Das ist neu!

Apache Kafka 2.4 bringt neues Java-Autorisierungs-API

Katharina Degenmann

© Shutterstock / spainter_vfx

Die Open-Source-Plattform Apache Kafka ist vor allem im Kontext von Big-Data-Anwendungen beliebt, bei denen viele Datenströme verarbeitet werden müssen. Die Stream-Processing-Software ist nun in Version 2.4 erschienen und hat ein neues Java-Autorisierungs-API sowie Support für Non-Schlüsselverbindungen in KTable im Gepäck.

Mehr als acht Jahre ist es her, seit Apache Kafka initial veröffentlicht wurde, damals noch vom Business-Netzwerk LinkedIn. Doch bereits kurze Zeit später wurde es Teil des Ökosystems der Apache Software Foundation und steht seitdem quelloffen zur Verfügung. Maßgeblich vorangetrieben wird die Entwicklung des Big-Data-Frameworks von dem Unternehmen Confluent, das von den ursprünglichen Entwicklern Apache Kafkas gegründet wurde.

Apache Kafka 2.4: Neuerungen und Verbesserungen

Version 2.4 ist ein relativ großes Update für die Plattform und bringt einige Verbesserungen und neue Features für die diversen Bereiche des Frameworks mit sich. Diese werden in Form von sogenannten KIPs (Kafka Improvement Proposals) von der Community und den Entwicklern diskutiert, ein ähnliches Konzept kennt man auch von Java (JEPs).

Mit KIP-392 unterstützt Kafka nun das Lesen von Nachfolge-Repliken. Dies gibt dem Broker die Möglichkeit, die Nutzer auf benachbarte Replikate umzuleiten, um Kosten zu sparen.

Unter der Kennziffern KIP-504 verbirgt sich ein Java-Autorisierungs-API, das mit anderen Pluggable-Schnittstellen im Broker kompatibel ist. Mehrere Einschränkungen im aktuellen Scala-Autorisierungs-API, die nicht behoben werden konnten ohne die Kompatibilität zu beeinträchtigen, wurden mit dem neuen API beseitigt. Das API unterstützt zudem asynchrone ACL-Updates mit Batching und benötigt nur eine Abhängigkeit von der JAR des Clients.

Kafka Connect und Kafka Stream

Ebenfalls neu mit an Bord ist der MirrorMaker 2.0 – eine neue Multi-Cluster- und Datacenter-übergreifende Replikations-Engine, die auf dem Connect Framework aufbaut. Dieses Tool enthält mehrere Funktionen, die für die Notfallwiederherstellung entwickelt wurden, einschließlich clusterübergreifender Konsumentenkontrollpunkte und Offset-Synchronisationen.

Schließlich bringt Kafka 2.4 im Bereich Stream Unterstützung für Non-Schlüsselverbindungen in KTable mit. Bisher erlaubte die domänenspezifische Streams-Sprache (DSL) nur Table-Table-Verbindungen, basierend auf dem Primärschlüssel der verbindenden KTables. Wenn nun eine KTabelle (linke Eingabe) mit einer anderen KTabelle (rechte Eingabe) verknüpft wird, die auf einem angegebenen Fremdschlüssel als Teil der Wertfelder basiert, ist das Verknüpfungsergebnis eine neue KTabelle, die auf dem ursprünglichen Schlüssel der linken KTabelle kodiert ist.

Eine vollständige Liste der Änderungen findet sich in den Release Notes auf der Homepage der Apache Software Foundation, etwas mehr Details zu den Highlights gibt es im offiziellen Blog-Post und im folgenden YouTube-Video von Tim Berglund, Apache Kafka Developer Advocate.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina ist hauptberuflich hilfsbereite Online- und Print-Redakteurin sowie Bücher- und Filme-Junkie. Nebenbei ist sie Möchtegern-Schriftstellerin, die heimlich hofft, eines Tages ihr Geld als Kaffee-Testerin zu verdienen. Von Februar 2018 bis Februar 2020 hat sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH gearbeitet, davor hat sie Politikwissenschaft und Philosophie studiert.
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