Eclipse-basiertes Android Tooling

1. Meilenstein von Eclipse Andmore in Sicht

Michael Thomas

© Shutterstock.com/Isara Kaenla

Wie David Carver, Mitentwickler von Andmore, auf seinem Blog bekannt gegeben hat, wird voraussichtlich noch im April der erste Meilenstein des Eclipse-Projekts erscheinen. Im Vordergrund steht dabei die Bereitstellung eines p2-Repository, um der Community die Migration der ADT-Werkzeuge zu ermöglichen.

Andmore weist Abhängigkeiten zu zahlreichen anderen Eclipse-Projekten, darunter vor allem zu Eclipse Platform, Eclipse Java Development Tools (JDT) und Eclipse Web Tools Platform (WTP), auf. Andmore selbst setzt sich aus zahlreichen anderen Plug-Ins zusammen, die über die grundlegenden Möglichkeiten der Android-Projekterstellung hinausgehende Funktionen bereitstellen.

Den bislang auf der Projektseite veröffentlichten Informationen zufolge ist angedacht, im Rahmen des diesjährigen Eclipse Simultaneous Release Train im Juni Packages und Bundles zu veröffentlichen, die in bestehende Eclipse-Installationen integriert werden können.

Über Andmore

Mit der Veröffentlichung der ersten stabilen Hauptversion von Android Studio, seiner neuen IntelliJ-basierten IDE für Android-Anwendungen, läutete Google Ende letzten Jahres das Ende der traditionellen, Eclipse-basierten Android Development Tools (ADT) ein. Als Reaktion darauf wurde das Eclipse-Projekt Andmore (vormals „Proteus“) ins Leben gerufen, das mit verbessertem Tooling neuen Schwung in die Android-Entwicklung mit Eclipse bringen möchte.

Die Andmore-IDE basiert auf Eclipse (Luna) und nutzt Version 23.0.x der Eclipse Android Development Tools sowie die ehemals zu Motorola Mobility gehörenden MotoDev Studio-Plugins. Darüber hinaus kommen u.a. Maven M2E, EGit, Mylyn sowie ein Eclipse Theme- und ein Gradle Tooling-Plugin zum Einsatz.

Fraglich dürfte allerdings bleiben, ob sich Andmore jemals zu einem ernsthaften Konkurrenten von Android Studio entwickeln wird. Da Android Studio hinter verschlossenen Türen entwickelt wird, ist das Andmore-Team im Grunde dazu verdammt, lediglich zu reagieren und nach jedem Release schnellstmöglich die wichtigsten neuen Features in ihr eigenes Projekt zu integrieren. Im Sinne einer State of the Art-Entwicklung werden deshalb vermutlich nicht wenige Entwickler zumindest darüber nachdenken, Eclipse endgültig den Rücken zu kehren.

Aufmacherbild: tool renovation on grunge wood von Shutterstock.com / Urheberrecht: Isara Kaenla

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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