Effizienz, Arbeitnehmersicherheit und Co.

5 Beispiele, wie Wearables Unternehmensabläufe verbessern können

Michael Thomas

© Shutterstock.com/fotographic1980

Glaubt man dem dem Report „Top 10 Strategic Technology Trends for 2016“ des Marktforschungsunternehmens Gartner, so werden Wearables eine Schlüsselrolle in der Entwicklung verbundener Umgebungen im Unternehmensbereich spielen – insbesondere durch das sogenannte „Device Mesh“, also die zunehmende Vernetzung bislang unverbundener Geräte, die die Funktionalität des Internet of Things erweitert. Doch schon heute spielen Wearables in vielen Unternehmen eine nicht unbedeutende Rolle.

So hat Yet Analytics, Anbieter der Datenanalyseplattform Yet Core, aktuell fünf Beispiele dafür zusammengetragen, wie Unternehmen Wearables nutzbringend einsetzen (können):

1. Vertriebsleistung/Umsatzentwicklung

Mit Salesforce Wear hat der Cloud-Computing-Lösungs-Anbieter Salesforce bereits vor rund anderthalb Jahren ein App-Programm gestartet, das Unternehmen per Wearable-Technologie den direkten Kontakt zum Kunden ermöglichen soll. Partner des Salesfoce-Wear-Ökosystems, wie beispielsweise Samsung Gear, Google Glass, Philips oder NewVoiceMedia versprechen sich dadurch u. a. eine genauere Kenntnis der Kundenbedürfnisse und somit bessere Möglichkeiten der Kundenbindung und Umsatzsteigerung.

2. Wohlbefinden der Mitarbeiter

Fitnessarmbänder machen nach wie vor den Löwenanteil an den weltweit verkauften Wearables aus. Im Gegensatz zu der Mitgliedschaft in einem Fitnessclub gibt es laut einer MIT-Studie Hinweise darauf, dass der bloße Besitz eines solchen Geräts das eigene Gesundheitsbewusstsein erhöht. Mehrere Fortune-100-Unternehmen haben das Aktivitätstracking bereits in ihre firmeneigenen Fitness- und Wellness-Programme aufgenommen. Natürlich nicht ganz uneigennützig: Wie beispielsweise eine Studie des Versicherungsunternehmens MetLife herausfinden konnte, führen gesündere (und glücklichere) Mitarbeiter zu langfristigen Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen (höhere Produktivität, höheres Mitarbeiterengagement etc.)

3. Betriebliche Effizienz

Eine frühe Form von „Wearable“ – die Magnetstreifenkarte – wird schon seit Jahren für die leichtere Abwicklung von Zugriffskontrollen, sowie für die Identifikation, Bezahlvorgänge etc. verwendet; die Effizienzvorteile sind also schwerlich zu bestreiten. Die nächste Stufe dieser Entwicklung stellen RFID-Systeme und Mikrochips, die zunehmend erschwinglicher werden, dar. Aktuelle Beispiele für deren Anwendung sind beispielsweise HubSpot, Hersteller der gleichnamigen Inbound-Marketing-Software, der Armbänder für den Zugang zu seinen Büros nutzt, oder der Eventmanagement-Tool-Anbieter Eventbrite, der Papiertickets durch RFID-Armbänder ersetzt hat. Weniger gefallen dürfte vielen allerdings der Gedanke, der hinter dem Coworking-Büro Epicenter steckt: Dieser nutzt implantierte Mikrochips für sämtliche Zugangs- und Zugriffskontrollen.

4. Bestandsverwaltung

Es muss nicht gleich Amazon mit seinen Bestrebungen in Richtung vollautomatisierter Produktbestellung und -auslieferung sein: Mithilfe von Indoor-Positionierungssystemen, die nur eine genaue Karte des Gebäudes, ein Standort-Tracking-System, und tragbare Sensoren erfordern, kann die automatische Nachverfolgung von Lagerbeständen in Echtzeit realisiert werden. Zu den Unternehmen, die derartige Systeme bereits nutzen, gehören u. a. Apple, Nordstrom oder Skytrax.

5. Arbeitnehmersicherheit

Insbesondere in Hochrisiko-Umgebungen wie beispielsweise der Fertigung, der Öl- und Gasförderung oder dem Bergbau können lange Arbeitszeiten, Stress etc. zu einem erhöhten Unfallrisiko führen. Hier können Geräte wie die SmartCap hilfreich sein: Diese misst per Sensor die Gehirnwellen des Trägers und stellt somit fest, wie erschöpft er ist und ob die Gefahr von Sekundenschlaf droht. In Bekleidung und Kopfbedeckungen eingebettete Sensoren sind in der Regel kostengünstig und können potentiell Probleme lösen, die auf herkömmlichen Weg nur schwierig zu beseitigen sind.

Aufmacherbild: internet of things, mobile device information media technology von Shutterstock / Urheberrecht: fotographic1980

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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