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Scala-Stack 2.0 nimmt Form an: Akka 2.0 erschienen

Hartmut Schlosser

Der Technologie-Stack des Scala-Unternehmens Typesafe ist um eine Kernkomponente reicher: Die Version 2.0 des Scala-Frameworks Akka ist fertig. Bei Akka handelt es sich um ein Ereignis-getriebenes Middleware Framework, mit dem sich verteilte Anwendungen in Java und Scala bauen lassen.

Implementiert ist das Modell der Aktoren, das die Entwicklung nebenläufiger Prozesse vereinfachen soll. Mit Akka lässt sich die Business-Logik einer Anwendung von Low-Level Mechanismen wie Threads und Locks trennen. Die Logik ist in Aktoren-Objekten eingebettet, die Nachrichten versenden und erhalten können. Dabei erlaubt Akka die einfache Konfigurierung und Verwaltung dieser Aktoren. Anwedungen sollen so von den Vorteilen von Multikern-Systemen und verteilten Umgebungen - Stichwort Cloud - profitieren.



Aktoren-Beziehungen in Akka 2.0. Quelle: http://akka.io/

Akka 2.0 wurde im Vergleich zur 1.x-Entwicklungslinie einer Generalüberholung unterzogen. Ein neuer Event Bus erleichtert die Adressierung von Aktoren-Gruppen. Ein von Doug Lea beigesteuerter Fork/Join Executor sorgt für einen Performance-Schub und eine verbesserte Skalierbarkeit. Die Veränderungen von Akka 1.x auf Akka 2.0 sind wesentlich, über 700 Tickets sollen bearbeitet worden sein. Für diejenigen, die bestehende Anwendungen auf Akka 2.0 migrieren möchten, wird deshalb ein Migration Kit mitgeliefert, die den Migrationsprozess in kleinen Schritten vollziehen lässt.

Mit Akka 2.0 ist ein wichtiger Schritt für die Emanzipierung von Scala getan: Ein System aufeinander bezogener Kerntechnologien und Tools nimmt deutliche Konturen an. Der bei Typesafe entstehende Stack umfasst nun die Scala Programmiersprache, vertschiedene Scala Core Libraries, das Web Framework Play!, die Scala IDE for Eclipse und das Middleware-Framework Akka. Dieses Technologie-Quintett steht für Mac OS X, Linux und Windows bereit.

Wer Akka nun in der Scala-Ecke verortet, hat zwar Recht, kennt aber nur die halbe Wahrheit: Wie Chef-Entwickler Jonas Bonér hervorhebt, lässt sich Akka über das Java API auch vollständig ohne Scala nutzen. Die Entwicklung steht nicht still und auf der Roadmap sind bereits einige interessante Integrationsprojekte verzeichnet: In den kommenden Monaten sollen Releases von Akka Camel 2.0, Akka AMQP 2.0 und Akka Spring 2.0 erscheinen.

Akka verankert sich also zunehmend in den Standard-Java-Technologien - und bietet der Java-Community damit ein mächtiges Aktoren-Framework, mit dem man sich zusätzlich die gesamte Scala-Welt mit an Bord holt.

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