Couchbase-Umfrage unter IT-Führungskräften

2020 Tech Lead Survey: Digitale Transformation im Eiltempo

Maika Möbus

© Shutterstock / Chayantorn Tongmorn

Das Datenbank-Unternehmen Couchbase hat seinen jährlichen Survey unter IT-Entscheidungsträgern veröffentlicht. Diesmal stand die Befragung natürlich ganz unter dem Einfluss der Pandemie: Wie sind Entwicklungsteams mit den veränderten Anforderungen umgegangen und wie hat sich die Lage auf die Digitalisierung ausgewirkt?

Seit 2017 führt Couchbase Umfragen unter IT-Entscheidungsträgern durch, und nun steht der Report zum 2020 Tech Lead Survey bereit. 450 Senior-IT-Verantwortliche aus den USA, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Deutschland wurden im vergangenen Jahr befragt. Ihre Antworten förderten zutage, wie ihre Unternehmen mit den Arbeitsbedingungen während der Pandemie umgegangen sind und wie es künftig weitergehen könnte. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse.

Digitalisierung

Laut der Umfrage waren viele Unternehmen gezwungen, ihre Fünf-Jahres-Pläne zur Digitalisierung innerhalb weniger Monate umzusetzen, um sich an neue Arbeitsmethoden und Marktveränderungen anzupassen. Die „Helden dieser Bemühungen“ sind die Entwickler – dieser Ansicht stimmten 92 % der Befragten zu, zumal 63 Prozent ihre Flexibilität in ihrer Zieländerung als sehr hilfreich oder sogar als unersetzlich empfanden.

Als ausbremsenden Faktor in der Digitalisierung nannten nur 11 %, dass ihre Entwicklungsteams die Ziele nicht erreicht hätten. Andere Faktoren – etwa ein Mangel an Skills oder die Komplexität der Implementierung von Technologien – standen stattdessen im Vordergrund.

Sichtweise der Entwicklungsteams

Obwohl nur die Entscheidungsträger befragt wurden, wurde doch auch versucht, die Sicht der Entwicklungsteams in die Umfrage einfließen zu lassen: Worüber beschwerten sich diese am häufigsten? An erster Stelle stand mit knapp 50 Prozent, dass Entwickler zu viel in zu kurzer Zeit zu erledigen hätten. Über 20 Prozent gaben jeweils an, dass ihnen die nötigen Skills bzw. die nötigen Technologien fehlten – und ebenfalls über 20 Prozent der Entwicklungsteams hatten kein klares Verständnis ihrer Zielvorgaben.

Bemerkenswert ist allerdings, dass über 15 % der Teams – laut Angaben der Führungskräfte – innerhalb der letzten 12 Monate keine Beschwerden äußerten, und knapp 10 Prozent sogar zu keinem Zeitpunkt.

Wie geht es weiter?

Herausforderungen mit den Teams gaben 86 % der Führungskräfte an; 40 % fanden es schwierig, klare und messbare Ziele für ihre Entwicklungsteams zu definieren. Couchbase kommt zu dem Schluss, dass dem durch Kommunikation, Führung und Technologie entgegengewirkt werden kann. Und auch die Investition in Entwickler solle weitergehen, um den Trend fortzusetzen: Im Jahr 2020 wuchsen die Entwicklungsteams im Schnitt von 51 auf 61 Mitarbeiter, was einem Zuwachs von 20 Prozent entspricht.

Weitere Details sind dem offiziellen Couchbase-Survey-Report zu entnehmen.

Geschrieben von
Maika Möbus
Maika Möbus
Maika Möbus ist seit Januar 2019 Redakteurin bei Software & Support Media. Zuvor studierte sie Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt und an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
4000
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: