Drittbibliotheken in Form von OSGi Bundles einbinden

Wiederverwendung für schlaue Füchse

Philip Wenig
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Viele Bibliotheken kann man dank OSGi einfach in eigene Projekte einbinden. Warum also selbst programmieren, wenn es bereits eine Lösung gibt? Man denke nur an das Füllhorn der Apache Foundation; eine reichhaltige Quelle qualitativ hochwertiger Bibliotheken. Des Weiteren gibt es diverse Portale, wie z. B. GitHub oder Google Code, die über eine ansehnliche Anzahl an Open-Source-Projekten verfügen. Darüber hinaus sei noch das Eclipse-Orbit-Projekt zu erwähnen, das OSGi Bundles gängiger Bibliotheken zur Verfügung stellt. Grund genug, sich anzuschauen, wie man benötigte Java-Bibliotheken oder Orbit-Bundles in die eigene Plattform befördern kann.

Wer mag schon das Rad immer wieder neu erfinden? Leider neigen wir Programmierer oft zu der Einstellung: „Was ich nicht selber programmiert habe, das taugt nichts.“ Vom klassischen „Not invented here“-Syndrom (NIH) sind also auch Programmierer und nicht nur Manager betroffen. Wir könnten das jetzt als Zwangsläufigkeit des menschlichen Daseins verbuchen. Dem muss aber nicht so sein. Insbesondere OSGi bietet uns hervorragende Möglichkeiten, modular zu arbeiten.

Das Thema Modularisierung geistert ja immer mal wieder durch die IT-Welt. Hierbei denken die meisten wahrscheinlich an die so genannte „DLL-Hölle“. Aber wir sind ja nun einmal im Namen von Java unterwegs, und da genießen wir doch so einige Vorzüge, derer wir uns brüsten können – zumal OSGi uns den Weg aus dem Einheitsklassenpfad geebnet hat. Für die NIH-Anhänger gibt es ab hier also keine Ausreden mehr. Vorhandene Bibliotheken einzubinden ist prima, bietet es doch den Vorteil, zügiger mit der eigenen Arbeit fertig zu werden. Die Sache hat natürlich auch einen Haken: Ändert sich etwas Grundlegendes an der eingebundenen Bibliothek, fängt es im eigenen Projekt an zu brennen. Wie man also die externen Bibliotheken in die eigene Plattform flexibel einbindet und dabei gleichzeitig die Sache mit dem Haken im Blickfeld behält, möchte ich im folgenden Verlauf zeigen.

(Den vollständigen Artikel finden Sie im Eclipse Magazin 6.2014)

Geschrieben von
Philip Wenig
Philip Wenig
Dr. Philip Wenig ist Gründer der Open-Source-Software OpenChrom (http://www.openchrom.net) und Geschäftsführer der Lablicate UG (http://lablicate.com). Er beschäftigt sich hauptsächlich mit der Entwicklung von Software für den Bereich der Chromatographie und Massenspektrometrie (GC/MS). Darüber hinaus beteiligt sich seine Firma Lablicate UG aktiv an der Science Working Group (WG) der Eclipse Foundation (http://science.eclipse.org).
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