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Warum Weiterbildung fester Bestandteil des IT-Budgets sein sollte

Michael Thomas
© shutterstock.com/Matej Kastelic

Gerade in den heutigen, vom raschem Wandel traditioneller Berufsbilder und Anforderungsprofile gezeichneten Zeiten ist es für den wirtschaftlichen Erfolg eines jeden Einzelnen – und damit auch jedes Unternehmens – erforderlich, Bereitschaft zum lebenslangen Lernen zu zeigen. Für die Welt der IT gilt dies in besonderem Maße.

Doch wie so oft klaffen Anspruch und Wirklichkeit auch hier auseinander. Und wie so oft sind auch hier zwei Hauptschuldige auszumachen: Zeit und Geld.

Gerade letzteres zu sparen, ist ein Hauptziel der meisten Unternehmen. Der falsche Ansatz, denn wie ein aktueller Artikel auf dem Unternehmensblog des ECMAnbieters Laserfiche darlegt, gibt es viele gute Gründe, warum Weiterbildung ein fester Bestandteil eines jeden IT-Budgets sein sollte.

1. Weiterbildung kann Geld sparen

So kann es beispielsweise deutlich günstiger sein, einen Mitarbeiter in bestimmten Technologien weiterzubilden, als einen neuen Mitarbeiter einzustellen, der die gewünschte Technologie zwar beherrscht, dafür jedoch Defizite in anderen relevanten Bereichen aufweist. Außerdem ist zu bedenken, dass komplett neue Mitarbeiter häufig mehrere Monate benötigen, bis sie sich auf ihren neuen Arbeitsplatz eingestellt haben und voll ins Team integriert sind. Gerade bei Schlüsseltechnologien wie Data Science ist häufig ein Fachkräftemangel zu beobachten, weshalb sich Weiterbildungen in diesen Bereichen besonders anbieten.

2. Weiterbildung drückt Wertschätzung aus

Fakt ist: Zufriedene Mitarbeiter sind die produktiveren Mitarbeiter. Einen nicht unerheblichen Anteil an der Zufriedenheit hat das Ausmaß der Wertschätzung, die ein Unternehmen seinen Mitarbeitern und der von ihnen geleisteten Arbeit entgegenbringt. Angestellte auf Weiterbildungen zu schicken, die diesen auch tatsächliche Vorteile bringen, ist eine Möglichkeit, diese Wertschätzung auszudrücken.

Bemüht sich ein Unternehmen darum, technologisch am Puls der Zeit zu sein, eröffnet sich ein weiterer Vorteil: Insbesondere hochqualifizierte Mitarbeiter können so effektiv bei der Stange gehalten werden – kein unerheblicher Nutzen, wie der folgende Punkt zeigt.

3. Weiterbildung eröffnet Angestellten Karrierechancen im eigenen Haus

Mitarbeiter, die sowohl über Kenntnisse in Standard-Technolgien als auch den modernsten Technologien verfügen, erzielen zumeist die höchsten Einkommen und neigen dazu, sich nach neuen Herausforderungen umzusehen. Kann ihr aktueller Arbeitgeber diese nicht bieten, sind sie einem Arbeitsplatzwechsel häufig nicht abgeneigt. Weiterbildung kann die Bindung eines Arbeitnehmers an seinen Arbeitgeber festigen, indem sie ihn dazu befähigt, sich neue Aufgabenfelder innerhalb des Unternehmens zu erschließen.

Fazit

Den roten Stift beim Weiterbildungsbudget anzusetzen, kommt einem Schnitt ins eigene Fleisch gleich. Denn den kurzfristigen Einsparungen stehen teils deutlich schwerwiegendere, langfristige negative Konsequenzen gegenüber, die mitunter nur mühsam wieder ausgeglichen werden können.

Aufmacherbild: Speaker at Business convention and Presentation. Audience at the conference hall.von Shutterstock.com / Urheberrecht: Matej Kastelic

 

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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