AtlasCamp 2010: Atlassian Entwicklerkonferenz

Claudia Fröhling

Bereits zum dritten Mal lud die australische Firma Atlassian zu ihrem jährlichen Entwicklertreffen AtlasCamp in den malerischen Seeort Half Moon Bay bei San Francisco ein.

Beim diesjährigen AtlasCamp waren neben Entwicklungsthemen auch die strategische Ausrichtung der Firma Atlassian auf der Tagesordnung. So bereitete CEO Scott Farquhar nach dem Einstieg der Risikokapitalfirma Accel bei Atlassian im Juli 2010 die Entwickler-Community auf eine weitere Wachstumsstrategie vor, bei der auch ein Börsengang eingeplant ist.

Atlassian ist vor allem wegen ihrer Wiki-Software Confluence, der Issuetracking-Software JIRA und anderer Entwicklungswerkzeuge bekannt. Der Erfolgsfaktor der Produkte von Atlassian ist deren Erweiterbarkeit und die Entwickler-Community. Durch ein Plug-in-System ähnlich wie bei Eclipse lassen sich die Produkte um benötigte Funktionen erweitern. So gibt es in dem so genannten Plugin Exchange beispielsweise für das Firmenwiki Confluence ca. 300 Plug-ins, mit denen Funktionalität wie Workflow oder besserer Export nach Word nachgerüstet werden können.

Schwerpunkt des AtlasCamp war das Plug-in-System. Seit zwei Jahren setzt Atlassian konsequent auf eine Produkt-übergreifende OSGi-basierte Lösung mit der beispielsweise zusätzliche Komponenten registriert oder die Oberfläche erweitert werden können. Ein Hauptaugenmerk war auch dieses Jahr wieder die einfache Entwicklung mit dem Maven-basierten Atlassian Software Development Kit (SDK). Integration Architect Don Brown stellte vor, wie zukünftig Java-Klassen auch ohne explizites Deployment bei einem Reload des Browsers neu geladen werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt waren Benutzeroberflächen. Atlassian setzt bei seinen Produkten auf jQuery und JSON und stellt Plug-in-Entwicklern APIs und Werkzeuge zur Verfügung mit denen die Tücken dieser Technologien umgangen werden können. Zum Beispiel bietet das neue REST Plug-in Annotation jenseits von JAXB an, mit denen Datensätze auch aus großen Datenmengen schrittweise abgerufen werden können.

Stefan Kleineikenscheidt ist Geschäftsführer der Firma K15t Software. Mit seiner Firma entwickelt er seit 2009 Werkzeuge für Wiki-basierte Dokumentation und Single Source Publishing. Als Software-Architekt in EAI- und Workflow-Projekten verwendet Herr Kleineikenscheidt seit 2002 Atlassian-Produkte.

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Claudia Fröhling
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