7 Aprilscherze, die uns heute zum Schmunzeln brachten

Claudia Fröhling
©shutterstock.com/CLS Design

Es gibt einen Tag im Jahr, den IT-Redakteure am liebsten abschaffen würden. Jedes Jahr aufs Neue kann man sich sicher sein, dass die Tech-Welt am 1. April komplett verrückt spielt und es einen Aprilscherz nach dem anderen hagelt. Manche Scherze sind dabei so subtil, dass man sie auf den ersten Blick gar nicht als solche erkennt und ehe man sich versieht, ist man schon ins Fettnäpfchen getreten.

Die Mehrzahl der Aprilscherze ist aber auf Anhieb als solcher zu erkennen und dazu auch noch amüsant. Man mag dieser Tradition skeptisch gegenüberstehen oder nicht – zumindest sollte man die Kreativität der einzelnen Teams und Firmen würdigen. Wir haben eine kleine Auswahl der schönsten Aprilscherze für euch zusammengefasst. Und da die USA dank Zeitverschiebung gerade erst in den 1. April starten, könnte es gut passieren, dass wir morgen noch einen zweiten Teil veröffentlichen.

Subversion migriert zu Git

Los geht es in der Welt der Versionskontrolle: Im Apache-Issue INFRA-7524 wird über die Migration von Apache Subversion in das Git-Repository abgestimmt. Fast schon ein logischer Schritt, wenn man bedenkt, dass Git vor einigen Jahren mit steigender Popularität als Nachfolger von Subversion gefeiert wurde. Dabei präsentieren beide komplett verschiedenartige Strukturen der Versionskontrolle.

JetBrains führt eigene Währung ein

Zu den ersten Aprilscherzlern am frühen Morgen gehörte JetBrains. Das Unternehmen gibt im Blog bekannt, dass man mit IntelliJ IDEA Lite eine neue und dritte Version der kommerziellen IDE veröffentlichen werde. Im Mittelpunkt sollen In-App-Purchases stehen, die mit einer eigenen Währung, den JetBrains Feature Credits, kurz JFC, bezahlt werden können (JetCoins hätte uns ja noch besser gefallen). Je effizienter und professioneller man in der IDE arbeitet, desto mehr JFCs kann man verdienen und diese für Premium-Features wie vollautomatische Refactorings oder neue Farbschemata ausgeben.

Und als wäre das noch nicht genug, gibt es zusätzlich noch ein IntelliJ Game SDK, mit dem sich die Lieblingsspiele in IntelliJ IDEA einbetten lassen. Endlich 2048 in einer Entwicklungsumgebung! Manch Entwickler war wahrscheinlich enttäuscht, dass es sich um einen Aprilscherz handelte.

Atlassian steigt mit BitBand in den Hardware-Markt ein

Viel Kreativität beweist Atlassian mit seinem Aprilscherz: die australische Software-Firma steigt mit dem so genannten BitBand in den Hardware-Markt ein. Das Armband ist, wie der Name schon verrät, an das populäre FitBit angelehnt und soll die Aktivität des Entwicklers tracken. Das reicht von der Anzahl der geschriebenen Lines of Code über die Menge der getrunkenen RedBulls bis zur Dauer des Kartenspiels „Magic: The Gathering“. Auf der Seite stellt sich BitBand wie ein Kickstarter-Projekt dar, nur dass Atlassian dies zum „Kickoffer“ umbenannt hat. Sogar ein unterhaltsames Produktvideo gibt es dort zu sehen.

Comic Sans beim CERN

Auch die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) wollte sich heute den Spaß nicht nehmen lassen. Auf der Website gibt man bekannt, ab sofort in allen offiziellen Kommunikationskanälen auf die Schriftart Comic Sans umzusteigen. Auf der Startseite heißt es:

According to our calculations, 80% of the success of the presentation came not from the discovery of a fundamental particle that explains the Brout-Englert-Higgs mechanism for how particles get mass, but from the choice of font,“ says presentation analyst May Dupp, who worked closely with comic-book artists and circus clowns to lead the change. „It’s a logical step – and plain common sense – to apply this technique to all of CERN’s communications.

JHipster steigt von Java auf Golo um

Fast unbemerkt, da weniger bekannt, erschien der Aprilscherz des JHipster-Teams. Bei diesem Open-Source-Projekt handelt es sich um einen Generator, der Yeoman, Maven, Spring und AngularJS zusammenbringen will. Wie das Team heute im Blog bekannt gibt, habe es nach Veröffentlichung von Java 8 viele Anfragen gegeben, umzusteigen und Java 7 aufzugeben. Nach reiflicher Überlegung habe das Team daher entschieden, Java ganz aufzugeben und ab sofort auf Golo zu setzen, eine dynamische Sprache für die JVM. Zwar soll es neben JHipster 2 for Golo noch eine Version für Java geben, an der wolle man aber nicht wirklich arbeiten.

Sudden Application Switching Syndrome

Die Esten von Zeroturnaround sind bekannt für ihren Humor. Als Aprilscherz berichten sie heute von schockierenden Zuständen in ihrem Büro. Dort habe das Sudden Application Switching Syndrome, kurz SASS, um sich gegriffen. Ein Entwickler hatte einen Schock erlitten, nachdem er einen Bliock auf den Bildschirm seines Kollegen geworfen hatte:

When I came in, I saw that Michael’s IDE background, color scheme and font size was completely different than usual. The double-take nearly gave me whiplash,” reported Shelajev from an undisclosed recovery center deep in the Sauna Mountains of Estonia.
“I was like, what the f*ck, is he using MyEclipse?” said a shocked Shelajev, knowing that Rasmussen is a NetBeans IDE adherent.

Google Magic Hand

Bei den Japanern kann man nie ganz sicher sein, ob es sich um einen Scherz oder ernstgemeinte Produkte handelt, aber das von Google Japan veröffentlichte Video zur Magic Hand scheint doch in die erste Kategorie zu fallen. Das Produkt soll bekannte Probleme bei der Touchscreen-Nutzung lösen, wie verschwitzte Hände, Fingerabdrücke oder die Handschuhproblematik. Entweder tippt man Text in eine angeschlossene Tastatur, der dann von der elektronischen Hand auf den Touchscreens übertragen wird oder man nutzt den Joystick für das Wischen auf dem Screen.

 

 Alle Aprilscherz-Freunde dürfen sich freuen: Da der 1. April in den USA erst noch bevorsteht, dürfte in den nächsten Stunden noch mit einigen weiteren Scherzen zu rechnen sein. Just im Moment der Veröffentlchung erreichen uns beispielsweise der Twitter Helmet und das neue LinkedIn-Feature „Cats you may know„. Exciting!

Aufmacherbild: April Fools‘ Day written in colorful chalk on a chalkboard along with a sketch of a jester von Shutterstock / Urheberrecht: CLS Design

Geschrieben von
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling hat in verschiedenen Redaktionen als TV- und Onlineredakteurin gearbeitet, bevor sie 2008 zur Software & Support Media GmbH kam und sich bis 2014 um alle Projekte des Verlages im Ressort Java kümmerte. Claudia hat einen Abschluss in Politikwissenschaften und Multimedia Producing. Ihr Google+ Profil findest du hier.
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