Ausgepackt: Was ist neu an Maven 3

Neue Funktionen

Neben den vielen großen und kleinen Verbesserungen in den Maven-Innereien haben es natürlich auch eine Reihe von neuen Funktionen und viele Bug-Fixes in das 3er Release geschafft. Gerade für große Projekte dürften die neu hinzugekommenen parallelen Builds interessant sein. Ruft man Maven 3 beispielsweise mit mvn -T4 clean install auf, wird der Build auf vier Threads verteilt ausgeführt. Dies kann insbesondere bei Projekten mit vielen Modulen die Buildzeit signifikant verkürzen. Auch die Reporting-Funktionalität wurde grundlegend überarbeitet. Diese ist nun komplett vom Kern entkoppelt worden und steht als eigenständiges Plug-in zur Verfügung. Eine Folge davon ist allerdings, dass Maven 3 nicht mehr mit den 2.x-Versionen des site-Plug-ins zusammenarbeiten kann. Zumindest in diesem Punkt kommt man also um eine Anpassung der POMs nicht herum.

Fazit

Das neue Major-Release von Maven bietet viel Neues, auch wenn zumindest in der Version 3.0 viele Änderungen für die Anwender nicht direkt sichtbar sind. Dennoch lohnt sich ein Wechsel alleine wegen der Bug-Fixes und Detail-Verbesserungen. Zudem ist man dann gerüstet für die weiteren Entwicklungen im Umfeld von Maven. Wichtige Projekte, wie beispielsweise M2Eclipse, haben bereits Updates angekündigt. Und dann sind da noch die innovativen, neuen Projekte Polyglot Maven und Maven Shell [5], die erst durch die überarbeitete Architektur von Maven 3 möglich wurden. Es bleibt also spannend im Maven-Universum.

Gunther Popp (gpopp[at]guntherpopp.de) arbeitet als freier Softwarearchitekt, Softwareentwickler und Berater. Seine Schwerpunkte sind die Konzeption und Implementierung von Java EE Systemen sowie deren Integration in komplexe Anwendungslandschaften. Zudem hilft er Teams bei der Optimierung ihrer KM- und Entwicklungsprozesse. Er ist Autor des Buches „Konfigurationsmanagement mit Subversion, Maven und Redmine“.
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