Frauen in der Tech-Branche: Interview mit Elizabeth Joyce

Women in Tech: „Meine Qualifikation zu Beginn eines Meetings zu nennen, verändert die ganze Dynamik des Gesprächs“

Gabriela Motroc

In unserer Artikelserie „Women in Tech“ stellen wir inspirierende Frauen vor, die erfolgreich in der IT-Branche Fuß gefasst haben. Heute im Fokus: Elizabeth Joyce, Vizepräsidentin und Gesamtverantwortliche für Informationssicherheit bei Hewlett Packard Enterprise.

Die Tech-Industrie wird von Männern dominiert – so weit, so schlecht. Doch langsam, aber sicher bekommt der sogenannte Boys Club Gesellschaft von begabten Frauen: Immer mehr Frauen fassen in der Branche Fuß.

Aus diesem Grund wollen wir hier spannenden und inspirierenden Frauen die Möglichkeit geben, sich vorzustellen und zu erzählen, wie und weshalb sie den Weg in die Tech-Branche gewählt haben. Aber auch Themen wie Geschlechtervorurteile, Herausforderungen oder Förderungsmöglichkeiten kommen zur Sprache.

Unsere Women in Tech: Elizabeth Joyce, CISO bei Hewlett Packard Enterprise

Elizabeth Joyce

Elizabeth Joyce ist Senior-Vizepräsidentin und Gesamtverantwortliche für Informationssicherheit (CISO) bei HPE. Sie ist für die Erstellung erweiterbarer Sicherheitsfunktionen zum Schutz von HPEs Anlagen und Mitarbeitern und für die Ermöglichung und den Ausbau von Firmenfähigkeiten zuständig. Alle Aspekte der Informationssicherheit – Strategie, Architektur und Betrieb; Produktsicherheit, Informations- und Bedrohungsmanagement; Governance, Risiko und Compliance; Third-Party-Beurteilung; Identitäts- und Access-Management; Sicherheitstransformation und-Training – zählen zu ihrem Arbeitsbereich.

Zuvor war Joyce Gesamtverantwortliche für Informationssicherheit in HPs Software-Abteilung, wo sie für die End-to-End-Sicherheit und Infrastrukturservices zuständig war. Sie trat HP durch dessen Übernahme von Autonomy bei. Dort war sie als Konzernverantwortliche für den Bereich Sicherheit und als Group-Operations-Infrastrukturleiterin tätig.

Ihre früheren Leitungsrollen hatte Joyce bei Iron Mountain als Senior-Vizepräsidentin für weltweite Servicebereitstellung, wo sie sich um alle Aspekte der Post-Sale-Delivery kümmerte, und bei Symantec als Vizepräsidentin und General Manager for Enterprise Services. Ihre Karriere begann sie als technische Beraterin für Executive-Informationssysteme, Middleware-Lösungen und -Sicherheit in den USA und Europa.

Joyce hat sowohl große operationale als auch kleine technische Teams geleitet und erfolgreich einige Kehrtwenden veranlasst. Sie besitzt einen Ph.D. in Informationssicherheit von der University of Plymouth, UK, und einen BSc in Computer Science (Honors) vom University College, Dublin.

Was hat dein Interesse für die Tech-Branche geweckt?

Schon als kleines Mädchen habe ich mich in der Schule für Mathe und Naturwissenschaften interessiert, und sogar außerhalb der Schule habe ich Vorträge dazu besucht. Wissenschaftliche TV-Sendungen sah ich mir als Kind liebend gern an, was mir neue Disziplinen innerhalb von Wissenschaft und Technologie eröffnete. All diese Erfahrungen beförderten ein Interesse an Robotik, was ich fast als Hauptfach an der Universität gewählt hätte. Aber durch meine neu entdeckte Liebe zur Software entschied ich mich, Informatik zu studieren. Meine Neugier befriedigte ich durch das Studium, was mich schlussendlich dazu führte, mich der Informations- und Datensicherheit zu widmen.

Die Mitteilung meiner Qualifikation zu Beginn eines Meetings verändert die ganze Dynamik des Gesprächs und die Wahrnehmung meiner Person.

Nach dem Studium arbeitete ich als Post-Graduate in Europa, was mir einiges an Recherchetätigkeit in Bezug auf Informationssicherheit abverlangte. Das war zu der Zeit ein weitgehend unbekanntes Thema und eine große akademische Herausforderung für mich und meine Kollegen. Cybersicherheit war damals ein größtenteils unerforschtes Gebiet, und ich empfand die Möglichkeit, logisches Denken und verschiedene Variablen auf Informationssicherheit anzuwenden, als eine faszinierende und erfüllende Herausforderung. Wir standen einer neuen Sicherheitsgrenzlinie gegenüber, die eine Bedrohung für globalen Handel, persönliche Identifikation, Politik, Sicherheit, Gesundheitswesen, Satellitenkommunikation und vieles mehr darstellte. Die Unabdingbarkeit, diese Probleme zu lösen, schlug Wurzeln und motivierte mich, Informationssicherheit und Cybersicherheit als Berufsweg einzuschlagen.

Einmal war ich Teil eines Teams für die Durchführung von Sicherheitsmaßnahmen. Ich erinnere mich daran, dass ich auf dem Boden saß und mir jemand auf die Schulter tippte und sagte: „Liz, schau nach oben.“ Wir hatten ein Dashboard für Datenanalysen aufgestellt und es war der Tag, an dem der Computerwurm Code Red zuschlug. Die Analysen zeigten, wo Probleme auftauchten. Es war, als würde man der Erde dabei zusehen, wie sie sich rot färbte. Es begann im asiatisch-pazifischen Raum und verbreitete sich von dort aus über den gesamten Globus. Die Größenordnung und Auswirkung dessen, was wir da taten, wurde mir schlagartig bewusst. Ich erkannte, wie viel man dadurch verändern kann, indem man diese Probleme der realen Welt in einem globalen Ausmaß löst. Es ist nicht nur fesselnd, sondern da ist auch die Zufriedenheit durch die Gewissheit, Menschen zu beschützen und „die Bösen“ zu bekämpfen.

Ich hatte in meinem Berufsverlauf das Glück, viele Menschen – Freunde, Familie, Kollegen und Mentoren/Sponsoren – zu haben, die mich unglaublich unterstützt haben. Meine Erfahrungen habe ich oft eher als positive Entwicklungsmöglichkeiten denn als Hindernisse wahrgenommen, weil ich damit schnell und einfach selbst fertig werden konnte.

Wie die meisten Women in Tech habe ich zu Beginn meiner Karriere die folgende Problematik kennengelernt: Ich war für den Support eines technischen Services oder Systems verantwortlich, aber die Hilfesuchenden liefen einfach direkt an mir vorbei und fragten den „Typen“ neben mir, weil es eine technische Frage war. Das hat mich nur umso zielstrebiger gemacht, mein Bestes zu geben und für mich zu sprechen, aber ich tat es immer mit einem Lächeln und einer positiven Einstellung. In späteren Jahren, als reisende Sicherheitsberaterin, tauchte ich oft an einem Einsatzort oder Event auf, um mit der Frage begrüßt zu werden: „Sie sind die Sicherheitsberaterin??? Das ist aber ein seltsamer Job für eine Frau.“ Natürlich sah ich das anders. Zu der Zeit hatte ich schon meinen Doktorgrad in Informationssicherheit in der Tasche. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Mitteilung meiner Qualifikation zu Beginn eines Meetings die ganze Dynamik des Gesprächs und die Wahrnehmung meiner Person verändert – also fügte ich das „Dr.“ auf meiner Visitenkarte hinzu und habe es nie bereut.

Ein starker Rückhalt

Ich schätze mich glücklich, viel Unterstützung von Freunden und Familie erhalten zu haben. Nie hat jemand meine Leidenschaft für Naturwissenschaften in Frage gestellt – meine Eltern haben sie sogar aktiv befördert. Meine Eltern waren wohl meine ersten und meine besten Vorbilder. Mein Vater ist unglaublich klug und hat mich immer ermutigt, alles zu geben und neue Dinge zu erreichen. Meine Mutter ist der Grund dafür, dass ich überhaupt einen EQ (emotionalen IQ) besitze. Sie ist klug und denkt praktisch, aber sie hat Menschen wirklich verstanden. Und beide haben mir die Prinzipien von Respekt und Gerechtigkeit eingeimpft. Man soll andere immer mit Respekt behandeln und auch von niemand anderem weniger erwarten. Beide besaßen einen starken moralischen Kompass. Sie brachten mir bei, Menschen nicht nach ihrem Aussehen, ihrer Sprechweise oder ihrer Herkunft zu beurteilen, sondern zu verstehen und zu respektieren, was für eine Person sie sind. Ich glaube, das hat mich mit der Fähigkeit ausgestattet, nie zu denken, dass ich etwas nicht tun oder nicht erreichen könne. Zwar muss ich trotzdem daran arbeiten, aber das ist nur ein Teil des Prozesses.

Während meines Berufsweges bin ich einigen Menschen begegnet, die dachten, etwas sei für mich zu schwierig oder „einfach nicht für mich gemacht“. Ich traf die Wahl, das nicht zu akzeptieren und trotzdem weiterzumachen.

Ein Tag in Elizabeths Leben

Ich bin Gesamtverantwortliche für Informationssicherheit bei Hewlett Packard Enterprise (HPE), wo ich mithilfe meines Teams HPEs Vision und Strategie zum Schutz von sensiblen Informationsgütern und Technologien etabliere und stärke. Dazu beaufsichtige ich ein großes globales Team von Sicherheitsspezialisten, die am Erstellen von Sicherheitsarchitekturen, am Verhindern von Datenverlusten und an der Bewertung von Cyberrisiken und Cyberintelligenz arbeiten.

Man soll andere immer mit Respekt behandeln und auch von niemand anderem weniger erwarten.

Derzeit liegt aufgrund des Aufbaus und der Sicherung unserer Infrastruktur Next-Generation IT (NGIT) ein starker Fokus auf der Zusammenarbeit mit dem IT-Team. NGIT ist eine intensive IT-Transformation, um HPEs internes IT-System von Grund auf umzugestalten und zu modernisieren. Das Ziel ist die Investition in resiliente Next-Generation-Systeme, die sich für unser sich veränderndes Unternehmen jetzt und auch in Zukunft eignen. Dabei sollen sie unseren Kunden, Partnern und Mitarbeitern einen besseren Service und eine bessere Erfahrung bieten. Mein Team arbeitet eng mit dem IT-Team zusammen, um die neue Sicherheitsarchitektur und das neue Betriebskonzept voranzutreiben, um NGIT sicher betreiben zu können. Im Moment besteht daher mein Arbeitstag zu einem großen Teil daraus, das Team zu beaufsichtigen und mit den Kollegen in der IT zu arbeiten, um sicherzustellen, dass alles glatt läuft und wir bedarfsgerecht zusammenarbeiten.

Mein typischer Arbeitsalltag ist also immer interessant und abwechslungsreich. Normalerweise beginne ich den Tag mit der Durchsicht der Betriebsberichte, um zu sehen, wie die Dinge laufen, welche Art von Aktivitäten aufgetreten sind, und ob die Teams neue Bedrohungen sehen und wie sie damit umgegangen sind. Das fließt als Input in meine strategische Arbeit mit ein, in der ich einige Dinge berücksichtigen muss: die Bedürfnisse unserer Kunden und Partner, neue absehbare Bedrohungen, und was wir für die Gewährleistung sicherer Innovation und Delivery bieten müssen.

Wir befinden uns auch gerade selbst auf dem Weg der Cybertransformation. Wir sind im Begriff, unseren Betrieb vom klassischen reaktiven SOC-Modell (Security Operations Center) zu einem neuen informationsgetriebenen Fusionszentrum-Modell zu verschieben, das uns einen viel proaktiveren Betriebsablauf ermöglicht. Das ist ein aufregender Schritt, der die besten Fähigkeiten in Sachen Automatisierung, Machine Learning und KI sowie neue Prozess- und Betriebsmodelle zur Grundlage hat.

Nichts davon ist ohne große Talente möglich. Daher braucht es auch einiges an Zeitaufwand, um sicherzustellen, dass wir die richtigen Programme haben, um diese Talente einzustellen, zu fördern und zu unterstützen. Unsere Firma legt auch großen Wert auf Inklusion und Diversität, und das ist etwas, dem wir uns verpflichtet haben: sicherzustellen, dass wir wirklich die Besten und Talentiertesten ins Boot holen und ihnen in einer schnelllebigen und ständig wechselnden Branche einen herausfordernden und erfüllenden Karriereweg bieten.

Und schließlich haben wir eine Unternehmenskultur, die daran glaubt, Pro-Bono-Arbeit durchzuführen und dadurch etwas zurückzugeben. Das eröffnet mir das Privileg, eine Arbeit machen zu können, die anderen wirklich hilft und einen Unterschied macht – und das ist etwas, worauf nicht nur ich, sondern auch alle in meinem Team stolz sind.

Die größte Zufriedenheit resultiert für mich daraus, die mich umgebenden Talente und deren Leistungen zu sehen.

Während ich viele Projekte auflisten könnte, die technisch gesehen herausfordernd und akademisch lohnenswert sind, würde ich sagen, dass für mich die größte Zufriedenheit daraus resultiert, die mich umgebenden Talente und deren Leistungen zu sehen. Wenn eine Person aus dem Team ihre eigenen Erwartungen übertrifft – sei es technisch gesehen oder in Bezug auf ihre Karriere – ist das sehr erfüllend. Obwohl es ein technischer Beruf ist, geht es doch um Menschen und was sie erreichen – und ich werde durch sie jeden Tag inspiriert.

Vor Kurzem habe ich dabei geholfen, eine neue Initiative bei HPE in Partnerschaft mit den Girl Scouts zu leiten. Darauf bin ich ziemlich stolz. Heutzutage stehen Kinder, vor allem junge Mädchen, beim Navigieren im Internet Risiken gegenüber, zumal sie nicht formal über sichere Online-Gewohnheiten aufgeklärt werden. Zusammen mit dem größten Girl-Scouts-Rat des Landes, Girl Scouts Nation’s Capital, haben wir einen Cybersecurity-Lehrplan mit einem interaktiven Spiel namens Cyber Squad ins Leben gerufen. Es ist dazu gedacht, diese Lücke zu füllen und jungen Mädchen grundlegende Cybersecurity-Skills beizubringen. Der Lehrplan deckt fundamentales Wissen und Best Practices bezüglich persönlicher Information und dem digitalen Fußabdruck, Onlinesicherheit, Datenschutz und Sicherheit und Cybermobbing ab.

Als eine Person, die tagsüber Cyberkriminalität bekämpft und abends zu einer jungen Tochter nach Hause kommt, glaube ich an die Wichtigkeit, jungen Mädchen diese Informationen bereits in einem frühen Alter nahezubringen, damit sie sich online besser schützen können. Kinder werden immer mobiler und vernetzter, daher sind das Wissen um das Erstellen sicherer Passwörter und das Erkennen von Phishing-E-Mails genauso wichtig wie Kindern das sichere Überqueren der Straße oder das Anlegen eines Sicherheitsgurtes beizubringen. Weiterhin hoffen wir auch, dass das Format in Spielform bei Mädchen das Interesse für MINT-Fächer wecken wird, indem es Cyber-Gewandtheit und die digitale Welt auf spannende Art und Weise darstellt. Cybersicherheit ist ein Bereich mit einem ganz besonders hohen Gender Gap. Frauen machen nur etwa 11 % der globalen Fachkräfte im Bereich Cybersicherheit aus. Wir wünschen uns daher wirklich, dass Mädchen durch dieses Spiel die Möglichkeit einer Karriere im Informatik- und IT-Bereich erkennen können. Als Mutter einer Tochter, die bei den Girl Scouts aktiv ist, und als weibliche Cybersicherheitsleiterin war dieser Launch ein schöner Weg, all meine Interessen in Einklang zu bringen.

Wieso gibt es nicht mehr Frauen in der Tech-Branche?

Junge Mädchen und Frauen müssen nach ihren Karrierezielen streben können, aber das ist schwierig, wenn sie keine Vorbilder und Möglichkeiten vor sich sehen.

Die Tech-Branche als Ganzes muss daran arbeiten, Eintrittshürden zu verringern, um Frauen und andere unterrepräsentierte Minderheiten zum Einstieg in die Branche zu ermutigen. Es ist wichtig, dass Minderheiten und Frauen das Gefühl haben, ein faires Spielfeld zu betreten, was die Bezahlung, die Behandlung und den Respekt angeht.

Zudem glaube ich fest daran, dass wir neben Eintrittshürden auch Vorurteile angehen müssen, seien sie institutionell oder sozial, bewusst oder unbewusst. Es ist gut, über diese systemischen Hürden zu sprechen und sie aufzudecken, aber die Wahrheit ist, dass implizite Vorurteile und Annahmen auch eine große Rolle dabei spielen, wie wir andere beurteilen und wahrnehmen, was auch zum Mangel an Frauen in der Tech-Branche beiträgt.

Diese unbewussten Vorurteile können sich auf simple Weise äußern: wie Lehrer und Eltern unbewusst Kinder verschiedenen Geschlechts in bestimmten Bereichen loben oder dahin lenken, bestimmte Spielzeuge oder Schulfächer auszuwählen. Das geht weiter bis hin zur Bewertung und Prüfung von Bewerbungen und Kandidaten für MINT-Stellen und -Fächer durch Recruiter und Entscheidungsbefugte in Firmen und Schulen. Das zieht sich sogar durch bis hin zur Sprache, die zur Vermarktung bestimmter Tech-Stellenangebote verwendet wird. Es ist gezeigt worden, dass Personalverantwortliche dazu tendieren, ihnen ähnliche Personen zu bevorzugen und einzustellen, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass die Tech-Welt so männlich dominiert ist. Wenn diese Disparität erst einmal etabliert ist, wird es schwierig, sie wieder auszugleichen. Um eine ausgeglichene Repräsentation zu erreichen, ist es daher wichtig, sich sowohl dem System als auch menschlichen Vorurteilen anzunehmen, sei es durch eine breitere MINT-Bildung oder Kontrollmechanismen, um den Einstellungs- und Bewerbungsprozess so objektiv wie möglich zu gestalten.

Frauen in MINT-Fächern

Meiner Ansicht nach befördert es Innovationen, wenn man neue und diverse Ansichten an den Tisch holt. Mehr Frauen in MINT-Fächern werden daher zu mehr Innovationen in Gesellschaft, Ökonomien und Kulturen führen. Wir bei HPE glauben daran, dass Innovation einer Mischung aus verschiedenen Ideen, Weltsichten und Erfahrungen entspringt. Wenn alle Menschen um einen herum gleich aussehen und denken, können keine Innovationen entstehen. Man braucht unterschiedliche Ideen, um Innovation, Kollaboration und eine inklusive Mitarbeiterschaft voranzutreiben.

Es wird einen Unterschied machen, wenn mehr Frauen in MINT-Fächern arbeiten, und dieser Unterschied wird aus mehr Innovation bestehen – nicht nur in MINT-Fächern, sondern dieser Effekt wird sich in jeden Aspekt ausbreiten, wie wir leben und arbeiten.

Die Diversitätsdebatte gewinnt an Aufwind. Wie lange wird es dauern, bis man Erfolge sieht?

Da kann ich wohl keinen Zeitplan festlegen – das ist eine große Frage. Aber ich kann sagen, dass die Tech-Branche dafür bekannt ist, agil zu sein und Wandel voranzutreiben. Ich freue mich darauf, wenn die Tech-Branche in dieser Hinsicht eine Führungsrolle einnimmt und wahre Inklusion und Diversität bestärkt, und zwar nicht nur für Frauen, sondern für alle unterrepräsentierten Gruppen. Wir können uns die bestmögliche Zukunft nicht vorstellen oder sie erreichen, wenn wir nicht die klügsten Köpfe mit ihren Fähigkeiten an den Tisch holen, denn dann würden wir uns unter Wert verkaufen.

Lesen Sie auch:Women in Tech: „Wir brauchen mehr Vorbilder und Coaches für alle Minderheiten da draußen“

Hindernisse

Junge Mädchen und Frauen müssen nach ihren Karrierezielen streben können, aber das ist schwierig, wenn sie keine Vorbilder und Möglichkeiten vor sich sehen. Wenn sie nicht mit Vorbildern in der Tech-Branche in Berührung kommen oder gangbare Wege darin aufgezeigt bekommen, werden sie es schwer haben, sich in diesem Feld vorzustellen, geschweige denn, inspiriert zu sein.

Um also mehr Frauen in der Tech-Branche zu beheimaten, sind weibliche Vorbilder in Seniorpositionen und hohen Leitungspositionen und auch die Öffnung des Bewerberpools wichtig. Wir müssen Mädchen und Frauen mit der Unterstützung und Freiheit ausstatten, ihren Leidenschaften zu folgen, und sie mit starken Inspirationen in Kontakt bringen, die ihnen einen Beruf in der Tech-Branche als eine Möglichkeit aufzeigen.

Tipps & Tricks

Folgt euren Leidenschaften und lasst euch durch niemanden davon abbringen! Eine Tech-Karriere kann so eine wundervolle Möglichkeit sein – eine akademische Herausforderung, ein Ort, um einen echten Unterschied zu machen, und etwas, das sich zu einer lebenslangen Leidenschaft entwickeln kann.

Geschrieben von
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc ist Online-Redakteurin für JAXenter.com. Vor S&S Media studierte Sie International Communication Management an der The Hague University of Applied Sciences.
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