Christian Liebel im Interview

„Mit Angular haben wir schon viele Anwendungsfälle aus allen erdenklichen Branchen mühelos umsetzen können“

Ann-Cathrin Klose

© Shutterstock / Hafiez Razali

Drei Fragen zu Angular: Wir haben Christian Liebel, Trainer auf den JavaScript Days und Speaker auf der International JavaScript Conference, nach Anwendungsfällen, Testing-Tools und der größten Neuerung in der Angular-Welt gefragt: Ivy!

JAXenter: Angular hat den Ruf, die beste Wahl für Enterprise-Anwendungen zu sein. Wie stehst du dazu – für welche Einsatzzwecke rätst du zur Nutzung von Angular?

Christian Liebel: Ich stimme zu: Angular ist eine hervorragende Wahl für Business-Anwendungen. Entwickler können direkt auf dem umfangreichen Lieferumfang des Frameworks starten. Auf dieser Basis können klassische Forms-over-Data-Anwendungen, 2D-/3D-Visualisierungen und/oder offline-fähige Apps entstehen, die nicht nur im Browser, sondern obendrein auch noch auf Mobil- und Desktop-Plattformen laufen. Mit Angular haben wir schon viele Anwendungsfälle aus allen erdenklichen Branchen mühelos umsetzen können.

JAXenter: Jede Anwendung sollte getestet werden. Welches Testing-Tool muss man für Angular unbedingt kennen (und warum)?

Christian Liebel: Zunächst einmal müssen Entwickler natürlich die durch das CLI-Setup mitgebrachten Testing-Tools kennen: Das sind Karma/Jasmine für Unit-Tests sowie Selenium/Protractor für End-to-end-Tests. Dann gäbe es noch Jest, das im Gegensatz zu Karma ohne Browser, parallel und somit schneller testen kann – allerdings werden nicht sämtliche DOM-APIs unterstützt und bestehende Tests müssen gegebenenfalls migriert werden. Dann gäbe es noch Cypress, eine deutlich aufgebohrte, kommerzielle E2E-Testing-Lösung, die ich wegen ihres Komforts sehr schätze.

JAXenter: Angular 9 mit Ivy kommt im Herbst. Worauf bist du besonders gespannt und welche Auswirkungen wird Ivy auf das Ökosystem haben?

Christian Liebel: Bei Ivy freue ich mich zunächst auf die Verbesserungen hinsichtlich Performance und Bundle-Größen, welche die allermeisten Entwickler völlig ohne Aufwand erhalten werden. Durch das Lokalitätsprinzip von Ivy wird zudem die Stellung der Komponente gegenüber dem Modul gestärkt: So ist künftig das Nachladen einzelner Komponenten möglich – zuvor war das nur routen- beziehungsweise modulbasiert möglich.

Christian Liebel ist Consultant bei der Thinktecture AG in Karlsruhe. Dort entwickelt er moderne Cross-Plattform-Apps auf Basis von Angular, Cordova, Electron, Node.js und .NET. Christian ist mit dem Web groß geworden und hat sein Handwerk mit Microsoft-Technologien gelernt. Er ist begeistert von den neuen Möglichkeiten der Anwendungsentwicklung, die sich mit HTML5, JavaScript, TypeScript und Angular erschließen.
Geschrieben von
Ann-Cathrin Klose
Ann-Cathrin Klose
Ann-Cathrin Klose hat allgemeine Sprachwissenschaft, Geschichte und Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert. Bereits seit Februar 2015 arbeitete sie als redaktionelle Assistentin bei Software & Support Media und ist seit Oktober 2017 Redakteurin. Zuvor war sie als freie Autorin tätig, ihre ersten redaktionellen Erfahrungen hat sie bei einer Tageszeitung gesammelt.
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