Jetzt chill doch mal!

Work-Life-Balance: 8 Stresskiller für Workaholics!

Katharina Degenmann

© Shutterstock / nicoletta zanella

Ein Merkmal unserer modernen Leistungsgesellschaft ist die zunehmende Arbeit und der weitverbreitete Stress am Arbeitsplatz. Dennoch wird Erfolg als eine der Grundvoraussetzungen für soziale Anerkennung aufgefasst. Freizeit und Erholung haben dabei Seltenheitswert. Wir haben den Tag der Workaholics, den 5. Juli, zum Anlass genommen, um das eigene Zeitmanagement einmal zu überdenken und verschiede Tipps zum Arbeitsausgleich vorzustellen.

Die Anforderungen, die der Berufsalltag an uns stellt, sind immer schwieriger zu erfüllen. Es gibt zu viele Aufgaben, die in zu kurzer Zeit erledigt werden sollen. Eine schier unermessliche Flut an Problemen und Herausforderungen stürzen auf einen herab. Das Email-Postfach quillt über, der Kollege ist immer noch krank und das Helpdesk in Fernost kann deine PC-Probleme mal wieder nicht lösen. Der 5. Juli ist all denjenigen gewidmet, die zu viel Arbeiten – und zwar so viel, dass sich erste Erschöpfungszustände bemerkbar machen.

Als Pionier der Managementlehre, erklärte Peter F. Drucker den Leitsatz: “Es ist besser, die richtige Arbeit zu tun (=Effektivität), als eine Arbeit nur richtig zu tun (= Effizienz).” Und so plädieren diverse gutgemeinte Ratgeber für die Planung im Voraus. Das steigert die Produktivität und sorgt für stressfreies Arbeiten. Unglücklicherweise sind die Management-Gurus dieser Welt in den vergangenen 20 Jahren leider etwas vom Weg abgekommen. Anstatt durch Selbstmanagement für weniger Belastung in der Arbeit zu sorgen, wurden die Methoden des Zeitmanagements optimiert, um noch mehr Produktivität zu erreichen.

 

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Getunt wie ein Formel-1-Wagen rauschen wir nun durch die Unternehmen dieser Welt, stets darauf getrimmt, dabei so wenig Zeit wie möglich zu verlieren. Gänzlich außer Acht gelassen wurde dabei, dass unser Motor, im Gegensatz zu einem Formel-1-Wagen, auch deutlich länger halten muss. Aktuell mindestens bis 67, Tendenz steigend. Unsere Zeit bestmöglich zu nutzen, gestaltet sich im Allgemeinen etwas schwierig, da sich Zeit einfach nicht managen lässt. Der Tag hat 24 Stunden, 1440 Minuten und 86400 Sekunden – daran ändert auch das beste Management nichts!

Selbstmanagement ist der Schlüssel

Hingegen kann eine Struktur im Alltag gegen den Stress helfen, und hierfür scheint Selbstmanagement die Lösung. Letztendlich muss es darum gehen, seine Arbeitsweise in den Griff zu bekommen.

Unsere Tipps für mehr Struktur:

1. Ziele realistisch setzen

Wer sich zu viel aufhalst und zu viel von sich verlangt, setzt sich zusätzlich unter Druck. Daher ist es wichtig, die Ziele motivierend, realistisch und authentisch zu formulieren.

2. Organisieren Sie sich

Entwickeln Sie eine To-Do-Liste, auf der Sie alle Aufgaben notieren und überblicken können. Versuchen Sie, diese Ziele zu priorisieren und eine Strategie für das Erreichen dieser Ziele zu entwickeln. Ziehen Sie diesen Plan konsequent durch, aber planen Sie trotzdem Puffer ein. Dafür kann es auch hilfreich sein, die Projekte in kleine Schritte aufzuteilen und die Teilschritte zu strukturieren.

3. Routine entwickeln

Bestimmte Aufgaben fallen jeden Tag an. Reservieren Sie daher eine gewisse Zeitdauer für Routinearbeiten wie E-Mails zu löschen und Papierkram zu erledigen.

4. Regelmäßige Pausen

Verzichten Sie nicht auf Ihre Mittagspause und gehen Sie, wenn möglich, an die frische Luft. Das steigert die Konzentration.

Natürlich geht es aber hauptsächlich darum, eigene Fehler mit Nachsicht zu betrachten. Man kann die eigene Leistung verbessern, da man aus den eigenen Fehlern lernt, und damit wird man auch in intensiven Phasen weniger Stress spüren. Oder wie Heidi Grant Halvorson schrieb: „Der Unterschied zwischen den Erfolgreichen und den weniger Erfolgreichen besteht nicht darin, ob sie Stress spüren oder nicht. Sondern darin, wie sie damit umgehen.“

Tipps zur Entspannung

Doch nicht nur das richtige Selbstmanagement kann für weniger Stress sorgen, denn wie wir mittlerweile wissen, spielt auch die richtige „Work-Life-Balance“ eine wesentliche Rolle. Doch wie lässt sich nach einem stressigen Arbeitstag wirklich abschalten?

Das Gegenmittel gegen Stress: Entspannung! Diverse Internetseiten, Ratgeber und Videos erklären, wie man Arbeit einfach mal Arbeit sein lassen kann. Egal ob Yoga-Übungen auf einem einsamen Berggipfel, Strickzirkel für Anfänger oder der Ironman für Hartgesottene – die Auswahl an Entspannungsmöglichkeiten reicht ins Unermessliche. Für viele Menschen ließe sich da bestimmt etwas passendes finden aber nicht unbedingt für Entwickler. Denn wie zahlreiche Studien bestätigen: Entwickler verbringen auch ihre Freizeit gerne mit Entwickler-Themen!

1. Malen

Nicht erschrecken – hier geht es nicht um Malen nach Zahlen. Unser Fokus liegt auf Entspannung für Entwickler und Red Hat weiß, wie sich diese zwei Welten verbinden lassen. Dafür hat das Unternehmen eigens für Entwickler ein Malbuch entworfen. Aber natürlich malt man darin nicht irgendwas aus, nein, wir sprechen hier vom „Container-Commando“-Malbuch!

Quelle: GitHub

2. Musik

Auch Musik scheint für Informatiker eine beliebte Beschäftigung zu sein. Vor allem elektronische Musik wird gerne gehört, wie unser Quickvote belegt.

Doch Musik hören kann jeder – im Komponieren liegt die Kunst! Und auch hier beweisen Entwickler ein besonderes Händchen. Etwa:

Drafi Deutscher

Nena

3. Filme

Und was mit Musik funktioniert, stellt auch bei Filmen kein Problem dar:

4. Sport

Auch Sport steht bei Entwicklern hoch im Kurs. Im Vergleich zu anderen Berufsgruppen (50,11 Prozent) geben sie relativ oft an, in ihrer Freizeit aktiv Sport zu treiben (52,32 Prozent).

Und nun einfach mal von der Muse küssen lassen! An die Stifte, Tasten, Laufband, fertig, los!

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie in der Redaktion der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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