Die Highlights von der API Conference 2018

APIs als Produkt und als interne Technologie: Take-aways von der API Conference 2018

Thomas Petzinna

© Shutterstock / isleem

Die API Conference 2018 findet in dieser Woche statt. Wir berichten auch heute wieder aus Berlin über die Konferenz-Highlights. Die wachsende API-Economy in allen ihren Ausprägungen und die anspruchsvollen technischen Herausforderungen standen im Mittelpunkt der hochinformativen Sessions.

Die API-Welt ist vielfältig, das zeigte sich auf den zahlreichen Vorträgen der API Conference in Berlin. Von API Management in Zeiten von Cloud-nativen Architekturen bis zu Themen rund um die interne und externe Integration reichte die Vielfalt des Programms. Wir haben einige Take-aways für euch zusammengestellt.

Take-away #1: SOA, API und nun Microservice Management – wie man Erfolg hat!

In seiner Keynote richtete Cedric Monier (Axway) einen Blick auf die Geschichte von SOA, API und Microservices. SOA hatte seine eigenen Herausforderungen und wurde nicht immer als großer Erfolg wahrgenommen. Außerdem verursachte SOA enorme Investitionskosten. API-Management öffnete die Tür für den einfachen internen und externen Gebrauch und ließ sich mit Self-Service, DevOps und Multi-Cloud verbinden. Microservices Management ebnet, mit Helfern wie Istio, den Weg zu einer intuitiven Benutzbarkeit. Der Weg zum Massenmarkt steht offen. Wie kann man die API-Explosion bewältigen? Mit großen Organisationen? Monier sagt, es braucht effiziente, schnelle, kleine Teams. Keine Frage: Die Komplexität des Microservices-Management kann man nicht mit komplexen Organisationsstrukturen bewältigen.

Take-away #2: Microservices testen ist eine harte Aufgabe

Das Testen von Microservices ist eine Herausforderung. Dies liegt daran, dass sie trotz ihrer Unabhängigkeit oft noch über API-Aufrufe gekoppelt sind. Diese Kopplung kann zu Problemen führen. Wie aber Testen? Zu viel Vertrauen in langsame und spröde End-to-End-Tests sollte man nicht legen. Oftmals sind auch die Microservice-Abhängigkeiten schwer zu verstehen. Andrew Morgan (Independant) hat sich dem Testing von Microservices mit Consumer-driven Contracts verschrieben und zeigte in seiner Session einen guten Weg auf, um Microservices zu testen. Sein einfaches Fazit: Don´t build an test microservices like a monolith!

Take-away #3: Escape from the Versioning Hell!

„Mapping-Schichten sind das Tor zur Versionierungshölle“. Arne Limburg (OPEN KNOWLEDGE) zeigte auf, wie schnell man sich im Support alter Versionen verlieren kann. In vielen Unternehmen ist nur eine Person für das Warten der API zuständig. Wechselt diese Person das Unternehmen ist das Wissen weg und das API-Chaos beginnt. Arne Limburg zeigte in seiner Session, wie man mit automatisiertes Mapping und mit einer schlanken Architektur zu Beginn, die Schnittstellen weiterentwickeln kann, ohne sich später im Versionierungswahnsinn zu verzetteln. Fazit: Don´t break the Client!

Take away #4: API-Management – was braucht man um erfolgreich zu sein?

Ein weiteres Highlight zeigte sich in der Session von Carsten Sensler und Andre Karalus (ArtofArc). Gleich zu Beginn teilten diese die APIs in zwei Ausprägungen ein: „API as Product“ (external Strategy) und „API for integration“ (internal Technology). Bei den APIs as Product machte Carsten Sensler dabei erfolgreiche digitale Unternehmen an fünf Punkten fest: Immer den Kundenfokus im Blick halten, kein „Stammgeschäft“ haben (anpassungsfähiges Businessmodell), nicht alles selber machen (offen für Partner), eine effiziente und kraftvolle IT unterhalten und die entsprechende Kultur und Organisation leben. Am Ende des eindrucksvollen Vortrages wurde deutlich: Trotz des Hypes sind APIs keine „one fits all solution“ für eine Unternehmensweite Integrationsarchitektur.

Die API Conference findet vom Montag, 24. September bis Mittwoch 26. September 2018 in Berlin statt und bietet topaktuelle Sessions und Keynotes. JAXenter ist dabei und berichtet live vor Ort.

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Thomas Petzinna
Thomas Petzinna
Thomas Petzinna studierte Wirtschaftskommunikation an der FHTW Berlin. Als Spezialist für strategisches Content Marketing, SEO und Social Media liegt sein Fokus darüber hinaus auf das Thema Digitalisierung. Bei Software & Support Media ist er als Redakteur für entwickler.de und das PHP Magazin zuständig.
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