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Big Data für IT-Entscheider

Kai Spichale
Untertitel

Riesige Datenmengen und moderne Technologien gewinnbringend nutzen

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Erschienen

2013

Seiten

228

Preis

39,99 €

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-43339-7

Preis

39,99 €

Mit diesem Buch richtet sich Pavlo Baron an alle, die in der IT Entscheidungen treffen, und gibt seine vielseitigen Erfahrungen, Erkenntnisse und Meinungen im Bereich „Big Data“ auf etwas mehr als zweihundert Seiten in komprimierter Form weiter. „Big Data“ setzt Baron bewusst in Anführungsstriche, um sich von diesem Hype-Begriff zu distanzieren. Auf die Möglichkeiten und Herausforderungen – ja auch auf die „Schmerzen“, die mit diesem Thema verbunden sind, kommt es ihm an. Allein für die „Big Data“-Schmerzen gibt es im Stichwortverzeichnis stolze 73 Einträge. Den Sarkasmus des Autors muss man mögen, sonst wirft man dieses Buch vielleicht verärgert ins Feuer, wie der Autor selbst anmerkt.

Doch welche konkreten Informationen vermittelt dieses Buch? Es besteht im Wesentlichen aus drei großen Abschnitten. Im ersten Abschnitt wird die Frage „Was?“ gestellt. Es wird zunächst erklärt, warum Unternehmen wie Amazon, Google und Facebook so ziemlich alle „Big Data“-Symptome und -Schmerzen haben, die man sich vorstellen kann und wie es ihnen gelungen ist, trotzdem erfolgreich zu sein. Weitere Business Opportunities und Anwendungsfälle für „Big Data“, wie Kostenreduktion, Fraud Detection und Verbesserung des öffentlichen Verkehrs, werden beispielhaft vorgestellt.

Im zweiten Teil geht es um die Frage „Wie?“. Zu Beginn räumt Baron mit falschen Hoffnungen auf, die typischerweise an „Big Data“ geknüpft werden. Betont wird die Bedeutung von Spezialisten für Statistik, Machine Learning und Natural Language Processing; aber auch auf die allgemeine Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern wird eingegangen. Eigene Daten zu haben und darauf aufzubauen ist besser, als mit fremden zu arbeiten. So stellt Baron die Schwierigkeiten beim Anzapfen von sozialen Netzwerken dar und erklärt die Erzeugung und Analyse von Logdaten und Clickstreams. Auch die Möglichkeiten des Crowdsourcings in diesem Zusammenhang werden angesprochen. Die Themen IT-Strategie, Datenzentriertheit, Cloud-Nutzung und wichtige technische „Big Data“-Perspektiven werden aufgegriffen. Im drittem Teil des Buchs, der zudem auch der umfassendste ist, geht Baron der Frage „Womit?“ nach und stellt eine Vielzahl unterschiedlicher Werkzeuge und deren Verknüpfung vor. Das Buch schließt mit einem interessanten Blick auf aktuelle Trends ab.

Alles in allem handelt es sich um ein lesenswertes Buch, das viele unterschiedliche und relevante „Big Data“-Themen anspricht und so einen guten Überblick vermittelt. An einigen Stellen vermisst man jedoch die Erläuterungen von neuen Begriffen oder Technologien, die verhindern, dass „Big Data“-Neulinge abgehängt werden.

Geschrieben von
Kai Spichale
Kai Spichale
Kai Spichale (@kspichale) beschäftigt sich leidenschaftlich seit mehr als 10 Jahren mit Softwarearchitekturen und sauberen Code. Für innoQ Deutschland GmbH arbeitet er als IT-Berater mit modernen Architekturansätzen, API-Design und NoSQL. Er ist regelmäßiger Autor in verschiedenen Fachmagazinen und Sprecher auf Konferenzen.
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