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Google Brillo: Betriebssystem fürs Smart Home

Zahnbürsten, Kühlschränke und Co: Googles Brillo könnte all das verbinden

Kypriani Sinaris

©Shutterstock/Ugorenkov Aleksandr

Google soll an einem eigenen OS für das Internet der Dinge arbeiten. Hinter dem Namen Brillo steckt ein Betriebssystem, welches vor allem für kleinere, stromsparende Geräte mit nur 32 oder 64 MB RAM geeignet sein soll. Damit will Google jene smarten Geräte mit einem Betriebssystem ausstatten, für die Android, welches auf Geräten mit 512 MB RAM laufen kann, zu groß ist. Bei der Google I/O 2015, welche am 27. Und 28. Mai in San Francisco stattfindet, soll Brillo vorgestellt werden.

Ein „Brillo Pad“ ist ein Spülschwamm, benannt nach dem gleichnamigen Hersteller. Und da Putzutensilien so selbstverständlich zu einem Haushalt dazugehören, wie aus der Sicht von Google auch smarte Zahnbürsten oder Heizungen, liegt die Namensgebung vielleicht gar nicht so fern. Wie The Information berichtet, soll Brillo unter der Marke Android veröffentlicht und speziell für Smart-Home-Produkte entwickelt werden. Damit grenzt sich das Betriebssystem klar von Android oder Android Wear ab: Diese sind eher für größere Geräte mit mehr Arbeitsspeicher gedacht. Um die Reichweite zu vergrößern und der Fragmentierung des IoT-Sektors entgegenzuwirken, will Google Brillo offenbar kostenfrei zur Verfügung stellen. Somit könnten sich beispielsweise auch kleinere Projekte auf Kickstarter das Betriebssystem zu Nutze machen.

Anfang 2014 kaufte Google bereits Nest Labs, ein Automatisierungsunternehmen aus Kalifornien, welches sich auf selbstlernende Raumthermostate und Rauchmelder spezialisiert hat. Allerdings entpuppten sich die Nest-Produkte als recht buggy, wie Brad Fitzpatrick, Google Engineer, in einem YouTube Video deutlich macht. Brillo könnte damit wohl auch als ein Neustart für die Erschließung des Smart-Home-Markts verstanden werden.

Aufmacherbild: isolated -two-sided sponge von Shutterstock / Urheberrecht: Ugorenkov Aleksandr

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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