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von Gregor Meier

Buchtipp: Pagespeed Optimierung

Tam Hanna

Schnelle Webseiten sind populärer, liefern bessere Konversionsraten und werden in Google höher bewertet. Dieser Titel möchte potenziellen Webentwicklern bei der Erzeugung performanterer Onlinepräsenzen unter die Arme greifen.

Autor(en)

Gregor Meier

Titel

Pagespeed Optimierung

Untertitel

Schritt für Schritt zur schnelleren Website

Seiten

175

Preis

19,99 Euro

Verlag

Carl Hanser Verlag

Jahr

2016

ISBN

978-3-446-44822-3

Die ersten Kapitel des Werks richten sich an nicht technisches Personal: Neben einer zur Überzeugung von Managern hilfreichen Liste von Gründen für schnelle Webseiten findet sich auch eine Erklärung des HTTP-Protokolls und eine detaillierte Einführung in die Bedienung von diversen Werkzeugen zur Messung der Webseitengeschwindigkeit.

Mach’ es kleiner

Meiers Lieblingssatz lautet, dass das schnellste Byte jenes ist, das gar nicht erst auf die Reise geschickt wird. Treu zu diesem Ansatz beschäftigen sich die nächsten vier Kapitel mit Methoden zur Optimierung von Bildern, CSS, HTML und JavaScript. Der Autor reißt die Nutzung einer Vielzahl von Werkzeugen an, um Entwicklern beim Finden des für ihre Situation ideal geeigneten Tools zu helfen. Schon an dieser Stelle fällt dem Rezensenten als Exblogger lobenswert auf, dass das weit verbreitete CMS WordPress samt seinen Eigenheiten jede Menge Aufmerksamkeit bekommt.

Im achten Kapitel dreht sich alles um die Nutzung von Komprimierungstechniken auf Serverebene: Wer den zu übertragenden Bytestrom verpackt, spart sich Übertragungszeit. Das ist insbesondere im Mobilbereich Gold wert – 4G ist nicht überall verfügbar.

Caching und CDNs besinnen sich auf das in der Einleitung vorgestellte Motto zurück. Während das Einrichten von Caches mittlerweile auch dem durchschnittlichen Webentwickler bekannt sein sollte, ist die Arbeit mit CDNs nach wie vor wenig verbreitet – ob der immer globalisierteren Wirtschaft ist sie allerdings unverzichtbar, wenn auch entfernte Kunden rasch mit Inhalten versorgt werden sollen.

Es geht auch anders

Gut geschulte Verkäufer von Webhosting- und Server-Colocation-Anbietern reden nach Performance strebenden Entwicklern so gut wie immer dedizierte Server ein. Kapitel 12 räumt mit diesem Thema auf – der Autor zeigt hier einige Methoden zur Bewertung und Optimierung von geteilten Serversystemen.

Kapitel 13 und 14 befassen sich mit Responsive Web Design und dem Performancetuning von per HTTPS ausgelieferten Webseiten: In beiden Abschnitten finden sich neben bekannten Hinweisen auch innovative Tipps und Tricks. Zu guter Letzt wagt der Autor im fünfzehnten Kapitel einen Ausblick in die Zukunft – neue Dateiformate und effizientere Übertragungsstandards dürften die Geschwindigkeit von Webseiten in noch höhere Sphären schieben.

Didaktisch sauber

Die einzelnen Kapitel von Pagespeed-Optimierung werden von einem einheitlichen Header begleitet, der die folgenden Techniken in den Kategorien Komplexität, Nutzen und Aufwand bewertet. Zwischen den einzelnen Abschnitten gibt es nur wenig Interdependenzen – wer von Googles Webseitenanalysesystem auf ein bestimmtes Problem hingewiesen wird, kann sofort loslegen. Aus didaktischer Sicht gibt es – wie beim Hanser Verlag üblich – nichts auszusetzen.

Fazit

Wer eine Webseite betreibt, sollte Gregor Meiers Buch unbedingt kaufen. Der Hanser Verlag liefert hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die alle wichtigen Punkte abdeckt.

Geschrieben von
Tam Hanna
Tam Hanna
Tam Hanna befasst sich seit der Zeit des Palm IIIc mit der Programmierung und Anwendung von Handcomputern. Er entwickelt Programme für diverse Plattformen, betreibt Onlinenewsdienste zum Thema und steht unter tamhan@tamoggemon.com für Fragen, Trainings und Vorträge gern zur Verfügung.
Kommentare
  1. René Wörzberger2017-04-06 16:39:21

    Eine andere, sogar kostenfreie Quelle zu dem Thema:

    https://hpbn.co

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