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Microsoft: Facebook macht Visual Studio Code zum Standard-Editor

Katharina Degenmann

© Shutterstock / CoreDESIGN

Facebook stellt für seine Entwickler nun Microsofts Visual Studio Code standardmäßig zur Verfügung. Für die Weiterentwicklung von VS Code möchte Facebook nun künftig gemeinsam mit Microsoft zusammenarbeiten.

In den vergangenen Jahren nutzte Facebook standardmäßig die eigens erstellte IDE Nuclide, die auf dem Editor Atom von Github aufbaut. Facebook hatte Nuclide als Open-Source-Projekt gestartet, aber bereits im Jahr 2018 eingestellt. Zwar portieren Facebook-Entwickler seit Ende 2018 die Funktionen von Nuclide auf Visual Studio Code, inklusive intern genutzten Erweiterungen, doch nun sollen die Facebook-Entwickler ganz auf Visual Studio Code migrieren. Zwar schreibe Facebook seinen Entwicklern nicht vor, welchen Editor oder welche Entwicklungsumgebung (IDE) sie nutzen sollen, allerdings werde Microsofts Visual Studio Code nun standardmäßig bereitgestellt.

Von Nuclide zu Visual Studio Code

Das Facebook Visual Studio Code als einheitlichen Editor Nuclide vorzieht, läge unter anderem an der Popularität des Editors: Es sei ein beliebtes Entwicklungstool, mit großem Support sowohl von Microsoft als auch aus der Open Source-Community, es läuft auf Linux, macOS und Windows und verfügt über eine robuste API.

Eine kleine Baustelle gibt es allerdings für Facebook: Die Entwicklung bei Facebook geschieht auch mit Visual Studio Code nicht lokal auf den Rechnern, sondern auf entfernten Servern. Facebook reserviert für viele seiner Entwickler einen Platz auf Entwicklungsservern im Rechenzentrum des eigenen Unternehmens. Grundvoraussetzung sei hierfür der nahtlose, performante Zugriff auf diesen Code – auch hierbei überzeugte die Lösung aus dem Hause Mircosoft wohl am meisten. Für dieses sogenannte Remote Development stellt Visual Studio Code nämlich bereits seit knapp einem halben Jahr passende Erweiterungen zur Verfügung.

Facebooks Entwickler nutzen die Extensions von Microsoft allerdings nicht nur selbst, sondern engagieren sich ebenso aktiv an der Weiterentwicklung. Nun sei die Lösung aus dem Hause Microsoft so gut, dass man sich von der eigenen verabschiede, wie in einem Blogbeitrag des Unternehmens zu lesen ist.

Kooperation für die Weiterentwicklung

Die beiden Unternehmen wollen den Support für dieses Entwicklungskonzept in Visual Studio Code nun gemeinsam ausbauen sowie an die speziellen Bedürfnisse Facebooks anpassen. Unter anderem will Facebook VSC mit besserem Support für die von ihm entwickelten Sprachen Flow, Hack und Reason ausstatten. So wurde unter anderem das Language Server Protocol von Flow verbessert, zudem soll die intern verwendete Versionierung Mercurial besser in Visual Studio Code integriert werden. Da Microsofts IDE inzwischen Open Source ist, dürften davon am Ende alle Programmierer profitieren.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina ist hauptberuflich hilfsbereite Online- und Print-Redakteurin sowie Bücher- und Filme-Junkie. Nebenbei ist sie Möchtegern-Schriftstellerin, die heimlich hofft, eines Tages ihr Geld als Kaffee-Testerin zu verdienen. Seit Februar 2018 arbeitet sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH, davor hat sie Politikwissenschaft und Philosophie studiert.
Kommentare

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3 Kommentare auf "Microsoft: Facebook macht Visual Studio Code zum Standard-Editor"

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Irgendwer
Gast

Selbst wenn Facebook das AmigaOS als Desktop-Betriebssystem wieder einführen würde, wäre mir das egal.

der könner
Gast

und den meisten ist egal,was dir egal ist….

der Doppelkommentator
Gast

und mir ist egal was dir egal ist weil den meisten egales einfach egal ist 🤭