Interaktive Analyse extrem großer Datenmengen

Apache Kylin 1.2 mit Excel- und Power-BI-Integration

Michael Thomas

© Shutterstock.com/Craig Hanson

Kurz vor dem Weihnachtsfest konnten sich die User der Distributed Analytics Engine Apache Kylin über ein Update freuen: Version 1.2 des nach dem chinesischen Fabeltier „Qilin“ benannten quelloffenen Projekts bringt insgesamt 44 Änderungen mit sich.

Neben 20 Bugfixes und zahlreichen allgemeinen Verbesserungen – so können nun beispielsweise bereits vorhandene Cubes umbenannt werden und das Speicherbudget für Abfragen ist ab sofort konfigurierbar – hat das Entwicklerteam sein bereits seit längerem bestehendes Versprechen eingelöst und eine Integration von Microsoft Excel sowie der cloudbasierten Business-Intelligence-Lösung Power BI realisiert.

Sämtliche Änderungen sind in den offiziellen Release Notes aufgelistet. Die aktuelle Version liegt bei der Apache Software Foundation zum Download bereit. Ein Web-Tutorial steht auf der Projektseite zur Verfügung.

Über Apache Kylin

Ursprünglich von Ebay entwickelt, trat die quelloffene Distributed Analytics Engine Kylin im November 2014 in den Inkubator der Apache Foundation ein; Anfang Dezember 2015 wurde sie in den Rang eines Top-Level-Projekts erhoben.

Apache Kylin bietet Online Analytical Processing (OLAP), eine hypothesengestützte Analysemethode. Die Engine basiert auf Haadop und unterstützt ANSI SQL und damit die meisten ANSI-SQL-Query-Funktionen. Kylin ermöglicht die interaktive Analyse von extrem großen Datenmengen, wobei Latenzen unter einer Sekunde in Aussicht gestellt werden; die Leistungsfähigkeit der Kylin-Abfragen soll besser sein als die von Hive-Queries. Mit Datenwürfeln – den MOLAP Cubes – können Anwender Datenmodelle definieren und in Kylin mit über 10 Milliarden Rohdatensätzen vorbauen. Die Analytics Engine lässt sich außerdem in Business Intelligence Tools integrieren.

Kylin hat enge Verbindungen zu anderen Apache-Projekten. Als SQL Engine kommt das Data Management Framework Apache Calcite zum Einsatz. Der Kylin Interpreter wiederum ermöglicht eine Zusammenarbeit mit dem Datenvisualisierungs-Tool Apache Zeppelin. Die Engine nutzt außerdem unter anderem Spark, Kafka, HBase und Zookeeper.

Aufmacherbild: A qilin of the Qing dynasty von Shutterstock / Urheberrecht: Craig Hanson

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Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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