Baut Google ein Betriebssystem für Foxconn-Roboter?

Claudia Fröhling

Es klingt wie eine Win-Win-Situation für zwei Mega-Konzerne: Nach einem Bericht des Wall Street Journal soll Google eine neue Partnerschaft mit dem taiwanesischen Geräte-Hersteller eingegangen sein, um gemeinsam an einem neuen Roboter-Projekt zu arbeiten.

Android-Urgestein Andy Rubin, der das Google-Mobile-Team letztes Jahr verließ, um sich wieder stärker um Innovationen zu kümmern (More Moonshots, please), leitet Googles Robotics Group. Es scheint sicher, dass Rubin analog zu Android ein Betriebssystem für Roboter aufbauen wird – zumindest sind sich die vom Wall Street Journal befragten Analysten da sicher.

Für Google ist dieser Schritt nur logisch, hat das Unternehmen doch letztes Jahr sage und schreibe acht Roboter-Firmen aufgekauft, darunter Boston Dynamics, Hersteller von Militärrobotern wie dem WildCat oder ATLAS. Eine Zusammenfassung dieser Aktion lässt sich in unseren M2M Minutes nachlesen.

Aber auch für Foxconn ist diese Partnerschaft wichtig: der weltweit größte Hersteller elektronischer Geräte hat mit steigenden Personalkosten, Streiks und Kritik an seiner Mitarbeiterpolitik zu kämpfen – wie praktisch erscheint da die Aussicht, von Menschen auf Produktionsroboter umzusteigen? Allein in China beschäftigt Foxconn laut WSJ mehr als eine Million Arbeiter. Automatisierung scheint also nur logisch.

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Claudia Fröhling
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling hat in verschiedenen Redaktionen als TV- und Onlineredakteurin gearbeitet, bevor sie 2008 zur Software & Support Media GmbH kam und sich bis 2014 um alle Projekte des Verlages im Ressort Java kümmerte. Claudia hat einen Abschluss in Politikwissenschaften und Multimedia Producing. Ihr Google+ Profil findest du hier.
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