Android Studio 0.8.11 und Android-Gradle-Plug-in 0.13 erschienen

Redaktion JAXenter

Version 0.8.11 der Android-IDE Android Studio hat das Licht der Welt erblickt. Diese unterstützt die neue Gradle-Version 2.1, die vor allem auf vereinfachte Plug-in-Nutzung abzielt. Apropos: Android Studio 0.8.11 unterstützt auch die ebenfalls gerade erschienene Version 0.13.0 des Gradle-Plug-ins für Android. Version 0.12 kann jedoch weiterhin verwendet werden. 

Android Studio: Lint und layoutlib

Lint-Fehleranzeigen können nun durch einen Klick auf den Hyperlink oder ein Tastaturkürzel erweitert werden, um die vollständige Erläuterung eines Problems anzuzeigen, das bei der Codeanalyse entdeckt wird. Für alle 200 Lint-Analysen stehen ausführliche Problemerläuterungen zur Verfügung.

Lint Android Studio

Lint Android Studio

Der Layout-Editor überprüft jetzt, ob die neueste Version von layoutlib verwendet wird. Hintergrund ist, dass die Rendering-Bibliothek nicht mit Android-Studio, sondern mit dem SDK ausgeliefert wird. Es besteht also die Gefahr, dass mit einer veralteten Version gearbeitet wird.

Schließlich wurden die Änderungen aus IntelliJ IDEA 13.1.5 RC in das neue Release integriert. Zur Erinnerung: Android Studio basiert auf der freien Community-Edition der populären IDE IntelliJ IDEA.

Android-Gradle-Plug-in 0.13

Die neue Version des Gradle-Plug-ins für Android bietet unter anderem die Möglichkeit, ein AndroidManifest für Test-Apps zu erstellen. AndroidManifest-Dateien im Library-Projekt dürfen nun außerdem Platzhalter enthalten. Außerdem ist ein neuer Split-Mechanismus für Multi-APKs an Bord – in Google Play können verschiedene APKs (Multiple APKs) für unterschiedliche  Geräteeinstellungen bereitgestellt werden. Unterstützt werden die Typen Density und ABI.

Konkurrenz belebt die Innovation

Seit Google auf der Hauskonferenz I/O im vergangenen Jahr die neue Entwicklungsumgebung für Android-Anwendungen vorstellte, die das Buildsystem Gradle verwendet, steht Android Studio unter genauer Beobachtung. Die Eclipse-Community brachte der neue, hochgejubelte Konkurrent in Bedrängnis, läuft die Android-Entwicklung doch bislang in Eclipse ab. Aber noch ist Android Studio nicht reif für den produktiven Einsatz. Und dass Konkurrenz ganz und gar nicht schlecht ist, sondern im Gegenteil sogar die Innovation fördern kann, zeigt das vielversprechende neue Eclipse-Projekt Proteus, das mit verbessertem Tooling neuen Schwung in die Android-Entwicklung mit Eclipse bringen möchte. 

 

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Vielversprechend? Hat Google wohl nicht gereicht bei der Entscheidung. Und Android Studio gibt es – mehr oder weniger identisch – schon lange in Form der Community Edition von IntelliJ IDEA.