Mal verliert man, mal gewinnen die anderen.

Bitcoin Flipping: Ein Algorithmus gegen Kursschwankungen?

Gabriela Motroc

© Shutterstock / M. Primakov

Wenn Sie sich zwischen einem größeren Risiko und einem niedrigeren Gewinn entscheiden müssten, was würden Sie wählen? Wenn Sie sich für die zweite Option entschieden haben, haben Sie Glück: Ein neuer Algorithmus könnte dabei helfen, die Volatilität des Bitcoin-Kurses zu umgehen und nicht jedes Mal Verluste zu machen, wenn der Kurs sich abrupt verändert.

SFOX ist ein Unternehmen, das sich auf die Vereinfachung des Bitcoin-Handels für Firmen spezialisiert hat. Akbar Thobhani, Mitbegründer und CEO von SFOX, hat nun in einem Gastbeitrag für das Bitcoin Magazin einen Weg präsentiert, auf dem sein Unternehmen dieses Ziel erreichen und eine der größten Hürden des Bitcoin-Handels aus dem Weg räumen möchte: die Volatilität. SFOX schlägt dazu einen Time-Weighted-Average-Price-Algorithmus vor, mit dem Nutzer sich dem TWAP (time-weighted average price) annähern können. Im Wesentlichen geht es also darum, den Durchschnittspreis eines Bitcoin für einen bestimmten Zeitraum zu ermitteln.

Henry Brade, CEO des finnischen Bitcoin Startups Prasos Oy, äußerte gegenüber JAXenter, dass die Bitcoin-Exchange-Services seines Unternehmens definitiv durch das Bitcoin-Halving in diesem Jahr beeinflusst wurde:

Wir sehen steigende Handelsvolumina. In der Tat haben unsere Services im Juni ein so hohes Handelsvolumen wie noch nie verarbeitet. Unser letzter Rekord stammt vom Dezember 2013, als der Bitcoin-Preis sein Allzeithoch erreicht hatte.

In seinem Gastbeitrag erklärt Thobhani, dass Händler bereits jetzt Durchschnittspreise als Benchmark heranziehen, diese aber den Nachteil hätten, dass sie häufig nicht zum Handeln verwendet werden könnten. Das liege daran, dass es an Tools dafür mangele – dadurch steigt das Risiko aber nur noch weiter. Der Algorithmus von SFOX könnte dieses Problem der Volatilität lösen.

Wie ein Algorithmus Bitcoins Problem mit den Kursen lösen könnte

Laut dem Mitbegründer von SFOX handelt der Algorithmus über eine festgelegte Zeitspanne hinweg – entweder 1, 6, 12 oder 24 Stunde(n) – mit Bitcoins und generiert für diesen Zeitraum einen TWAP. Das Unternehmen hat Simulationen anhand von Tagen mit hohen und niedrigen Kursschwankungen durchgeführt und kam zu dem Schluss, dass die Unterschiede zwischen dem TWAP-Algorithmus und VWAP und TWAP in der Simulation nur gering waren.

Es gibt allerdings einen Aspekt an der Sache, der Händler von der Nutzung abhalten könnte. Risiko und Gewinn gehen nämlich Hand in Hand: Verringert sich das eine, schrumpft auch das andere. Insofern könnte es sein, dass diese Lösung nicht unbedingt ideal für diejenigen ist, die große Risiken und große Gewinne bevorzugen; sie könnte aber interessant für alle sein, die mit mehr als ein paar Bitcoins handeln.

Geschrieben von
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc ist Online-Redakteurin für JAXenter.com. Vor S&S Media studierte Sie International Communication Management an der The Hague University of Applied Sciences.
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