CloudBees stellt Run@Cloud ein. Neuer Fokus auf Enterprise Jenkins

Hartmut Schlosser

Das Unternehmen CloudBees hat bekannt gegeben, sich zukünftig ausschließlich auf den Markt um den Continuous-Integration-Server Jenkins zu konzentrieren. Die PaaS-Lösung Run@Cloud wird eingestellt. Darüberhinaus wurde eine Kooperation zwischen CloudBees und dem PaaS-Anbieter Pivotal angekündigt.

CloudBees – the Jenkins Company

Im Gespräch mit JAXenter erläutert CloudBees-Gründer Sacha Labourey die Motivation hinter dieser strategischen Richtungsänderung.

Jenkins hat im Laufe des vergangenen Jahres für uns ein enormes Wachstum erzielt. Einer der Gründe dafür dürfte im Übergang von Continuous Integration zu Continuous Delivery liegen. Jenkins wird nicht mehr nur auf den Desktops einiger weniger Entwickler eingesetzt, sondern von allen Team-Mitgliedern eines Unternehmens, um im Sinne von Continuous Delivery die Wege von der Entwicklung zur Auslieferung eines Produkts zu verkürzen. Dieser Trend hat die Gespräche mit unseren Kunden radikal verändert.

Sacha Labourey bezieht sich auf seine Wurzeln als Mitbegründer des Tooling-Anbieters JBoss, wenn er von den Business-Chancen rund um das Werkzeug Jenkins berichtet. Die Entscheidung, sich von der PaaS RUN@Cloud zu trennen, sei indes nicht leicht gefallen:

Eine Reihe von uns haben ja die JBoss-Historie mitgemacht, und wir erkannten, dass sich um Jenkins herum eine Business-Gelegenheit auftat, die wir nicht verpassen sollten. Gleichzeitig hatten wir unser PaaS-Angebot und liefen Gefahr, keine der beiden Chancen richtig nutzen zu können. Und so war denn eine harte Entscheidung zu treffen, denn wir lieben PaaS und glauben, dass es eine signifikante Technologie ist. 

Doch war es für unser Unternehmen der richtige Weg, sich zu 200% auf Jenkins zu konzentrieren und sich vom Runtime-Anteil unserer Plattform zu verabschieden. Wichtig ist mir dabei zu betonen, dass wir weiterhin unser DEV@cloud-Angebot im Portfolio führen, das man auch als Jenkins as a Service bezeichnen kann.

Das neue CloudBees-Portfolio konzentriert sich auf Jenkins Enterprise, eine durch Support-Leistungen und Enterprise-Plug-ins unterstützte Unternehmenslösung auf Basis des quelloffenen Jenkins, die Komplettlösung Jenkins Operation Center und das erwähnte Jenkins für die Cloud, ein Cloud-gestützter Dienst, der unter der Bezeichnung DEV@Cloud bekannt ist.

CloudBees partnert mit Pivotal

Im Zuge dieser Neuausrichtung ist zudem eine Partnerschaft zwischen CloudBees und Pivotal entstanden. Diese beinhaltet, dass Jenkins Enterprise künftig auch im Pivotal-Netzwerk rund um die PaaS Cloud Foundry angeboten wird. Diese Lösung soll als Add-on-Service im Lauf des Jahres verfügbar sein.

Als Termin für Anwender zum Umstieg von RUN@cloud auf andere Produkte hat CloudBees den 31. Dezember 2014 gesetzt. Bis Ende Oktober 2014 will das Unternehmen seinen Anwendern eine Hilfestellung für die Umstellung anbieten.

Weitere Details zur neuen Ausrichtung von CloudBees und die Partnerschaft mit Pivotal finden Sie demnächst hier auf JAXenter in einem ausführlichen Interview mit Sacha Labourey.

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. SEO und KPIs isst er zum Frühstück. Satt machen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
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