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Willkommen in der IT-Hauptstadt Deutschlands

Agiles Business, Cloud, Container, Microservices, Continous Delivery – das sind die großen Themen

Marc Teufel

Einmal im Jahr wird Mainz zur IT-Hauptstadt Deutschlands. Mehr als 2000 Besucher sind in diesem Jahr dem Ruf der Veranstalter gefolgt und nach Mainz gereist, um sich über den aktuellen Stand der Dinge rund um Java und darüberhinaus zu informieren. Aber auch Gleichgesinnte zu treffen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, zu diskutieren, Neuigkeiten auszutauschen sind Gründe, warum so viele IT-Profis jedes Jahr aufs Neue den Weg nach Mainz finden.

Mainz als Location ist eigentlich auch ziemlich clever gewählt, denn auf der einen Seite liegt Mainz zentral in Deutschland und auf der anderen Seite ist es mit allen Verkehrsmitteln sehr einfach zu erreichen. Und nicht zuletzt der Rhein, der in direkter Nachbarschaft zum Veranstaltungsort vorbeizieht, verleiht der Veranstaltung ihren ganz eigenen Charme.

Mehr als 200 Vorträge sind es in diesem Jahr, zwischen denen der Besucher wählen kann. Das sind unglaublich viele, denn das bedeutet, dass man jeweils aus zehn bis zwölf Sessions wählen kann, die zeitgleich stattfinden. Da ist für jeden garantiert etwas dabei. Mitunter fällt die Auswahl der Sessions schwer, das hört man immer wieder unter den Teilnehmern. Aber so ist das nun mal, das Umfeld in dem wir uns bewegen, ist vielschichtig und auch komplex, entsprechend hoch das Angebot an Vorträgen. Die Qual der Wahl lässt sich also leider nicht immer vermeiden.

IT ist Veränderung, das wissen wir alle. Und am Programm der JAX kann man dies auch jedes Jahr immer wieder aufs Neue ganz deutlich erkennen. Jedes Jahr gibt es ein oder mehrere Themenfelder, die besonders stark vertreten sind, und oftmals trifft die JAX mit ihrer Themenauswahl den Nerv der Zeit. Waren in den vergangenen Jahren Dinge wie beispielsweise Web Services, alles rund um Eclipse, Dependency Injection, das Spring Framework, Groovy und vieles weitere mehr die großen Themen auf der JAX, so wird man feststellen, dass diese Technologien heute nur noch am Rande auf der Konferenz erwähnt werden oder mit wenigen Vorträgen vertreten sind.

Warum ist das so? Ganz einfach, viele Hype-Themen der letzten Jahre sind mittlerweile in der Praxis angekommen, wir arbeiten täglich mit diesen Technologien. Die JAX will aber Impulsgeber sein und zeigen, wohin wir uns bewegen. Die JAX will uns auf neue spannende Technologien aufmerksam machen, uns zeigen, was man damit machen kann und wie wir davon profitieren können.

In diesem Jahr kann man am Programm der JAX auch wieder ganz deutlich erkennen, in welche Richtung wir uns bewegen: Agiles Business, polyglotte Programmierung, die Cloud, Container, Microservices und Continous Delivery – das sind die großen Themen.

Continous Integration haben wir begriffen, also beschäftigen wir uns nun mit Continous Delivery. Wir werden in Zukunft also nicht nur unsere Anwendungen ausliefern, sondern ihre Infrastruktur auch gleich mitbringen. Hierzu helfen uns Werkzeuge wie Docker, Rocket oder LXC. Die dabei entstehenden Anwendungscontainer sollten jedoch aus verschiedenen Gründen so klein wie möglich gehalten werden. Das heißt nicht, einen Container mit Apache Tomcat bauen und dann zwanzig Webanwendungen darin installieren. Stattdessen besser pro Webanwendung einen eigenen Container, der auf dem Tomcat-Container aufsetzt. Auf diese Weise entstehen viele kleine Deployment-Einheiten, sogenannte Microservices.

IT ist Veränderung. Stimmt. Aber gerade das macht unseren Job doch auch so spannend, denn es gibt immer wieder etwas Neues zu erlernen, neue Herausforderungen, die es zu meistern gilt und die einen selbst fordern.

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Marc Teufel
Marc Teufel
Marc Teufel arbeitet als Projektleiter und Softwarearchitekt bei der hama GmbH & Co KG und ist dort für die Durchführung von Softwareprojekten im Bereich internationale Logistik zuständig. Er ist Autor zahlreicher Fachartikel im Web-Services- und Eclipse-Umfeld. Er hat drei Bücher zu Web Services veröffentlicht, sein aktuelles Buch „Eclipse 4 – Rich Clients mit dem Eclipse 4.2 SDK“ ist kürzlich bei entwickler.press erschienen.
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