichkeit soll die visuelle Aufarbeitung von Daten sorgen. So kann visuell gesucht werden und irrelevante Daten können verborgen werden. Die Filter richten sich dabei nach dem Datenmapping aus dem Index von Elasticsearch. Textfelder werden automatisch in Suchfelder mit „has“ und „has not“ umgewandelt. Auch numerische Daten können gefiltert werden und ein Datumsfeld für chronologische Suchen ist ebenfalls vorhanden.

Verbessertes Filtern mit Queries in dejavu / Quelle: Appbase.io

Gefilterte Ansichten können als JSON- oder CSV-Dateien exportiert werden. Basierend auf Elasticsearch-Abfragen gefilterte Ansichten werden ebenso unterstützt. Auch Massenskalierung und das Löschen von Dokumenten über die Query DSL sind möglich. Dabei können mehrere Datentypen durchsucht werden, die Aktualisierung erfolgt einzeln oder über die Abfrage großer Mengen. Damit das Ganze schöner aussieht und sich besser durchscrollen lässt, bietet dejavu unendliches Scrollen an.

Änderungen an Daten werden über ein auf Websockets basierendes API in Echtzeit übertragen. Dafür muss der Elasticsearch-Server allerdings ein entsprechendes Publish API unterstützen. Das lässt sich laut Entwicklern derzeit nutzen, indem Daten auf Appbase.io gehostet werden. Um JSON- und CSV-Dateien direkt nach Elasticsearch zu importieren – laut Entwicklern ein Alleinstellungsmerkmal von Dejavu –, wird eine Guided-Data-Mapping-Konfiguration genutzt.

Installation und Nutzung

Dejavu kann über Docker installiert, als gehostete App oder als Chrome-Erweiterung genutzt werden. Die Docker-Installation ist mit Tags in verschiedenen Versionen verfügbar. Genauere Informationen zur Installation und Nutzung, wie auch zu den Features finden sich im GitHub-Repository des Programms.

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Marcel Richters
Marcel Richters
Marcel hat Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main studiert und danach als E-Commerce-Manager gearbeitet. Seit Februar 2018 unterstützt er das Team von JAXenter als Redakteur. Daneben arbeitet er als freier Journalist in der Mainmetropole.
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