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Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Die Anmeldeinformationen mitnehmen und wie AMP Stories Geschichten in Bildern erzählt

Carina Schipper

Jeden Nutzernamen und jedes Passwort für jede App auf dem neuen Smartphone eingeben zu müssen, ist nervig. Um genau das Nutzern zu ersparen versorgt Google App-Entwickler mit einigen neuen Tools. Bei den AMP Stories geht es dem Unternehmen eher darum, Inhalte wie Bilder, Videos und Grafiken noch ein bisschen schicker zu machen. Was sonst noch so auf dem Androiden-Planeten passiert? Das Samsung Galaxy S6 bekommt vielleicht doch noch Android 8.0.

Damit auch nichts verloren geht

Ein neues Smartphone ist eine schöne Sache. Herrlich, was es im Vergleich zu seinem Vorgänger alles kann. Es glänzt noch so schön neu, hat keine Kratzer oder Macken. Aber Moment, was ist eigentlich mit den ganzen Apps? Nutzer wollen, dass alle Apps gleich nach dem Auspacken des neuen Hosentaschencomputers mit Telefonfunktion funktionieren. Wie beim alten Smartphone eben. Nutzer registrieren sich, um neue Accounts anzulegen, aktivieren sie und bleiben dem App-Entwickler dann erhalten, wenn sie die App für nützlich halten. Android-Apps mehr Informationen als eine durchschnittlichen Web-Sitzung. Der Nutzer muss sein Passwort oft lange nicht eingeben. Es sei denn, er hat ein neues Smartphone. Bei einigen dauert es Jahre, bis sie sich ein neues Gerät anschaffen. Insgesamt wird jedoch ein großer Teil derjenigen, die eine App nutzen, jedes Jahr ein neues Telefon erhalten. Das Android Developers Team greift Entwicklern mit verschiedenen Tools unter die Arme, die ihnen dabei helfen, dass ihre User eingeloggt, engagiert und zufrieden sind, wenn sie ihre App auf einem neuen Telefon nutzen.

Auto Backup for apps für Apps sollte für jede Anwendung konfiguriert werden. Dieses Feature macht genau das, was es sagt: es sichert automatisch App-Daten. Wenn ein Nutzer also ein neues Smartphone in Betrieb nimmt, werden seine App-Daten automatisch wiederhergestellt, bevor die App gestartet wird.

Log-in verbessern

Wer ein neues Smartphone zu ersten Mal benutzt, möchte sehr wahrscheinlich nicht alle Passwörter erneut eingeben müssen. Die Apps sollen sich von selbst daran erinnern. Entwicklern stehen verschiedene Wege offen, das zu erreichen. Google Sgin-In dient dazu, die Anmeldung möglichst reibungslos zu gestalten. Google Smart Lock und Autofill vereinfachen den Prozess. Mithilfe von Smart Lock for Passwords API lassen sich Passwörter sicher speichern. Zusätzlich sollten sich Entwickler überlegen, das Account Transfer API zu verwenden. Durch das API ist die App in der Lage, Anmeldeinformationen von einem alten Telefon auf ein neues zu übertragen. All diese Tools helfen Entwicklern dabei, App-Nutzern eine reibungslose User Experience zu bieten. Die App funktioniert auf dem neuen Handy, genau wie auf dem alten Gerät. Wer mehr Informationen dazu möchte, wird auf den Android Developers Blog fündig.

AMP Stories: visuelle Geschichtenerzähler ins offene Web bringen

Das AMP Story-Format ist eine kürzlich gestartete Ergänzung des AMP-Projekts, das Content Publishern ein mobiles Format zur Verfügung stellt, um Nachrichten und Informationen als visuell ansprechende, durchschlagende Stories zu liefern.

Auf mobilen Geräten durchstöbern die Nutzer viele Artikel, aber sie beschäftigen sich nur mit wenigen Details. Bilder, Videos und Grafiken fallen schneller auf, als blanker Text. Mit ihnen lässt sich die Aufmerksamkeit der Leser erregen und festhalten. Google hat sich mit einer Gruppe von Verlagen zusammengetan, um gemeinsam an der Entwicklung eines Story-fokussierten Formats in AMP zu arbeiten. Die Partner wollen mit dem neuen Format kreative und visuell reichhaltige Möglichkeiten des Geschichtenerzählens bieten, die speziell für Mobiltelefone entwickelt wurden.

Technische Hürden senken und sich auf das Storytelling konzentrieren

Geschichten visuell im Web mit einer schnellen und reibungslosen Leistung zu erzählen, an die sich Benutzer in nativen Anwendungen gewöhnt haben, kann eine Herausforderung sein. AMP Stories werden auf der technischen Infrastruktur von AMP aufgebaut, um ein schnelles, schönes Erlebnis im mobilen Web zu ermöglichen. Wie jede mögliche Webseite, hostet ein Verleger eine AMP story HTML page auf seiner Website. Er kann sie mit allen anderen Seitenbereichen verbinden. Wie bei allen Inhalten im AMP-Ökosystem, können Discovery-Plattformen Techniken wie vorgerenderte Seiten, optimiertes Laden von Videos und Caching einsetzen, um die Bereitstellung an den Endbenutzer zu optimieren. AMP Stories zielen darauf ab, die Produktion von Stories aus technischer Sicht so einfach wie möglich zu gestalten. Das Format wird mit voreingestellten, aber flexiblen Layoutvorlagen, standardisierten UI-Controls und Komponenten für die gemeinsame Nutzung und das Hinzufügen von Folgeinhalten geliefert. Ab sofort lassen sich AMP Stories über die Developers Preview auf der eignen Website testen. Wer neugierig ist und AMP Stories ausprobieren möchte, kann sich das Tutorial und die Dokumentation anschauen.

Werbeaktionen bei Google Play besser tracken

Werbeaktionen dienen als Instrument, bestehende User zu motivieren und neue anzuziehen, indem sie Inhalte oder Funktionen einer begrenzten Anzahl von Nutzern kostenlos zur Verfügung stellen. Durch die Verbesserung des Google Play Developer APIs können Entwickler ihre Werbeaktionen leichter vom eigenen Backend verfolgen. Ab sofort gibt das API für Purchases.products Promo als neuen Wert für das Feld purchaseType zurück, wenn der Benutzer einen Promo-Code einlöst. Nun, die möglichen Werte sind: 0. Test (test purchases) und 1. Promo (Promo code redemption purchase). App-Entwickler sollten allerdings im Hinterkopf behalten, dass dieser Zustand nur vom Purchases.products API zurückgegeben wird. Für Abonnements müssen sie Testversionen einsetzen, um kostenlose Abozeiträume anzubieten. Mehr Details zum Thema gibt es in der In-app-Promotions-Dokumentation. Informationen zum server-side API liefert die Google-Play-Developer-API-Dokumentation.

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Erreicht Oreo doch noch das Samsung Galaxy S6?

Eigentlich war die Sache schon klar: das drei Jahre alte Samsung Galaxy S6 und seine Schwestermodelle sollten in Sachen Android Oreo leer ausgehen. Samsung liefert gerade das Update auf Android 8.0 für das Galaxy S8 und S8+ aus. Jetzt hat T-Mobile allerdings für etwas Verwirrung gesorgt. Auf der US-amerikanischen Seite zum Galaxy S6 verkündet der Konzern, sich mit dem Gerätehersteller geeinigt zu haben, ein neues Softwareupdate zu unterstützen. In Deutschland ist die Lage nicht ganz so eindeutig. Normalerweise setze Samsung in Europa und Nordamerika auf unterschiedliche Prozessoren. Bei S6 sei das aber nicht der Fall gewesen, hier käme in allen Geräten der Samsung-eigene Prozessor Exynos 7420 zum Einsatz, schreibt ANDROIDPIT. Es besteht also Hoffnung, dass sich Galaxy-S6-Besitzer auch hierzulande über ein Oreo-Update freuen können.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis bald!

Geschrieben von
Carina Schipper
Carina Schipper
Carina Schipper ist seit 2017 Redakteurin beim Java Magazin, Business Technology und JAXenter. Sie hat Germanistik und Europäische Ethnologie / Volkskunde an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg studiert.
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