Refaktorisierte Hauptversion

Ansible 2.0 mit rund 200 neuen Add-ons

Michael Thomas

© Shutterstock.com/Tashatuvango

Das in Python geschriebene IT-Automatisierungs- und Konfigurationsframework ist, als Ergebnis einer umfassenden Refaktorisierung, in Version 2.0 erschienen. Es handelt sich um das bislang größte Update seit die quelloffene Plattform von Red Hat übernommen wurde.

Die Features zielen den Entwicklern zufolge darauf ab, die Leistungsfähigkeit und den Funktionsumfang von Ansible zu erhöhen und gleichzeitig die Abwärtskompatibilität zum bestehenden Skript- und Modulökosystem zu gewährleisten.

Features

Bislang boten die unter dem Namen „Playbooks“ laufenden Ansible-Skripte keinen Mechanismus, der die Gruppierung von Tasks in logischen Einheiten erlaubt; auch die Fehlerbehandlung lies zu wünschen übrig. Dem schafft Ansible 2.0 mit den sogenannten „Task Blocks“ Abhilfe: Mit diesen hält die Ausnahmebehandlung Einzug in die Playbooks, zudem können innerhalb eines Blocks Aktionen zusammengefasst werden, die nur bei der Erfüllung definierter Bedingungen eintreten.

Ein neues Plug-in betrifft die Ausführungsstrategien: In früheren Versionen von Ansible stand nur eine „lineare“ Strategie zur Verfügung, d. h. ein Task wird auf allen Hosts ausgeführt, bevor der nächste Task in Angriff genommen wird. In Ansible 2.0 steht nun auch eine „freie“ Strategie zur Verfügung. Diese erlaubt es jedem Host, eine eigene Task-Liste abzuarbeiten, ohne auf die anderen Hosts warten zu müssen, was deutliche Geschwindigkeitsvorteile verspricht.

Des Weiteren bietet Ansible 2.0 rund 200 neue Add-ons (Module), die sich u. a. um die Verwaltung von OpenStack, die Ausweitung der Unterstützung von Amazon Web Services und Docker, sowie die Konfiguration und Verwaltung von VMware- und Windows-Umgebungen drehen.

Weiterführende Informationen zu den neu eingeführten Funktionen sowie möglichen Inkompatibilitäten zu existierenden Playbooks können der Release-Mitteilung sowie dem ausführlichen Changelog entnommen werden.

Aufmacherbild: Cogwheel Gear Mechanism Icon von Shutterstock / Urheberrecht: Tashatuvango

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Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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