Dockers Wert auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt

5 Gründe für den Erfolg von Docker

Moritz Hoffmann

(c) shutterstock.com / gyn9037

Dockers Firmenwert wird mittlerweile auf etwa eine Milliarde US-Dollar geschätzt. Während viele Firmen eine monetäre Wertschätzung in dieser Größenordnung durch die Anzahl ihrer Nutzer statt durch ihr Business Model oder den Ertrag erringen, ist Docker weder ein B2C-Unternehmen, noch ein Anwenderprogramm. Was also macht Docker so wertvoll? Mike Kavis, Vice President & Principal Cloud Architect bei Cloud Technology Partners ist überzeugt: In Anbetracht von Dockers Angebot und den weiteren Plänen, ist da sogar noch deutlich Luft nach oben…

Docker habe es verstanden, in einer neuen IT-Welt, in der verschiedene Software-Lösungen schnell und unkompliziert in teilweise sehr komplexe Umgebungen geliefert werden müssen, das passende Produkt anzubieten. Breite Anwendungsmöglichkeiten und der große Spielraum, den die Containertechnologie den Nutzern für die Entwicklung eigener Plattformen an die Hand gebe, bezeichnet Kavis als einen der wichtigsten Trümpfe in Docker’s Hand.

Flexible Dienste, robuster Kern

Eine One-Size-Fits-All-PaaS-Lösung, so Kavis, ist bei der Unübersichtlichkeit komplexer Enterprise-Infrastrukturen mit ihrer Legacy-Software und zahlreichen Permutationen schlichtweg nicht realistisch. Vor diesem Hintergrund sei es genau richtig gewesen, Unternehmen das Ausrollen eigener Plattformen zu ermöglichen und eben dazu eine Infrastruktur anzubieten, die gleichwohl integrativ als auch offen für neue Technologien ist.

So sei Dockers neue Plug-In-Infrastruktur bestens geeignet, um genau die Dienste auf einer eigenen Plattform zusammenzustellen, die die erwünschten Anforderungen erfüllen. Zugleich würden Unternehmen in die Lage versetzt, ein höheres Abstraktionslevel oberhalb der exstierenden PaaS- und IaaS-Layer zu errichten und Workloads in nahezu jede Umgebung zu portieren.

Die starke technologische Individualisierung um einen festen Architektur-Kern herum beugt, so Kavis, auch der Angst vor einem Vendor-Lock-in vor: Nahezu jeder PaaS- oder IaaS-Dienst biete heute Docker-Integrationen an.

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Mit Docker zur hybriden Cloud?

Auch Dockers Potential für eine einheitliche Lösung verschiedener Cloud-Modelle trage zum hohen Marktwert bei. Moderne Unternehmen wollen heute einerseits der Public Cloud zum Durchbruch verhelfen, um sich des Betriebs eigener Datenzentren möglichst zu entledigen. Auf der anderen Seite aber werde die private Cloud benötigt, um Unternehmens-kritische Anwendungen gesichert verwalten zu können. Eine wirklich hybride Cloud, die beides gleichzeitig ermöglicht, steht noch aus. Docker, davon ist Kavis überzeugt, ist auf dem besten Wege sie verwirklichen zu können.

Ein weiterer Punkt, der Dockers Unternehmenswert in ungeahnte Höhen treibt, sei die gelungene Produktplatzierung auf dem IT- Markt. Docker bilde den Kern eines robusten Ökosystems, um den herum sich eine Vielzahl an IT-Anbietern angliedern kann. Die großen Namen, von Amazon über Google bis zu IBM oder Red Hat, hätten dieses Potential von Docker schon sehr früh erkannt, um davon zu profitieren. Die enge Partnerschaft der Großen habe zu einigen überraschenden Engagements geführt:

Since going GA, Microsoft has joined the ecosystem. In fact, in the last 6 months, Microsoft, yes that’s right, Microsoft is the number one open source contributor to Docker.

Next Generation PaaS

Dockers Wert bemisst sich Kavis Argumenten zufolge also in

  • der Eignung für verteilte Anwendungen
  • dem offenen Charakter des PaaS-Angebots
  • dem Vertrauen der Nutzer bezüglich eines möglichen Lock-Ins
  • dem Potential für eine wirklich hybride Cloud
  • dem robusten Docker-Ökosystem

Das geht weit über Dockers Container-Technologie hinaus. Und so machen die Container tatsächlich nur etwa 5% des Docker-Codes aus. Das Ziel, das Dockers CEO Solomon Hykes auf der letzten DockerCon in San Francisco verkündete und das mit einer umfassenden Toolbox verwirklicht werden soll, ist hoch gehängt:

to build a software layer that makes the Internet programmable

Aufmacherbild: When the container terminal at dusk, work cranes and forklift via Shutterstock.com
Urheberrecht: gyn9037

Geschrieben von
Moritz Hoffmann
Moritz Hoffmann
Moritz Hoffmann hat an der Goethe Universität Soziologie sowie Buch- und Medienpraxis studiert. Er lebt seit acht Jahren in Frankfurt am Main und arbeitet in der Redaktion von Software und Support Media.
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