CloudBees unterstützt WildFly 8

Diana Kupfer

Der Platform-as-a-Service-(PaaS-)Anbieter CloudBees möchte die in Kürze verfügbare Version 8 des Open-Source-Anwendungsservers WildFly unterstützen. Dies gab das Unternehmen aus Massachusetts gestern in einer Pressemitteilung bekannt. CloudBees stellt eine Continuous-Delivery-Plattform für mobile und Webapplikationen bereit und ist der erste PaaS-Anbieter, der die neue Version des Java-EE-Anwendungsservers in sein Technologieportfolio aufnimmt. Durch seine Investitionen in WildFly 8 sei Red Hat nach Oracle der wichtigste Technologieanbieter, der Java EE 7 unterstützt, heißt es in der Mitteilung. Die aktuelle Version 4 von Oracles GlassFish-Server unterstützt CloudBees bereits seit vergangenen Juni.

Der Vertrauensvorschuss für die neue Version des Anwendungsservers von JBoss kommt nicht von ungefähr. Schließlich ist der CloudBees-Gründer und CEO, Sacha Labourey, ehemaliger JBoss-CTO. Ihm dürfte das Potential des Anwendungsservers bestens bekannt sein. Einige seiner Mitarbeiter wirkten vor der Gründung von CloudBees im April 2010 ebenfalls im JBoss-Team mit.

„Dass CloudBees WildFly 8 unterstützt, zeigt, dass PaaS-Deployments von Java EE sehr zeitnah stattfinden können und damit die Verbreitung der neuesten Java-EE-Spezifikation durch Entwickler beschleunigen“, soll Antonio Goncalves, Mitglied der Java EE 7 Expert Group, laut Pressemitteilung den Schritt kommentiert haben. Die zeitliche Lücke zwischen der Veröffentlichung der Java-EE-Spezifikation und der Implementierung sei ein oft genannter Kritikpunkt.

Eine WildFly-8-Beispielanwendung steht auf GitHub bereit.

Der Application Server von JBoss war vergangenen April offiziell in WildFly umbenannt worden – für diesen Namen hatte sich die Community Ende 2012 entschieden. Aktuell ist eine Beta-Version des 8. Major-Releases verfügbar.

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Diana Kupfer
Diana Kupfer
Diana Kupfer war Redakteurin bei S&S Media für die Zeitschriften Java Magazin, Eclipse Magazin und das Portal JAXenter. 
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