Gamification bei Open Source

Neuer Bürowettkampf: Wer ist der bessere Open Source Committer?

Melanie Feldmann

© Shutterstock / Nearbirds

Schon einmal mit dem Bürokollegen darüber diskutiert wer der bessere Open Source Committer ist? Die Seite codecuriosity.org macht aus Commits einen Wettbewerb und vergibt Punkte für die Unterstützung von Open-Source-Projekten auf GitHub. Mit den errungenen Punkten kann man aber nicht nur in der Teeküche angeben, man kann auch im GitHub Shop damit einkaufen.

Die Macher von Codecuriosity wollen vor allem Neulinge dafür begeistern bei Open-Source-Projekten mitzumachen. Deswegen werden nicht nur Code Commits – egal wie klein oder groß –, sondern auch das Kommentieren, das Öffnen oder Schließen von Issues und die Konsistenz der Unterstützung von Open-Source-Projekten belohnt. Damit nicht jeder Commit im eigenen Test-Repository gewertet wird, nimmt Codecuriosity nur Projekte mit mehr als 25 Sternen auf oder solche deren Quelle mehr als 25 Sterne haben. Die Punktevergabe erfolgt automatisch über einen Algorithmus. Dabei wird zum Beispiel mit einberechnet, ob der Commit zum kritischen Pfad gehört, ob er einen Fehler behebt und wie viele Zeilen Code er enthält.

Entwickler müssen sich dazu auf codecuriosity.org einfach mit ihrem GitHub-Log-in anmelden. Wer schon länger bei Open-Source-Projekten auf GitHub aktiv ist bekommt Punkte nachträglich für seine Aktivitäten angerechnet. Das gibt Veteranen durchaus einen kleinen Punktevorsprung vor Open-Source-Neulingen. Als persönliche Herausforderung können sich Entwickler auch monatliche Ziele setzen, wie viele Punkte sie erreichen wollen. Für das Erreichen des eignen Ziels gibt es natürlich auch Punkte.

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Zurzeit gibt es für die errungenen Punkte außer Ruhm und Ehre nur Swag aus dem GitHub Shop. Der Traum der Entwickler von Codecuriosity ist jedoch, Contributor auch mit Geld belohnen zu können. Dazu müssen sie jedoch erst einige rechtliche Fragen klären und das Geld auch irgendwoher bekommen.

We dream to invent a new career – A full-time open source contributor who works for the community and not for a company!

Außerdem würde sich Codecuriosity über die Unterstützung von Open-Source-Unternehmen wie Mozilla freuen. Einzelne Repositories sollen jedoch nie gezielt gefördert werden. Zusätzlich arbeiten die Entwickler gerade an einem Feature, dass Unternehmen Punkte durch ihre Mitarbeiter erreichen können. Damit sollen Unternehmen belohnt werden, welche die Teilnahme an Open-Source-Projekten fördern. Zurzeit unterstützt Codecuriosity nur GitHub, kein BitBucket oder GitLab.

Aufmacherbild: Window level job in the computer game von Shutterstock / Urheberrecht: Nearbirds

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Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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