Cubieboard de luxe, e-volo-Lufttaxis und Blutbild on the go [M2M Minutes]

Redaktion JAXenter
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Nokia investiert 100 Millionen Dollar in Smart Cars – Cubieboard 8 angekündigt – Axeda startet Kooperationsplattformen für Kunden und Partner – Volocopter: Lufttaxis der Zukunft? – Beta-Bioled: Blutanalysen mit einem Handheld-Gerät

Nokia investiert in vernetzte Autos

Nokia möchte laut einem Bericht von CNET 100 Millionen Dollar in Smart Cars investieren. Das soll das Unternehmen im Rahmen seiner Global Mobile Internet Conference mitgeteilt haben. Demnach möchte Nokias Venture-Kapital-Firma Nokia Growth Partners in Unternehmen investieren, die einschlägige Technologien für Automobile herstellen.

In der Automobilelektronik ist Nokia dank seinem Kartendienst HERE längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. 2011 hatten die Finnen das Chicagoer Unternehmen Navteq aufgekauft und in seinen HERE-Geschäftsbereich eingegliedert. Seine Devices-and-Services-Sparte hat Nokia kürzlich offiziell an Microsoft übergeben.

Cubieboard de luxe: 8 Kerne für den Mini-Rechner

In mehr als 100 Ländern dieser Erde wurde der Einplatinencomputer Cubieboard schon verkauft, mit einer Reihe von Linux-Distributionen wie Fedora, Debian, Cruxarm, freebsd oder ArchLinux an Bord. Jetzt möchte CubieTech, das chinesische Unternehmen hinter dem Raspberry-Pi-Klon, in Zusammenarbeit mit dem Partner Allwinner Technology eine neue Version des Boards entwickeln: das Cubieboard 8. Wie der Name es andeutet, soll dieses auf Allwinners 8-Core-Prozessor UltraOctaA80 basieren. Neben einer CPU-Taktfrequenz von 2 GHz werden die folgenden Spezifikationen das Board auszeichnen: eine PowerVR G6230, eine Display-Engine, die die Videokodierung H.265, eine 4K-Auflösung und drei gleichzeitig angeschlossene Bildschirme unterstützt, USB 3.0 und High-Definition-Kameras mit bis zu 16 Millionen Pixeln. Mitte Juni soll der Verkauf starten. 

Cubieboard 8

Axeda startet Online-Kooperationsplattformen

Axeda, Anbieter von Cloudlösungen für das IoT, startet eigene Online-Communities für Kunden und Partner. Dies gab das US-Unternehmen vergangenen Dienstag bekannt. Die neuen Plattformen sollen die Interaktion zwischen Nutzern und Experten der Axeda-Lösungen vereinfachen. Um Hilfestellung im Umgang mit der eigenen IoT-Plattform zu bieten, wurde zudem die Online-Lernplattform Axeda Academy gegründet. Hier können Schulungen vor Ort und Webinare gebucht werden. Mit den neuen Angeboten möchte Axeda das eigene Kunden- und Partnernetzwerk stärken. Ein Pendant für die Entwicklercommunity à la Developer Garden steht allerdings nicht bereit. Zu den Axeda-Kunden im Technologiebereich gehören Unternehmen wie Microsoft, EMC, sgi und Teradata.

Für seine Cloudlösungen verwendet Axeda das Protokoll MQTT. Schon 2010, vor dem großen M2M-Boom, war das 2000 gegündete Unternehmen aus Massachusetts mit dem Telekommunikationsanbieter Sprint eine Partnerschaft eingegangen.

Volare…oh oh!

Nicht nur im Silicon Valley entstehen bahnbrechende Innovationen, sondern ab und zu auch hierzulande. Genauer: in Baden-Württemberg. Noch genauer: in Karslruhe. Die badische Stadt ist Geburtsort des Volocopters, der seinen Erstflug Ende letzten Jahres erfolgreich bestand (s. Video unten). Zuletzt konnte man ihn Mitte April auf der Luftfahrtmesse AERO in Friedrichshafen bestaunen. Falls Sie ihn noch nicht kennen: Der Volocopter ist ein bemanntes, ultraleichtes Luftfahrzeug mit Elektroantrieb, das im vergangenen Jahr über die Crowdfunding-Plattform Seedmatch finanziert wurde. Mit einer Akku-Ladung kann die Erfindung des Startups e-volo derzeit lediglich etwa 20 Minuten in der Luft bleiben. Mit seinem E-Antrieb setzt e-volo also alles auf eine Karte – nämlich die, das in Sachen Batterietechnologie sehr bald ein Durchbruch gelingt. Als umweltfreundliches Lufttaxi, das mit Privatfluglizenz geflogen werden darf, dürfte der Volocopter dann einen Senkrechtstart hinlegen. Das können ‚Copter bekanntlich ziemlich gut.

Beta-Bioled: Blutanalysen on the go 

Sowohl Design als auch Idee erinnern an den berühmten Tricorder aus Star Trek. Das Health-Tracking-Device Beta-Bioled, unser Crowdfunding-Projekt der Woche, ist allerdings keine Science Fiction, sondern hat reales Potential. Davon sind auch die zahlreichen Indiegogo-Spender überzeugt, die das Projekt bislang mit fast 18.500 US-Dollar bedacht haben. Das ursprüngliche Finanzierungsziel von 1000 Dollar, das dagegen lächerlich bescheiden wirkt, haben die fünf jungen Unternehmer aus Frankreich damit weit hinter sich gelassen. Beta-Bioled ist eine Hand-held Device, kaum größer als ein Smartphone, das nicht nur Lebensfunktionen aufzeichnen kann (mittlerweile ja ein alter Hut), sondern – und das ist die Crux – auch umfassende Blutanalysen ermöglicht. Dazu ist weder ein Arztbesuch noch ein notwendig. Das Blutbild wird direkt vor Ort gemacht. Wegbereiterin dieser Möglichkeit ist eine neuartige Spektroskopiemethode, genannt Spectroscopy 2.0, bei der einfache LEDs und kostengünstige optische Sensoren zum Einsatz kommen. Chronische Krankheiten lassen sich damit von zu Hause aus überwachen. Auf dem Gerät sollen sich die medizinischen Daten sicher speichern und bei Bedarf drahtlos an ein anderes Gerät, etwa das eines Hausarztes, übertragen lassen. 2012 gewann das Startup Archimej Technology mit seiner Idee den Innovationspreis der Altran Foundation.

 

 

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