Machine Images für verschiedene Plattformen

Was ist Packer?

Hartmut Schlosser
Titel

Packer

Version

0.6.0

Lizenz

MPL2

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Vom Erfinder des VM-Automatisierungstools Vagrant stammt ein neues nützliches Virtualisierungswerkzeug: Packer. Mit Packer lassen sich auf der Basis einer einzelnen Konfigurationsdatei Maschinen-Images für verschiedene Plattformen erstellen. Mit diesen Packer Images können vollständig provisionierte und konfigurierte VMs im Handumdrehen gelauncht werden.

Anstatt sich wie früher lange mit der Erzeugung und Verwaltung von Images für eine bestimmte Plattform aufzuhalten, wird dies mit Packer automatisiert. Mit denselben Anweisungen lassen sich beispielsweise Images für AWS, Virtual Box oder Vagrant erstellen.

Beim Erzeugen der Images können Konfigurationsmanagement-Tools wie Chef oder Puppet eingebunden werden, um Software in ein Image zu installieren. Die Machine Image-Formate selbst variieren von Plattform zu Plattform, beispielsweise AMIs für EC2, VMDK/VMX-Dateien für VMware oder OVF Exports für VirtualBox.

Packer is a tool for creating identical machine images for multiple platforms from a single source configuration.

Da Packer identische Images für verschiedene Plattformen kreiert, ist ein hoher Grad an Portabilität gegeben: Produktivbetrieb auf den AWS, Staging/QA in einer private Cloud wie OpenStack und Entwicklung auf einer Desktop-Virtualisierungslösung wie VMware oder VirtualBox – alle Umgebungen werden mit einem identischen Machine Image versorgt.

Damit kommt man einem der Kriterien des 12-Factor-App-Manifests aus dem Vagrant-Umfeld nahe: Halte Development, Staging und Production so ähnlich wie möglich. Das Manifest definiert 12 Best Practices für das Bauen moderner Webapps, die gut wartbar, portabel und skalierbar sind und Techniken für das Continuous Deployment mit sich bringen.

An dieser Stelle sieht auch Vagrant-Gründer Mitchell Hashimoto einen der Use Cases für das neue Packer Tool: Packer sei ein leichtgewichtiges, portables, Kommandozeilen-getriebenes Projekt, das sich einfach in eine Continuous Delivery Pipeline integrieren lasse. Für jede Veränderung in beispielsweise Chef oder Puppet können mit Packer neue Machine Images erzeugt werden, die sofort gestartet und getestet werden können. So werde in Bezug auf Infrastruktur-Veränderungen eine neue Stufe der Sicherheit und Stabilität erreicht, schreibt Hashimoto auf der Projektseite.

Packer is easy to use and automates the creation of any type of machine image. It embraces modern configuration management by encouraging you to use automated scripts to install and configure the software within your Packer-made images.

Packer brings machine images into the modern age, unlocking untapped potential and opening new opportunities.

Prinzipiell kann Packer Images für beliebige Plattformen erstellen. Von Haus aus unterstützt wird Amazon EC2 (AMI), DigitalOcean, Docker, Google Compute Engine, OpenStack, QEMU, VirtualBox (OVF) und VMware (VMX). An der Einbindung weiterer Plattformen wird gearbeitet, außerdem lässt sich der Plattform-Support über einen Plug-in-Mechanismus erweitern.

Packer wird Open Source unter der Mozilla Public License 2.0 entwickelt. Die aktuelle Version 0.6.0 kann unter www.packer.io heruntergeladen werden. Die Entwicklung vollzieht sich auf GitHub unter https://github.com/mitchellh/packer.

Neben der guten Dokumentation auf www.packer.io empfiehlt sich zur Einführung der Artikel „Building Vagrant Machines with Packer“ von Florian Motlik. Packer-Erfinder Mitchell Hashimoto stellt sein Projekt in folgendem Video vor.

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. SEO und KPIs isst er zum Frühstück. Satt machen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
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