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Außerdem: Sense HAT Emulator bekommt Upgrade

Inside IoT: Android Things Developer Preview 3, Cortana auf Raspberry Pi 3 & Projekt SeDaFa

Mascha Schnellbacher

Shutterstock.com / ymgerman

Die Highlights aus dem IoT-Universum: Dieses Mal mit der Android Things Developer Preview Nummer 3, Cortana auf dem Raspberry Pi 3, Updates für den Sense HAT Emulator, Projekt SeDaFa und dem Trend Smart Home

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Android Things Developer Preview 3

Die dritte Developer Preview von Android Things konzentriert sich auf Bluetooth und USB. So übernimmt Android Things jetzt die Bluetooth-APIs vom Smartphone-Betriebssystem. Mithilfe der APIs android.bluetooth und android.bluetooth.le lässt sich Code schreiben, der genauso mit Bluetooth- und Bluetooth-LE-Devices kommuniziert wie Android-Telefone. Bestehende und neue Samples wie Bluetooth LE GATT server können Entwickler als Starthilfe nutzen.

Auch die USB-Host-Funktion kommt vom regulären Android: Apps können damit ohne Root-Rechte mit USB-Geräten kommunizieren. Zudem soll für Android-Smartphones entwickelter Code auch mit Android Things funktionieren. Das Sample USB Enumerator ist Entwicklern bei der Nutzung behilflich.

Ausführliche Informationen Android Things Developer Preview 3 finden sich im Android-Developer-Blog. Eine vollständige Übersicht über alle Neuerungen sowie offene Issues bieten die Release Notes.

Cortana kommt auf Raspberry Pi 3

Im Zuge des Windows 10 Creators Updates, das am heutigen Dienstag sukzessive ausgerollt wird, kommt auch Microsofts Sprachassistent Cortana auf den Raspberry Pi 3. Dafür muss Windows 10 IoT Core auf die aktuelle OS-Version aktualisiert werden. Danach lässt sich Cortana auf dem Raspi genauso einsetzen wie auf dem PC – Fragen nach Wetter, Uhrzeit oder Verkehr sind möglich. Entwickler können so auch smarte Geräte mit dem Raspberry Pi bauen, die auf Cortanas Befehle reagieren.

Die Kollegen von Channel 9 zeigen in folgendem Video alles, was man braucht, um Cortana auf jedem Windows-10-IoT-Core-Device zu implementieren:

Sense HAT Emulator bekommt Upgrade

Im vergangenen Jahr hat die Raspberry Pi Foundation gemeinsam mit Trinket einen webbasierten Emulator für das Sense HAT entwickelt. Das Sense HAT ist ein multifunktionales Add-on-Board für den Raspberry Pi. Jetzt ist ein Update für den Emulator erschienen, das neue spannende Projekte ermöglichen soll. Denn ab sofort werden alle Sense-HAT-Features vollständig unterstützt, auch die Bewegungssensoren. Zudem gibt’s ein schickes neues 3D-Interface, einen Astro-Pi-Skin-Modus und Pygame-Event-Handling.

Projekt SeDaFa soll Datenschutz in Connected Cars bringen

Daten sind die Währung unserer Zeit. Damit aber nicht jeder einfach so auf unsere Daten zugreifen kann, braucht es gerade im Internet of Things verlässliche und sichere Maßnahmen. Um im Bereich der Mobilität 4.0 besser kontrollieren zu können, welche Daten denn da vom Fahrzeug aus übermittelt werden, wurde das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt SeDaFa („Selbstdatenschutz im vernetzten Fahrzeug“) initiiert.

Partner sind u. a. das Fraunhofer SIT, die TU Darmstadt, die Volkswagen AG und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Ebenfalls sind auch Psychologen, Arbeitswissenschaftler und Juristen eingebunden. Damit soll sichergestellt werden, dass die Lösungen rechtlich abgesichert sind und die Datenschutzaspekte einfach und verständlich umgesetzt werden.

Ziel des Projekts ist es, dass Fahrzeugbesitzer selbst bestimmen können, wer und in welchem Umfang auf welche Fahrzeugdaten zugreifen darf. Denn das Daten übertragen werden müssen, ist klar – sei es zur Fahrzeugdiagnose oder zum Austausch mit der Versicherung. Das Projekt SeDaFa läuft noch bis Ende 2017, danach werden die Ergebnisse evaluiert.

Smart Home zieht (ein)

Die zweite repräsentative Umfrage von YouGov im Auftrag von COQON bestätigt den Trend zur intelligenten Vernetzung der eigenen vier Wände: Demnach würden gerne 74 Prozent der Deutschen in einem Smart Home leben. Besonders bei der jüngeren Generation der 18- bis -35-Jährigen können sich nur 15 Prozent vorstellen, nicht in eine solche Technologie zu investieren.

Am wichtigsten ist den Befragten dabei die Sicherheit von Haus oder Wohnung, darauf folgen die Themen Energiesparen, Notfallalarm und Kameraüberwachung. Nicht ganz so bedeutend ist hingegen derzeit noch die Umsetzung von Komfortlösungen. Die größten Vorbehalte bestehen in der Bevölkerung gegenüber den hohen Kosten eines Smart Homes (42 Prozent der Befragten). Übrigens: Bei der KfW gibt es Förderungsmöglichkeiten für die Umsetzung eines smarten Zuhause.

Geschrieben von
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher studierte Buchwissenschaft und Deutsche Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit Juni 2015 arbeitet sie als Redakteurin in der Redaktion des Entwickler Magazins bei Software & Support Media. Zuvor war sie als Lektorin in einem Verlag sowie als freie Editorin tätig.
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