Wer Open Source kann, bekommt die besten Jobs

Astrid Spier

Für IT-Fachkräfte könnten die Zeiten momentan nicht besser sein – sofern sie Linux und andere Open Source Software beherrschen. Zu dieser Einsicht kommt der Blogger Steven Vaughan-Nichols nach seinem Besuch auf der Open Source Convention OSCon in Portland.

Um dem Gerücht, die Messe-Firmen würden alle nach neuen Fachkräften suchen, nachzugehen, erkundigte sich Vaughan-Nichols persönlich bei den Ausstellern der immerhin über 100 Firmen. Und tatsächlich – jeder Einzelne bestätigte Interesse an IT-Kräften. Wie überall in der Wirtschaft schlägt sich die Nachfrage dabei auf den Preis nieder, also dem Gehalt der Angestellten, und so bieten sich gerade im Bereich Open Source hervorragende Möglichkeiten für Entwickler, Designer und Coder.

Neben Google und RedHat, Dell und HP warben mit GM und Motorola auch Unternehmen um IT-Fachkräfte, die auf den ersten Blick nicht unbedingt mit Open Source in Verbindung gebracht werden. Selbst kleine Firmen wie WikiMedia oder In Motion Hosting waren auf der Messe mit einem Stand vertreten und draußen vor der Halle warb die Web-Hosting Firma HostGator auf einer großen Reklametafel mit der Aufschrift:

Do you know Linux? We are hiring!

Ein großer Pluspunkt für Jobsuchende ist dabei sicherlich, dass der Markt für Open Source kaum Grenzen kennt und Unternehmen mit den verschiedensten Ausrichtungen gleichermaßen händeringend nach fähigem Personal suchen. So auch die Ahnenforschungsplattform Ancestry.com oder der Softwarehersteller Intuit. Hinzu kommt, dass die Unternehmen nicht ausschließlich Entwickler suchen, sondern ebenso Netzwerk-Administratoren, technische Redakteure oder Software-Tester.

Besonders vielversprechende Bereiche des Open Source sind OpenStack, Big Data, Hadoop oder Linux, Apache,MySQL und OHP/PerlPython-Stacks (LAMP-Stacks), wie Shravan Goli, Präsident der Tech-Jobbörse Dice mitteilt. Das größte Wachstum sagt Goli allerdings Big Data mit 127 Prozent voraus. Auch HTML5 könnte um 52 Prozent anwachsen.

Ein Blick in die Zukunft offenbart zudem, dass prototypische Locations für Tech-Jobs – Silicon Valley, Washington oder New York – in Zukunft Gesellschaft bekommen werden. Portland in Oregon, Charlotte in North Carolina, oder Kansas City und St. Louis in Missouri sind bereits auf dem Vormarsch und zählen mittlerweile zu den Märkten mit dem schnellsten Wachstum.

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Astrid Spier
Astrid Spier
Astrid Spier arbeitet seit Juli 2012 als Redaktionsassistentin bei S&S Media. Im Mai 2011 hat sie ihren Master in Germanistik in den Vereinigten Staaten erhalten. Durch die enge Verbindung von Journalismus und Germanistik hat sie in den USA journalistische Erfahrungen sammeln können und Artikel zur interkulturellen Verständigung für den Blog der Universität geschrieben. Im März 2013 hat sie ihr Staatsexamen mit den Fächern Englisch und Deutsch in Mainz abgeschlossen.
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