Apache CloudStack 4.2 mit neuer Plug-in-Architektur

Apache CloudStack, eine integrierte Software-Plattform für Infrastructure-as-a-Service-Anwendungen, ist in Version 4.2.0 verfügbar. An Bord sind insgesamt 57 neue Features. Mit dieser Version verfolgte das Entwickler-Team vorrangig dreierlei Anliegen: eine optimierte Unterstützung für heterogene Workloads, eine neue Plug-in-Architektur für Third Parties sowie bessere Netzwerkfunktionalitäten.

Ressourcen können ab der neuen Version in geographische Einheiten – Regionen – eingeteilt werden. Eine Region gliedert sich in mehrere benachbarte Verfügbarkeitszonen, von denen jede einem Rechenzentrum entspricht. Der Nutzer kann damit Virtual Machines in verschiedenen, auch weit voneinander entfernten Regionen deployen. Die dadurch ermöglichte Verteilung der Cloud-Dienste soll für eine höhere Ausfallsicherheit und Skalierbarkeit sorgen.

Des Weiteren ist nun eine Plug-in-basierte Objektspeicherlösung enthalten, die von Third-Party-Software wie Amazon Simple Storage Service (S3) bereitgestellt und mithilfe von speziellen Plug-ins in CloudStack integriert wird. In diesem so genannten Sekundären Speicher (Secondary Storage) werden u. a. Templates, ISO-Abbilder und Snapshots abgelegt. Durch ihn werden sekundäre Daten in mehreren Zonen einer Region verfügbar.

Um CloudStack mit Plug-ins erweitern zu können, muss der Plug-in-Entwickler den JavaScript-Code, ein Thumbnail-Bild, das Plug-in-Listing und eine CSS-Datei einreichen. Der CloudStack-Administrator fügt das Plug-in dann dem entsprechenden Ordner hinzu. Nach einem Browser-Refresh steht das Plug-in bereits zur Verfügung.

In der neuen Version unterstützt CloudStack nun auch IPv6 und portable IPs. Ebenso ergänzt wurden Funktionalitäten zur besseren Unterstützung von Virtual-Private-Cloud-(VPC-)Anwendungen. Letztere werden nun auch von KVM-Hypervisoren unterstützt. Weitere Neuerungen lassen sich den Release Notes entnehmen.

Die Open-Source-Plattform CloudStack stellt einen umfassenden Technologiestack zur Einrichtung und Verwaltungen von privaten, öffentlichen oder hybriden IaaS-Systemen bereit, u. a. ein User Interface, ein API und Network-as-a-Service-Funktionalitäten. Die ursprünglich vom Cloud-Anbieter Citrix entwickelte Plattform ist vergangenen März zum Apache-Top-Level-Projekt erklärt worden. Unterstützt werden die Hypervisoren VMware, KVM, XenServer und die Xen Cloud Platform (XCP).

Die neue Version von CloudStack kann über die Download-Seite von Apache bezogen werden. Sie steht unter Apache-2.0-Lizenz.

 

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