Web Services mit Spring WS

Schritt 8: Starten der Webanwendung und Testen des Web Service mit SoapUI

In den letzten 7 Schritten haben wir eine Anwendung erstellt, die einen Web Service zur Verfügung stellt. Der letzte Teil unseres Vorhabens besteht darin, die Anwendung auf einem Tomcat zu deployen. Mit Eclipse geht das sehr einfach mit RUN AS… | RUN ON SERVER. Die Server-Runtime haben Sie bereits bei der Erstellung des Projekts festgelegt. Die Anwendung wird automatisch auf dem Server deployt und gestartet. Nach wenigen Sekunden ist das erledigt. Ein Aufruf des URLs http://localhost:8080/articles-spring-ws-dom/productService/product.wsdl zeigt die von Spring WS generierte WSDL. Doch was nun? Die Anwendung enthält noch keinen Clientcode. Wir können den Web Service nicht ausprobieren. Jetzt kommt SoapUI [6] ins Spiel. SoapUI ist ein Web-Service-Testing-Tool. Damit können SOAP-Requests abgesetzt werden und genau diese Funktion verwenden wir auch, um den Web Service aufzurufen. Im Beispielprojekt finden Sie ein Verzeichnis soap-ui. Die dort enthaltene XML-Datei ist ein SoapUI-Projekt. Wenn Sie dieses Projekt öffnen, finden Sie links im Navigator einen vorbereiteten Request. Diesen können Sie ausführen und erhalten einen Response mit 2 Products.

Zusammenfassung

In diesem ersten Teil der Artikelserie haben wir bereits einen funktionsfähigen Web Service erstellt. Allerdings sind viele Dinge noch nicht optimal. Zum einem haben wir noch keinen richtigen Client. Zum anderen arbeiten wir direkt auf dem SOAP-Body. Das ist bei größeren Requests nicht zielführend. Viel lieber wollen wir direkt mit Java-Objekten arbeiten. Deswegen werden wir im nächsten Teil den Web Service auf JAXB 2 umstellen und einen Client implementieren, so dass wir SoapUI nicht mehr für das Testen der Anwendung brauchen.

Thorsten Kamann ist als Softwarearchitekt und als Coach bei itemis tätig. Seine Schwerpunkte sind webbasierte Technologien, MDSD, leichtgewichtige und flexible Architekturen und Open Source. Er ist Project Lead bei der Fornax Platform, einer Plattform für die Entwicklung von MDSD-related Tools und Groovy-Commiter. Darüber hinaus schreibt er Bücher, veröffentlicht regelmäßig Artikel in Fachmagazinen und hält Vorträge auf Fachkonferenzen zu obigen Themen.
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