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Softskills für Programmierer

7 Charakteristika erfolgreicher Entwickler

Hartmut Schlosser
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© Shutterstock.com/Texelart

Was macht einen guten Entwickler aus? Bei dieser Frage denken sicherlich viele an Dinge wie Abstraktionsvermögen, logisches Denken oder Kreativität. In der Praxis des Entwickleralltags sind jedoch auch Qualitäten gefragt, die sich mehr auf einer menschlichen Ebene bewegen.

Niklas Schlimm hat in einem interessanten Blogeintrag 7 Charakteristika aufgelistet, die seiner Erfahrung nach einen erfolgreichen Entwickler ausmachen:

  • Der Wunsch, gut in seinem Job zu sein
    Die IT ändert sich rasant. Um mit den neuesten Technologie-Entwicklungen Schritt zu halten, braucht es deshalb die Bereitschaft und den Willen, gut in seinem Job zu sein. Und gut in seinem Job sein bedeutet, dass man über Dekaden hinweg den Willen, sich mit Neuem zu beschäftigen, aufrecht erhält.
  • Fragen, wo es lang geht
    Es ist in der IT unmöglich, alles zu wissen. Um sich Neues anzueignen, muss man deshalb einen Weg finden, schnell zum Kern einer Sache vorzustoßen. Google, User Groups, Kollegen fragen: Die Aussage “Ich wusste nicht, was zu tun war” zählt nicht.
  • Sich selbst nützlich machenNachdem eine Aufgabe erledigt ist, sollte man sich nicht tatenlos zurücklehnen, sondern daran denken, wie man seinem Team weiter helfen kann. Garantiert ist ein Kollege noch nicht fertig mit seiner Teilaufgabe. Und wenn doch: Meist sind Verbesserungen der Prozesse oder der Team-Organisation möglich.

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  • Sich um die Sachen kümmern
    Sich wirklich um Dinge wie Qualität, Zeitpläne, eine gute Team-Kultur, Clean Code, Software Craftmanship oder eine respektvolle Kommunikation zu kümmern, ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Team. Leute, die nicht nur über diese Dinge reden, sondern sie mit Leben erfüllen, machen gute Teams aus.
  • Produktiv sein
    Sich immer zu fragen, was man am Ende eines Tages wirklich geschafft hat, ist der erste Schritt zur Produktivität. Man denke an Peter Kruchtens Aussage in TAO for the software architect, die frei übersetzt lautet:Die, die Ahnung haben, sprechen nichtDie, die sprechen, haben keine AhnungDie, die gar keine Ahnung haben, diskutieren immer noch über den Prozess

    Die, die wissen, tun es einfach

  • Lösungsorientiert arbeiten
    Stets über mögliche Probleme zu diskutieren und womöglich sogar anderen ihre Versäumnisse vorzuwerfen, ist wenig zielführend. Deshalb: Nicht immer in der Vergangenheit verweilen, sondern nach vorne blicken und Lösungen vorschlagen. Denn es gibt immer mindestens eine Lösung für ein Problem.
  • Gut mit Leuten auskommen
    Entwickler arbeiten typischerweise in Teams. Deshalb ist es wichtig, gut mit anderen Personen umgehen zu können. Jeder hat seine eigenen Stärken und Schwächen – deshalb ist Respekt angesagt, egal wie groß die technische Kompetenz der Kollegen ist. Wenn manchmal Klartext geredet werden muss, dann möglichst in einem Vieraugen-Gespräch – damit niemand vor den anderen sein Gesicht verliert. Auch hin und wieder ein Bierchen mit den Kollegen zu trinken, ist nicht verkehrt.

Was meinen Sie: Sind solche Softskills wichtiger als hartes Wissen und Können beim kreativen Umgang mit Programmiersprachen? Einerseits ist ein Informatik-Genie mit autistischen Zügen sicherlich schwer in ein Team zu integrieren. Eventuell ist aber seine Lösung eines Problems schlicht besser, als die eines Teams, das gut kommuniziert, sich bestens versteht, aber nur mittelmäßig programmieren kann?

Aufmacherbild: Supernatural man dodging bullets von Shutterstock / Urheberrecht: Texelart

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser ist Redakteur und Online-Koordinator bei Software & Support Media für die Portale JAXenter, Windows Developer und PHP Magazin. Seine Spezialgebiete liegen bei Java-Enterprise-Technologien, Eclipse & ALM, Android und Business Technology. Vor seiner Tätigkeit bei S & S Media studierte er Musik, Informatik, französische Philologie und Ethnologie.
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