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Frauen in der Tech-Branche im Portrait: Elisa Miller-Out

Women in Tech: Deswegen gibt es keine Frauen in der Tech-Branche

Gabriela Motroc

In unserer Artikelserie „Women in Tech“ stellen wir ebenso spannende wie inspirierende Frauen vor, die erfolgreich in der IT-Branche Fuß gefasst haben. Heute im Fokus: Elisa Miller-Out, Mitgründerin von PollQ und COO von Women 2.0.

Die Tech-Industrie wird von Männern dominiert – so weit, so schlecht. Doch langsam, aber sicher bekommt der sogenannte Boys Club Gesellschaft von begabten Frauen: Immer mehr Frauen fassen in der Branche Fuß.

Aus diesem Grund wollen wir hier spannenden und inspirierenden Frauen die Möglichkeit geben, sich vorzustellen und zu erzählen, wie und weshalb sie den Weg in die Tech-Branche gewählt haben. Aber auch Themen wie Geschlechtervorurteile, Herausforderungen oder Förderungsmöglichkeiten kommen zur Sprache.

Unsere Woman in Tech: Elisa Miller-Out

Elisa Miller-Out ist Mitgründerin von PollQ, einem Polling-Software-Start-up, und COO von Women 2.0. Sie ist außerdem geschäftsführende Teilhaberin von Chloe Capital, einem Venture-Capital-Unternehmen. Sie lebt in Ithaca im Staat New York, wuchs aber in New Orleans auf und hat auch einige Zeit in New York City verbracht.

Elisa ist vor kurzem aus der Firma Singlebrook ausgestiegen, einer Firma für Custom Software, das sie vor zehn Jahren mitgegründet hat. Bevor sie Singlebrook gegründet hat, hatte sie bereits zwei andere Firmen aufgezogen und in verschiedenen Branchen in New York City gearbeitet. Sie hat außerdem mehrere Networking-Gruppen gegründet. Zusätzlich fungiert sie als Mentor oder Judge für Start-up-Accelerators und -Wettbewerbe. Sie schloss ihr Studium am Barnard College der Columbia University mit Summa Cum Laude ab.

Elisa hatten in ihrer Zeit an der High School viele Freunde, die sich für Tech interessierten. Sie hat mit dem Science-Fiction-Club rumgehangen – was eine ziemlich nerdige Gruppe war. Und das war bevor es cool war ein Nerd zu sein. Schließlich heiratete sie einen Entwickler und gründete mit ihm zusammen ein Unternehmen.

Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur. – Ralph Waldo Emerson

Meine Familie besteht aus vielen Künstlern, Musikern und Wissenschaftlern. Also bin ich eher einem ungewöhnlichen Weg gefolgt als ich Entrepreneur wurde. Aber meine Familie und Freunde haben mich immer in meinen Entscheidungen unterstützt.

Meine Großmutter ist eines meiner Vorbilder. Sie war Doktor und Forscherin und eine der wenigen Frauen ihrer Zeit, die die Cornell Medical School besuchte. Sie wurde 1913 geboren und zu dieser Zeit gab es nur wenige Frauen, die im MINT-Bereich gearbeitet haben. Sie war also auf jeden Fall eine Pionierin.

Wenn es um die Frauen-in-der-Techbranche-Diskussion geht, glaub Elisa, dass…

Es gibt so viele Gründe, warum Frauen aus der Tech-Pipeline herausfallen – von den frühen Phasen wie wir unsere Kinder sozialisieren, die Missverhältnisse was Erfahrung und Training auf dem Weg zum College betrifft und schließlich die Art und Weise wie Frauen Einsamkeit oder bewusste und unbewusste Voreingenommenheit als Erwachsene erleben. Eine tolle Dokumentation, die diese Themen beleuchtet ist „CODE Documentary: Debugging the Gender Gap“. Keine Gleichgesinnten zu haben ist ein großes Problem. Viele Frauen bleiben nicht bei Tech-Unternehmen, weil sie oft die einzige Frau im Raum sind.

Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn mehr Frauen im MINT-Bereich arbeiten würden. Daten zeigen, dass diverse Teams besser performen. In manchen Fällen kann es um Leben oder Tod gehen, wenn man keine verschiedenen Perspektiven am Verhandlungstisch hat. Die Geschichte des Crash Dummys ist ein gutes Beispiel dafür, warum es wichtig ist, dass die Stimmen von Frauen auf allen Ebenen gehört werden. Und obwohl es vorangeht, bewegt es sich langsam. Es kann sicher zehn bis 20 Jahre dauern bevor wir signifikante Änderungen sehen.

Es gibt ein paar exzellente Bücher von Frauen in der Tech-Branche. Ich rate jedem, J. Kellys Buch über Networking und Jenny Kassan’s Buch über Funding zu lesen, das diesen Herbst erscheint. Das ist ein guter Startpunkt!

Geschrieben von
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc ist Online-Redakteurin für JAXenter.com. Vor S&S Media studierte Sie International Communication Management an der The Hague University of Applied Sciences.
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