Neue Ufer auf dem Weg zu Apple

Apple und der Intel-Switch

Michael Steffens

Apple war schon immer gut für eine Überraschung. Steve „one more thing“ Jobs hat schon mehr als einmal einen Umbruch eingeleitet. Der charismatische Apple-Chef, der mit einem Jahresgehalt von 1 US-Dollar als schlechtestbezahlter Geschäftsführer in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen wurde, weiß seine „Jünger“ immer wieder aufs Neue zu begeistern.

Die Worldwide Developer Conference (WWDC) vom 6. bis 10. Juni 2005 war ein Event, auf den alle Apple-User und solche, die es werden wollen, gewartet haben. Die Gerüchteküche brodelte wieder, wie sie es regelmäßig vor solchen Ereignissen tat. Auf etlichen Sites wurde gemutmaßt, was Apple wohl wieder aus dem Hut zaubern würde. Hauptsächlich richteten sich die Hoffnungen auf ein neues PowerBook. Das alte PowerBook mit seinem betagten G4-Prozessor war in die Jahre gekommen und hatte, obwohl es sowohl preislich als auch entsprechend seiner Kategorie im Profi-Segment angesiedelt war, kaum noch etwas von einem Profi-Notebook. Das knapp neun Monate vorher renovierte iBook kam ausstattungs- und leistungsmäßig dem PowerBook sehr nahe, kostete aber erheblich weniger. Auch hier werkelte ein G4-Prozessor mit maximal 1.42 GHz, während im PowerBook ein Prozessor mit maximal 1.67 GHz seinen Dienst versah. Rufe nach einem G5-Prozessor für das PowerBook gab es schon lange. Das Problem, das Apple hatte, war, dass der im iMac und PowerMac verbaute Prozessor nicht für den Einsatz in Notebooks geeignet war. Er verbrauchte zu viel Energie und wurde deshalb auch viel zu warm. Eine mobile Variante wurde von IBM nicht angeboten und auch für die Zukunft nicht in Aussicht gestellt.

„Apple ist nicht unterwegs zu neuen Ufern, …

… die Ufer sind unterwegs zu Apple“. Sinngemäß damit und mit dem Satz „we like to have options“ ließ Apple am Abend des 6. Juni 2005 die Bombe platzen und erklärte, dass man künftig mit Intel zusammenarbeiten wolle und die ersten Intel-Macs in genau einem Jahr ausgeliefert werden würden. Ein Raunen ging durch den Saal und Ratlosigkeit verbreitete sich unter den Besuchern der WWDC. Sicher hat es Gerüchte gegeben, wie denn zum Beispiel ein neues PowerBook aussehen könnte. Die Tatsache, dass IBM sein Versprechen eines mobilen G5 nicht einhalten konnte, war bekannt. Andererseits hat es seitens Apple bis dahin nicht ein Anzeichen dafür gegeben, dass ein derartiger Wechsel geplant ist. Im Gegenteil: die Fortschrittlichkeit der G5-Prozessoren wurde immer wieder betont, und die G5 PowerMacs ließen, je nach Anwendung, manchen Intel-Rechner alt aussehen. Weshalb sollten die Prozessoren, die offiziell noch einen Tag vorher belächelt wurden, auf einmal gut genug für Apple sein? Nun, Intel hatte sich ja ebenfalls weiterentwickelt. Zur Zeit der G3- und G4-Prozessoren schienen Motorola und IBM immer eine Nasenlänge vor Intel zu sein. Und auch der G5 ist in mancher Hinsicht den Intel-Prozessoren überlegen. Das fängt damit an, dass mit dem G5 bei Apple schon 64-bit-Prozessoren in Desktop-Systemen verbaut wurden, als auf Intel-Systemen entsprechende Prozessoren im Serverbereich Einzug hielten. Und auch das Betriebssystem wurde mit Tiger (Mac OS 10.4) zum größten Teil 64-bit. Jetzt schien aber eine Grenze erreicht. Apple hatte den Eindruck, nicht mehr weiter zu kommen. Das PowerBook veraltet, der G5 war im Vergleich zu aktuellen Prozessoren von Intel und AMD auch nur noch „einer von vielen“. Der von IBM versprochene G5 mit 3.0 GHz war ebenfalls noch nicht in Sicht. Andererseits bekam Microsoft für seine zu Weihnachten 2005 geplante Xbox 360 von IBM einen PPC-Prozessor mit 3.2 GHz und 3 Kernen. Möglich, dass dies bei Apple sauer aufstieß, zumal die Abhängigkeit von IBM Apple sowieso ein Dorn im Auge war. Intel schien da die optimale Lösung anzubieten. Hier arbeitete man seit geraumer Zeit am Dual-Core-Prozessor, welcher sich sogar für den Einsatz im Notebook eignet. Der Stromverbrauch und die Hitzeentwicklung waren idealerweise niedrig und im direkten Vergleich ließen die neuen Prozessoren den G4-Prozessor hinter sich.

Geheimnisse

Zu Überraschung aller verkündete Steve Jobs weiter, dass das Mac OS X von Anfang an „zweigleisig“ entwickelt wurde. Man hatte sich offensichtlich schon immer ein Hintertürchen offen gehalten und sowohl Mac OS X für PowerPC-Prozessoren als auch für Intel-Prozessoren entwickelt. Gleichzeitig wurde eine Emulationssoftware mit dem Namen „Rosetta“ entwickelt, welche in der Lage war, für PowerPCs entwickelte Software transparent auf Intel-Macs auszuführen. Der Name „Rosetta“ lehnt sich hier an den berühmten „Rosetta-Stone“ an, welcher zum Durchbruch bei der Entschlüsselung der ägyptischen Hieroglyphen verhalf. Wenn man Mr. Jobs so zuhörte, schien es, als wäre die ganze Angelegenheit ein Klacks, so, als würde man künftig einfach nur eine andere Grafikkarte einbauen. Es gäbe keine Schwierigkeiten, Software müsse nur umkompiliert werden, im Falle von „Mathematica“ seien es 20 Zeilen Code von Millionen Zeilen gewesen.

Dass es nicht ganz so trivial ist, wie Jobs glauben machen wollte, fiel an diesem Abend etwas unter den Tisch. Der PowerPC-Prozessor unterscheidet sich in seiner Architektur grundlegend vom Intel-Prozessor. Eines der deutlichsten Unterschiede ist das so genannte „Byte-Ordering“ im Speicher, welches beim PowerPC mit dem höchstwertigen Byte anfängt, beim Intel-Prozessor allerdings genau umgekehrt. Der G4-Prozessor war in der Lage umzuschalten, was von Software wie VirtualPC von Microsoft genutzt wurde, um auch Windows und entsprechende Software auf einen Apple in einer virtuellen Umgebung auszuführen. Es dauerte, bis Microsoft mit Version 7 von VirtualPC eine auf einem G5 lauffähige Version auf den Markt brachte. Aber an diesem Abend wurde ausschließlich Optimismus verbreitet.

Steve Jobs führte Photoshop, Excel und Quicken auf einem Intel Mac in der Rosetta-Emulation vor und es schien so, als gebe es keinen Performance-Unterschied. Ein „Developer Transition Kit“ wurde mit einem 3.6 GHz Pentium 4 Mac versprochen, ausschließlich für Entwickler, welcher zum Preis von rund 1.000 US-Dollar angeboten werden sollte. Das Kit muss Ende 2006 zurückgegeben werden.

Adobe versprach, als erste Firma Software für Intel-Macs anzubieten und Adobe-Chef Bruce Chizen fragte scherzhaft: „Steve, warum habt ihr so lange gebraucht“. Als auch Intel-Chef Paul Otellini nach einer Schilderung zu Intels Geschichte und zur Beziehung zu Steve Jobs und Apple die Bühne verließ, jubelte der ganze Saal. Er hatte es wieder einmal geschafft. Eine Revolution bei Apple, keiner wusste wirklich, wie es weitergeht, die Aktien einer jeden anderen Firma würden möglicherweise fallen, doch hier tobte der Saal, die Apple-Jünger vertrauten ihren Meister und die Aktien stiegen.

Die nächste Überraschung

„In genau einem Jahr“, so verkündete Steve Jobs auf der WWDC 2005, „am 6.6.2006 werden die ersten Intel-Macs zur Verfügung stehen.“ Seitdem gab es, wieder einmal, viele Gerüchte. Welche Rechner werden die ersten sein? Wird das PowerBook endlich erneuert? Wann kommt ein neuer PowerMac? Was hat es mit dem Datum auf sich, dieses mit der teuflischen „666“? Einige Gerüchte waren realistisch, andere unrealistisch und wieder andere regten mehr zum Schmunzeln an, als dass man sie ernst nehmen konnte. Aber kaum einer ahnte, was wirklich passiert. Erst kurz vor der MacWorld Expo in San Francisco im Januar 2006 überschlugen sich die Ereignisse. Es schien sicher, es kommt ein Intel Mac. Und tatsächlich, ein halbes Jahr früher als geplant wurde sowohl ein neuer iMac als auch ein neues PowerBook, mit dem Namen MacBook Pro vorgestellt. Der iMac, welcher noch im Oktober „renoviert“ wurde, kam nun in der 17″-Version mit einem 1.83 GHz Intel-Core Duo Prozessor und einer 20″-Version mit einem 2.0 GHz Intel-Core Duo Prozessor daher. Die Leistungssteigerung beträgt laut Apple etwa das zweifache des G5 iMac. Von außen sind die iMacs kaum von ihren Vorgängern zu unterscheiden, „unter der Haube“ sind sie jedoch komplett neu. Der iMac war sofort lieferbar.

Gleichzeitig wurde für Februar das MacBook Pro angekündigt, welches das PowerBook ablösen sollte. Geplant war ein Notebook mit 15″ Breitbild-Monitor. Es sollte ein 1.67, ein 1.83 oder ein 2.0 GHz Intel-Core Duo Prozessor zur Auswahl stehen. Tatsächlich entschied man sich aber kurzfristig um. Im Februar erschien dann ein mit 1.83 und ein mit 2.0 GHz getaktetes MacBook Pro. Alternativ wurde für knapp 300 Euro mehr ein Modell mit 2.16 GHz angeboten. Auch das MacBook Pro unterscheidet sich optisch nur marginal vom Vorgänger, dem PowerBook. Es hat dasselbe, edle Alu-Gehäuse, ist etwas flacher und etwas breiter. Die Produktion des PowerBook 15″ wurde eingestellt, sodass es nur noch ein 12″ und ein 17″ PowerBook gab.
Beim MacBook Pro nennt Apple hier als Leistungssteigerung den Faktor 4, da im alten PowerBook ja lediglich nur ein G4 verbaut wurde. Und tatsächlich, viele Anwendungen sind schneller, andere Anwendungen sind ein wenig langsamer und wieder andere sind in etwa gleich schnell. Man kann sagen, dass die für Intel-Macs entwickelten Anwendungen durchaus an Geschwindigkeit zulegen, vor allem, wenn sie Gebrauch von den beiden Prozessorkernen machen. Alte, für den PowerPC-Prozessor entwickelte Anwendungen, laufen fast ebenso schnell wie auf den PowerPC-Mac, unter Umständen sogar langsamer. Hier schaltet sich unbemerkt die Emulationssoftware Rosetta dazwischen, sodass man im Grunde kaum feststellen kann, ob es sich um Software für PowerPC oder um so genannte „Universal Binaries“ handelt. Leider gab es im Januar oder Februar kaum Software, die nativ für Intel-Macs entwickelt wurde. Apple hatte die Entwickler einfach überrumpelt. Man war noch nicht soweit. Schlimmer noch, Adobe hatte ursprünglich angekündigt, als erstes Unternehmen Software für den Intel-Mac anzubieten, und teilte nun mit, dass es für die aktuelle Creative Suite 2 kein Update geben würde. Eine Unterstützung für Intel-Macs würde es erst mit dem nächsten Produktupdate geben. Auch Microsoft teilte mit, dass man zwar mit Hochdruck an einer neuen Office-Version arbeite, eine Veröffentlichung derzeit aber nicht absehbar sei. Glücklicherweise arbeitet Rosetta so gut, dass diese Nachrichten nicht so schlimm sind, wie sie scheinen. Microsoft Office für Mac funktioniert in der Emulation beinahe einwandfrei und auch Adobe Photoshop zeigt kaum Einschränkungen. Kleinere Entwickler haben ihre Produkte derweil umgestellt und es macht den Eindruck, dass sich die Portierung tatsächlich nicht so schwer gestaltet.

Währenddessen stellt Apple nach und nach die gesamte Produktpalette um. Im Februar erschien der Mac mini mit Intel-Core-Solo oder Intel-Core Duo, im April wurde das MacBook Pro mit 17″ Monitor vorgestellt, welches auch wieder den beim kleineren MacBook Pro vermissten FireWire 800 Anschluss hat und auch die beliebten iBooks, die kleineren Notebooks von Apple, wurden im Mai von den MacBooks abgelöst.

Alles Windows oder was?

Direkt nach Bekanntgabe, dass Apple Intel-Chips verbauen wird, wurde drauflos spekuliert. Kann man denn dann das Betriebssystem OS X auf einem Aldi-Rechner installieren? Funktioniert Windows dann auch auf einem Apple, und zwar ohne Emulation? In den Foren und Blogs häuften sich die Fragen, die Informationen, die Ängste und die Erfolgsmeldungen. Steve Jobs hat eigentlich ganz deutlich gesagt, dass er alles unternehmen wird, damit Mac OS X nicht auf einem „gewöhnlichen“ PC läuft. Auch die Lizenzbestimmungen von Mac OS X verbieten einen Einsatz außerhalb eines Apple-Computers. Dies lässt sich auch ganz einfach mit dem Trusted-Platform-Modul, kurz TPM, realisieren. Das TPM ist ein Hardware-Dongle auf dem Mainboard. Apple hat mittlerweile sein Mac OS X so modifiziert, dass es auf „Nicht- Intel-Macs“ nicht laufen kann.

Andererseits war von Apple zu hören, dass man nichts dagegen unternehmen werde, um Windows von Apple-Computern fernzuhalten. Und tatsächlich war kurze Zeit, nachdem die ersten Intel-Macs veröffentlicht wurden, auch Windows auf diesen zu finden. Das ganze funktionierte nicht einwandfrei, nicht zuletzt wegen der mangelnden Treiberunterstützung. Auch gab es Bilder von Mac OS X auf normalen PCs. Einige wurden als Fälschungen entlarvt, andere sind möglicherweise echt, jedoch mit einer fragwürdigen Stabilität und Performance – und mehr als nur am Rande der Legalität. Viele PC-Nutzer schienen danach zu lechzen, einen Apple zu besitzen und dennoch nicht auf das gewohnte Betriebssystem verzichten zu müssen. Während im Internet verschiedene „How-to“s kursierten, wie man Windows auf Apple installiert, gab Apple kurzerhand eine Software namens „Bootcamp“ zum kostenlosen Download frei. Die Beta-Version, die absolut stabil läuft, soll ein Bestandteil des Ende diesen Jahres zu erwartenden Updates des Mac OS X mit dem Namen „Leopard“ (10.5) sein. Apple übernimmt keinen Support und überlässt die Software auf eigene Verantwortung.

Der Start

Man benötigt eine Vollversion von Windows XP mit dem Service Pack 2. Startet man Bootcamp, wird zuerst eine Treiber-CD auf einem Rohling erstellt. Danach kann man auf einer zweiten Partition Windows XP installieren und nach erfolgreicher Installation mit der Treiber-CD aktualisieren. Von da an kann man beim Systemstart entscheiden, ob man Windows oder Mac OS starten möchte. Da Windows nicht in einer Emulation läuft, kann man beispielsweise mit einem MacBook Pro genauso arbeiten wie mit einem Notebook von Acer, Sony oder irgendeiner anderen Marke. An ein etwas anderes Tastaturlayout gewöhnt man sich schnell, so liegt das @-Zeichen auf „ALT-L“ und eine Windows-Taste gibt es natürlich auch nicht.

Einen anderen Weg beschreitet Parallels. Da die Intel-Core-Prozessoren die neue Intel Virtualization Technology unterstützen, setzt Parallels hier an. Hierbei ist der Prozessor in der Lage, den Computer virtuell aufzuteilen und somit mehrere Rechner vorzugaukeln. Der Vorteil hierbei ist, dass der Nutzer parallel zwei Systeme nebeneinander laufen lassen kann. Dateien können direkt zwischen den verschiedenen Systemen ausgetauscht werden. Das gesamte System wird entsprechend langsamer.

Bei der „Bootcamp“-Lösung läuft Windows nicht in einer virtuellen Umgebung und somit schneller. Ein Datenaustausch zwischen den Systemen oder ein direkter Zugriff von einem auf das andere System ist damit aber leider nicht möglich.

Neue Ufer, neue Möglichkeiten

Apple hat seine Entwickler seit der Einführung von Mac OS X im März 2001 schon immer verwöhnt. Man hat die Möglichkeit, sich bei der Apple Developer Connection (ADC) anzumelden und sich mit anderen Entwicklern auf der ganzen Welt auszutauschen. Weiterhin gibt es bezahlte Mitgliedschaften, die je nach Bedarf gestaffelt ist. Ein Student erhält beispielsweise für jährlich rund 100 US-Dollar ein monatliches Mailing mit Zugriff auf einen großen Software-Pool und die aktuelle Version des Betriebssystems. Und einmal im Studentenleben kann er sich zu vergünstigten Konditionen einen Rechner im Apple-Store kaufen.

Für 500 US-Dollar jährlich gibt es die Select-Mitgliedschaft die auch Pre-Release Software enthält sowie viele andere Vorteile. Für 3.500 US-Dollar jährlich ist die Premium-Mitgliedschaft zu haben.

Ungeachtet dessen liefert Apple schon von Haus aus eine komplette Entwicklungsumgebung mit. Xcode ist eine komplette IDE und unterstützt alle gängigen Sprachen. Java ist direkt eingebunden und muss nicht extra installiert werden. Die Standard-Programmiersprache für Mac ist Objective-C. Hierbei handelt es sich um ein zur objektorientierten Programmierung erweitertes C. Die Syntax ist an Smalltalk angelehnt und strikt von der prozeduralen C-Syntax getrennt. Das API nennt sich Cocoa. Im Großen und Ganzen hat sich für den Apple-Entwickler durch den Switch nicht viel getan. Der Compiler erzeugt fat-Binaries, die sowohl auf Intel- als auch auf PowerPC-Rechnern laufen. Diese Software trägt dann auch das „Universal Binary“-Logo. Für Java-Programmierer gibt es so gut wie keine Änderungen. Die Tatsache, dass Java-Anwendungen prinzipiell multiplattformfähig sind, macht den Switch zu Intel zu keiner großen Sache.

Interessant könnte die Angelegenheit möglicherweise für Entwickler werden, welche bisher ausschließlich auf Intel-Rechnern für Windows programmiert haben. Es ergibt sich nun die Möglichkeit, ohne großen Aufwand über den Tellerrand zu schauen oder parallel für zwei Betriebssysteme zu programmieren. Auch Web-Programmierer haben es künftig einfacher, ihre Produkte auf verschiedenen Plattformen zu testen und zu optimieren. Sicherlich hat Apple diese Möglichkeiten im Hinterkopf gehabt und hofft, auf diese Weise viele Interessenten zu gewinnen. Denn so kann man sich einen iMac kaufen, ohne Angst zu haben, dass die Windows-Software nicht mehr läuft. Schnell merkt der neue „Macianer“, dass das Leben mit einem Apple irgendwie anders ist. Kein Hype nach Prozessorgeschwindigkeit, keine Jagd nach dem immer Neuesten, noch keine Viren, vergleichsweise wenig Sicherheitslücken, ein stabiles System auf Unix-Basis. All das macht einen Apple-User entspannter, bis eines Tages wieder einmal Steve Jobs auf die Bühne tritt und nach einer mittellangen Rede die Worte anfügt: „.one more thing!“

Michael Steffens beschäftigt sich seit den 80er Jahren mit Computern und Programmierung. Er ist aktives Mitglied der AppleCommunity www.apfeltalk.de.
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Michael Steffens
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