BeagleBone für Einsteiger

BeagleBone für Einsteiger
Untertitel

Linux-basierte Elektronik-Projekte mit Python und JavaScript

Autor

Matt Richardson

Verlag

O’Reilly

Erschienen

2014

Seiten

152

Preis

14,90 Euro

ISBN

978-3-95561-409-6

Preis

14,90 Euro

Im Umfeld des zurzeit sehr populären Themas Internet of Things (IoT) ist der Einplatinenrechner Raspberry Pi ein Platzhirsch. Dabei gibt es durchaus weitere interessante und zudem leistungsfähigere Minicomputer. Einer davon ist der BeagleBone.

Wie der Titel es vermuten lässt, richtet sich das Buch an Bastler, die mit dem BeagleBone in die IoT-Entwicklung einsteigen möchten. Dabei wird sowohl der ursprüngliche BeagleBone besprochen als auch dessen letztjährige Neuauflage, der BeagleBone Black.

Geeignet für Linux-Neulinge

Gleich zu Beginn des Buchs gibt ein Kapitel eine Einführung in Linux. Hier wird der Umgang mit der Kommandozeile und dem Dateisystem gezeigt, damit sich der Linux-Neuling grundsätzlich auf einem Linux-System zurechtfindet. Das ist besonders hilfreich, denn der Einstieg zum Ansteuern der Signal-Pins (sog. GPIOs) erfolgt zunächst nicht über ein fertiges API, sondern über das Lesen und Schreiben der virtuellen Linux-Kernel-Dateien. Damit wird einerseits verdeutlicht, wie die Hardware des BeagleBones angesteuert wird, andererseits eine Einführung in digitale Elektronik und Shell-Scripting geboten.

BeagleBone-IO-Library

Die weiteren Projekte im Buch zum Ansteuern von LEDs, dem Auslesen von Tasterzuständen, sowie dem Umgang mit analogen Eingangs- und Ausgangswerten (via PWM) werden in Python auf Basis der BeagleBone-IO-Library von Adafruit vorgestellt. Weiter geht es dann mehr in Richtung IoT: Es wird gezeigt, wie signalgesteuert E-Mails verschickt werden können und wie mithilfe des Python-Frameworks „Flask“ einfache Web Services zum Überwachen und Steuern von Elektronik per Webbrowser realisiert werden.

Auch das fast schon obligatorische Lesen von Temperaturwerten kommt nicht zu kurz. So wird behandelt, wie man diese Daten mit dem Webdienst Xively protokolliert und im Web verfügbar macht.

Handwerkszeug

Im Folgenden geht es um die BeagleBone-eigene, webbasierte IDE namens Cloud9, mit der sich Anwendungen in einer Node.js-basierten Bibliothek namens „BoneScript“ erstellen lassen. Damit lassen sich dann mit JavaScript die I/O-Pins des BeagleBones ansteuern.

Abschließend gibt das Buch einen Eindruck vom Arbeiten mit der Desktopoberfläche der verwendeten Ångström-Distribution. Im Anhang findet sich eine Anleitung, wie diese bei Bedarf auch neu erstellt werden kann, sowie eine Kurzreferenz zum Einrichten von Systemdiensten, zum Ansteuern der GPIOs. Auch über die GPIO-Pin-Belegung des BeagleBones wird darin informiert.

Fazit

Zusammenfassend bietet dieses Buch mit seinen gut 150 Seiten einen knappen, aber empfehlenswerten Einstieg in das Basteln mit digitaler Elektronik und macht Lust, gleich mit dem Thema loszulegen. Vom „Hello World“ der Elektronikprogrammierung – eine LED leuchten lassen – bis zum webbasierten Temperaturlogger findet der Einsteiger hier alles, was nötig ist. Aus Sicht eines Java-Entwicklers wäre allerdings zumindest ein kurzer Überblick wünschenswert gewesen, auf welche Weise mit Java die GPIO-Pins des BeagleBones angesteuert werden können.

Jens Deters

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