Wie gut ist Eclipse 4.2…?

Hartmut Schlosser

Seit Juni 2012 läuft Eclipse standardmäßig auf der neuen Plattform 4.2. Das neue Programmiermodell verspricht erhebliche Verbesserungen bei der Plug-in-Entwicklung, allerdings waren in der Community auch Stimmen laut geworden, das neue Layout und die Performance ließen zu Wünschen übrig.

Verständnis für die Anlaufschwierigkeiten der neuen Plattform brachten in unserem letzten Quickvote 37 Prozent auf: Es laufe zwar noch nicht alles optimal, doch die Umstellung auf eine innovativere Plattform stimme doch zufrieden. 11 Prozent finden Eclipse 4.2 sogar einsame Spitze. Immerhin 31 Prozent wollen aber noch auf die nächste Eclipse-Version warten, bis sie Eclipse 4.x selbst einsetzen.

Hier das Ergebnis im Überblick:

Sind Sie zufrieden mit Eclipse 4?
  • In Eclipse 4.2 läuft zwar noch einiges nicht optimal, dennoch bin ich zufrieden mit der Umstellung auf eine innovativere Plattform. (37%)
  • Eclipse 4.2 ist für mich noch zu unausgereift. Bis zur 4.3 verwende ich lieber noch die 3.x-Versionen. (31%)
  • Die Eclipse-4.2-Plattform des Juno-Releases ist einsame Spitze! (11%)
  • Mit Eclipse 4.x hat man einen falschen Weg eingeschlagen. (8%)
  • Eclipse 4.x kenne ich nicht. (12%)
  • Teilnehmer: 399

Zur Einschätzung der Lage sei hier e4-Experte Jonas Helming zitiert, der einerseits sieht, dass das Plattform-Team im Rahmen seiner Möglichkeiten für eine stabile Plattform gearbeitet hat. Dennoch benennt er klar auch das Problem der fehlenden Ressourcen für die Plattform-Entwicklung, für das eine Lösung gefunden werden müsse:

Zunächst kann ich alle beteiligten Parteien verstehen. Die Eclipse Community zeichnet sich gerade dadurch aus, dass sich sowohl User als auch Entwickler zu Wort melden und Probleme diskutieren. Auch wenn es dabei manchmal etwas hitzig wird, sind diese Diskussionen sehr wichtig für das Ökosystem. Persönlich würde ich Mike Milinkovichs Meinung teilen, dass ein Umstieg auf einen neue Plattform nie ganz reibungslos verlaufen kann (siehe: http://mmilinkov.wordpress.com/2012/09/10/juno-performance/). Klar muss auch sein, dass das Plattform-Team nicht einfach auf umfangreiche Tests verzichtet hat, sondern im Rahmen seiner zeitlichen Möglichkeiten für eine stabile Plattform bestmöglich gearbeitet hat. Fehlende Ressourcen des Plattform-Teams sind aber tatsächlich gerade ein akutes Problem, für das mittelfristig Lösungen gefunden werden müssen. Jonas Helming

Vielen Dank an alle, die sich am Quickvote beteiligt haben! In der nächsten Frage geht es übrigens um das Google-Protokoll SPDY. Welche Chancen räumen Sie SPDY ein, die Webentwicklung zu verbessern?

Stimmen Sie ab!

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.