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Die vorweihnachtlichen Update-Plätzchen sind fertig

Welche Mitbringsel Android Oreo 8.1 dabei hat

Carina Schipper

© Shutterstock / Brent Hofacker

Passend zur Vorweihnachtszeit liefert uns Google ein Software-Plätzchen: Android 8.1. Das Oreo-Update bringt nicht wie gewöhnlich bloß eine Reihe von Verbesserungen und neuen Features. Mit im Gepäck hat es auch eine ganze Android-Schwesterversion namens Edition Go. Die richtet sich vor allem an Einsteigergeräte mit wenig Speicher und soll Millionen Nutzern weltweit auch endlich Android bescheren.

Mit Android Oreo 8.1 springt Google auf den Machine-Learning-Zug auf. Das Neural Networks API, eine hardwarebeschleunigte Laufzeitumgebung für maschinelles Lernen. Auf unterstützten Geräten ermöglicht die neue Schnittstelle eine Reihe wichtiger Anwendungsfälle, beispielsweise bei der bildbasierten Objektklassifizierung.

Das aktuelle Update hat noch eine weitere Neuerung im Gepäck. Android Oreo 8.1 existiert nun auch in der Go Edition. Dahinter steckt eine OS-Version für Einsteigergeräte. Die Go Edition richtet sich an speicherarme Geräte. Google hat die Speichernutzung auf der gesamten Plattform verbessert, um sicherzustellen, dass Anwendungen effizient auf Geräten mit 1 GB oder weniger RAM ausgeführt werden können. Zusätzlich führt das Unternehmen neue Möglichkeiten ein, Apps gezielt zu verteilen. Die Google-eigenen Apps nutzen die Go Edition bereits. Schließlich hat sich Google auch Google Play vorgenommen. Alle Apps auf Android-Oreo-Go-Edition-Geräten werden in Google Play besser sichtbar. Durch eine Reihe neuer Richtlinien und Leitfäden bekommen Entwickler Hilfe beim Zuschnitt ihrer Apps auf die Go Edition. Für die meisten von ihnen ist die Optimierung ihres bestehenden APKs oder die Verwendung von Google Play’s Multiple APK Feature, um eine Version ihres APKs auf Low-RAM-Geräte auszurichten, der beste Weg, um sich vorzubereiten.

Hoch lebe das Testen

Im Zusammenhang mit dem Upgrade auf Android Oreo 8.1 sollten Entwickler bei ihren Apps vor allem auf Background Location Limits, Benachrichtigungskanäle und Änderungen in den Bereichen Netzwerk, Sicherheit und Identifikatoren achten. Wer in Android 8.1 entwicklen will, dem empfiehlt Google, dies in Android Studio 3.0 zu tun. Zusätzlich zu den neuen App-Performance-Profiling-Werkzeugen, dem Kotlin-Support und den Gradle-Build-Verbesserungen vereinfacht Android Studio 3.0 die Entwicklung von Oreo-Features wie Instant Apps, XML Fonts, herunterladbaren Fonts und adaptiven Icons. Mit der stabilen Plattformversion aktualisiert das Android-Team das SDK und baut Werkzeuge in Android Studio sowie API Level 27 Emulator System-Images ein. Der Konzern aus Mountain View legt Entwicklern ein Update auf die Android Support Library 27.0.2 ans Herz, die im Maven Repository von Google verfügbar ist.

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Carina Schipper
Carina Schipper
Carina Schipper ist seit 2017 Redakteurin beim Java Magazin, Business Technology und JAXenter. Sie hat Germanistik und Europäische Ethnologie / Volkskunde an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg studiert.
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