Java Magazin 8.13

Umfang: 124 Seiten

Erhältlich ab: 2013-07-03 00:00:00

Autoren: Tobias Bayer, Raik Bieniek, Andy Bosch, Martin Breest, Alexander Casall, Niko Eder, Mathias Gebbe, Christian Grobmeier, Gerrit Grunwald, Jens Hadlich, Steffen Heinzl, Dominik Helleberg, Dominik Kleine, Robert Ladstätter, Arne Limburg, Boris von Loesch, Dr. Benno Luthiger, Manuel Mauky, Michael Müller, Florian Pirchner, Lars Röwekamp, Bernd Rücker, Benjamin Schmeling, Peter Siemen, Stefan Siprell, Kai Spichale, Michael Thiele, Vincent Tietz, Ramon Wartala, Dirk Weil, Matthias Weßendorf, Oliver Zeigermann

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Magazin

News

Bücher: REST und HTTP

Bücher: Dart in Action

JavaFX SwingNode
Swing Controls in JavaFX umschreiben
von Gerrit Grunwald

Big Data

Big Data mit Cascading
Elefantenzähmen leicht gemacht
von Boris von Loesch und Peter Siemen

Hadoop-Cluster mit Cubieboards
Elefantenbaby
von Ramon Wartala

Mobile

JBoss goes Mobile
Mobile Anwendungen mit AeroGear
von Matthias Weßendorf

Web

Modular auf ganzer Linie
Projekt Ripla: eine Plattform mit OSGi und Vaadin bauen
von Dr. Benno Luthiger

OSGi fürs Web-UI
Schnelle Entwicklung von Vaadin-Applikationen auf OSGi-Basis
von Florian Pirchner

Vaadin meets Clojure
Vaadin 7 für die Oberfläche einer Clojure-Anwendung
von Tobias Bayer

Cloud Computing

Automatisches Skalieren in der Amazon Cloud
Selbst ist die Cloud!
von Steffen Heinzl, Benjamin Schmeling und Niko Eder

Enterprise

camunda BPM 7.0
Open-Source-BPM für den Werkzeugkasten des Java-Entwicklers
von Bernd Rücker

Ein Enterprise-Architekt auf Abwegen
Testdaten mit Sparx Enterprise Architect
von Dominik Kleine

Kolumne: EnterpriseTales
Kleine Perlen in Java EE 7
von Lars Röwekamp und Arne Limburg

Solr-Power
Ist Solr 4.3 reif für Cloud und agile Entwicklung?
von Martin Breest und Jens Hadlich

Desktop

SynchronizeFX: Remote JavaFX Property Binding
In sync
von Raik Bieniek, Manuel Mauky, Alexander Casall, Vincent Tietz und Michael Thiele

Die JavaFX-­Baumschule
Ab JDK 1.8 wird JavaFX um eine Dimension reicher
von Robert Ladstätter

Tools

3-D-Programmierung mit Processing
Besonderheiten und Möglichkeiten
von Stefan Siprell

Embedded

Java on Tracks
Modellbahn powered by Java EE
von Dirk Weil

Agile

Pragmatisches Integrationstesten
Orchesterprobe
von Kai Spichale

Android360

Google I/O 2013
Was es in Sachen Google-Produkte Neues zu berichten gibt
von Oliver Zeigermann

Android Studio
The new Guy in town
von Dominik Helleberg

„Apps von Anfang bis Ende entwickeln“
Dmitry Jemerov von JetBrains zu Googles neuem Android Studio, das auf IntelliJ IDEA basiert

Android lernt lesen
Android-Anwendungen mit optischer Zeichenerkennung
von Mathias Gebbe

In-App Billing ­reloaded!
Wie kann ich mit meiner App Geld verdienen?
von Lars Röwekamp und Arne Limburg

Der große Wurf?

Kurz vor Redaktionsschluss wurde sie offiziell freigegeben: die Spezifikation für Java EE 7. Nach drei Jahren kann die Java-Community wieder auf einen neuen Enterprise-Standard zurückgreifen. Zwar wurde bekanntlich das große Thema „Cloud“ ausgeklammert – zu unreif seien die Technologien für Provisioning, Multi-Tenancy und Elastizität in der Cloud derzeit noch, hatte Oracles Linda DeMichiel im September 2012 erklärt. Nichtsdestotrotz sind zahlreiche, teils seit langem überfällige Aktualisierungen vorgenommen und vier neue Komponenten integriert worden: Java-API for WebSocket 1.0 (JSR-356), Java-API for JSON Processing 1.0 (JSR-353), Concurrency Utilities for Java EE 1.0 (JSR-236) und Batch Applications for the Java Platform 1.0 (JSR-352).

Im Gespräch mit JAXenter nennt Oracles Anil Gaur (Vice President Software Development) drei Hauptthemen für das Java-EE-7-Release: HTML5-Support (beispielsweise im so genannten „HTML5-friendly JSF Markup“), die Steigerung der Entwicklerproduktivität (etwa durch den generalüberholten Java Messaging Service und die Verallgemeinerung des Annotationskonzepts) und die Umsetzung wichtiger Enterprise-Anforderungen (wie der von Spring Batch inspirierte und maßgeblich von IBM beigesteuerte JSR-352 für Batch-Anwendungen).

Fast zeitgleich mit der Freigabe der Java-EE-7-Spezifikationen wurden auch zwei reale Codeartefakte mit Java-EE-7-Support released: Zum einen die Java-EE-7-Referenzimplementierung GlassFish 4.0, die ab sofort auf einer neu aufgemachten Homepage zur Verfügung steht. Zum anderen wurde die NetBeans-Entwicklungsumgebung in ihrer Version 7.3.1 auf Java EE 7 eingestellt.

Apropos IDEs – wo NetBeans steht, ist meist auch Eclipse nicht fern. Und so kommt in Oracles offizieller Pressemitteilung Eclipse-Foundation-Direktor Mike Milinkovich zu Wort, der den vollen Java-EE-7-Support im kommenden Eclipse Kepler verspricht: „Eclipse Kepler will ship with Java EE 7 support, thanks to the hard work of the Eclipse Web Tools Project (WTP) team. Early builds are available today, with a final build expected by the end of June, making this the quickest we have ever supported a new Java EE platform release.“

Der große Wurf?

Ist Java EE 7 nun der große Wurf, auf den wir gewartet haben? Nun, sicherlich hätte sich der eine oder andere ein „mutigeres“ Release gewünscht. Beispielsweise kommentierte die London Java Community die JMS-2.0-Spezifikation mit den Worten, JMS 2.0 hätte durchaus einen ambitionierteren Scope haben können: „The LJC views the messaging space as one in which further standardisation is possible and desirable, and urges interested JCP members to explore possibilities in this space“.

Doch immerhin kommt JMS 2.0 nach über neun Jahren der Stagnation zustande – so manch einer hätte das nicht mehr für möglich gehalten.

Wollten wir also eine abschließende Bewertung von Java EE 7 vornehmen, dann kommt mir das Prädikat „pragmatisch“ als Erstes in den Sinn. Statt sich in kontroversen Diskussionen über einen Cloud-Standard zu verlieren, der ohnehin nur für die wenigsten relevant wäre, hat man die realistischen und von einem breiten Konsens getragenen Baustellen abgeschlossen und dafür gesorgt, dass die Java-Community nicht (ganz) den Anschluss an die aktuell so dynamische Webentwicklung verliert.

Und somit steht der schnellen Verbreitung der Java-EE-7-Plattform eigentlich nichts im Wege. Viele der sechzehn Java-EE-6-konformen Application Server werden es in den nächsten Monaten GlassFsh gleichtun und die Unterstützung für Java EE 7 ins Programm aufnehmen. Selbst der große Enterprise-Konkurrent Spring hat angekündigt, in Spring 4, das übrigens noch in diesem Jahr kommen soll, Java EE 7 zu unterstützen. Ob die Erweiterungen in Java EE 7 allerdings Grund genug für Sie sind, Ihre bestehende Enterprise-Anwendung zu migrieren, müssen Sie selbst für sich entscheiden.

Auch wenn es manchmal etwas länger dauert: Oracle gelingt es, Releases abzuschließen. Diese Leistung gilt es zu würdigen. Und so schließe ich mit dem offiziellen Statement von Oracles Cameron Purdy (Vice President of Development, Oracle): „Java EE continues to be hugely popular, with continuing strong developer adoption and we’re very excited about Java EE 7. This is a great release with strong technology updates that meets the demands of today’s enterprises.“

Viel Spaß beim Lesen des Java Magazins wünscht

Hartmut Schlosser, Redakteur JAXenter
Twitter: @JAXenter