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Bitcoin Flipping: Die Welt braucht dringend Blockchain-Entwickler

Gabriela Motroc

@shutterstock/HYS_NP

Die Blockchain ist kurz davor, Bitcoin in den Schatten zu stellen. Doch obwohl viele Branchen ihre Aufmerksamkeit mittlerweile auf die verteilte Datenbank konzentrieren, sind sie womöglich etwas vorschnell. Denn es scheint, als würde die nötige Menge an Blockchain-Entwicklern fehlen.

IBM stellte dem Hyperledger-Projekt der Linux Foundation vor kurzem beinahe 44.000 LoC zur Verfügung, um die Entwicklung sicherer, verteilter Ledger, mit denen beinahe alles von Wert ausgetauscht werden kann, zu unterstützen. Einige Monate später meinte Jerry Cuomo, IBM‘s Vizepräsident für Blockchain-Technologie, dass Blockchains „breitflächig in vielen Branchen angewendet werden können“ und deren gewaltiges Potential noch längst nicht ausgeschöpft worden sei.

Trotz der Tatsache, dass Blockchains aktuell im Rampenlicht stehen, gibt es etwas, das deren Aufstieg verhindert: Es gibt aktuell nicht genug Blockchain-Entwickler, um die Technologie wirklich erfolgreich zu machen. Nun wussten wir das bereits – schon das Wall Street Journal warnte, dass Firmen, die Blockchain-Entwickler suchen, zukünftig neue Wege finden müssen, da diese derzeit mit Angeboten überschüttet werden. Zitiert wurde Bart Cant, einen Direktor der Capgemini Financial Services, mit seiner Einschätzung, dass es global weniger als 100 echte Blockchain-Experten geben soll.

Unerschlossenes Wissen, unerschlossenes Geld

Auf der anderen Seite haben diese Experten enorme Gehaltserwartungen. So berichtete das Wall Street Journal vom CEO des Blockchain-Startups „Fluent“ Lamar Wilson, der zum Jahresanfang zwei Bewerber  interviewte und dabei erfuhr, dass Wall-Street-Firmen ihnen ein Gehalt von $250.000 geboten hatten.

Capgemini-Direktor Bart Cant verriet, dass sie auf der Suche nach geeigneten Blockchain-Entwicklern stets ein Auge auf GitHub, Reddit und Twitter hätten. Ganz zu schweigen von Security-Experten mit Blockchain-Know-How – das ist definitiv eine gefährdete Art.

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IBM zur Rettung

Um das Hyperledger-Projekt zu unterstützen, dessen erklärtes Ziel es ist, eine Open-Source-Implementierung des Blockchain-Transaktionsprozessmodells zu erstellen, spendierte IBM im Februar fast 44.000 Zeilen Code. Der Senior Vice President von IBM Research, Arvind Krishna, sagte in einer Erklärung, dass die Förderung des Unternehmens es Entwicklern einfacher machen soll, den Schritt vom bloßen Erkennen des Potentials der Blockchain zur tatsächlichen Nutzung zu gehen, um ihre Businessprozesse auf eine neue Ebene zu stellen.

Manche sagen, dass der Erfolg der Blockchain nicht zu bremsen ist. Der erste Geschäftsführer des Hyperledger-Projekts, Brian Behlendorf, berichtete in einem JAXenter-Interview vor kurzem, dass Blockchain-Technologien zweifellos einen großen Einfluss auf viele Sektoren haben werden:

Es ist schwer sich eine Kernbranche vorzustellen, die nicht signifikant beeinflusst werden könnte. Es gibt viele Projekte und Unternehmen, die derzeit die existierenden Möglichkeiten ausloten. Die gute Nachricht ist, dass es viele Befürworter unserer Vision da draußen gibt. Und wir im Projekt  können uns darauf konzentrieren, eine allgemeine Software-Plattform für sie alle zu bauen.

Aufmacherbild: Handwriting Talent Wanted on blank notebook von Shutterstock / Urheberrecht: HYS_NP

Geschrieben von
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc ist Online-Redakteurin für JAXenter.com. Vor S&S Media studierte Sie International Communication Management an der The Hague University of Applied Sciences.
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