Warum Oracle MIDP nicht mag

Claudia Fröhling

Nokia-Softwarearchitekt und Eclipse-Committer (MTJ-Projekt) Görkem Ercan erklärt jüngst in seinem Blog, warum seiner Meinung nach Oracle die Finger von MIDP lässt. Das Mobile Information Device Profile 3 (MIDP 3.0, JSR-271) ist seit Dezember letzten Jahres auf dem Markt und war bis zur Version 3 immer Teil der Java Micro Edition. MIDP-Anwendungen werden für mobile Telefone und PDAs geschrieben.

Ercan weist darauf hin, dass JavaME bislang MIDP 3.0 nicht implementiert hat und dass es mit NetBeans nicht möglich sei, MIDP-Anwendungen zu entwickeln. Den Grund sieht Ercan in der Lizensierung: Das MIDP-3-TCK ist unter Apache lizensiert, allerdings muss zusätzlich ein Agreement unterschrieben werden, das von Aplix abgenickt werden muss. Aplix ist JSR-Lead bei MIDP und Anbieter von JBlend.

So what is in this letter agreement? If you do not license and JSR TCKs yourself the terms of the agreement does not affect you at all and you get access to the TCK under APL terms for free. If you do license JSR TCKs, which is the case with Oracle, then a set of conditions apply. (Görkem Ercan)

Die angesprochenen Bedingungen sind folgende:

  • No per unit royalties payments are required.
  • No more restrictions (or less) will be offered to Aplix.
  • Payment for each TCK shall not exceed

    ,000/yr.

  • No more than usual & customary terms for the TCK are given.
  • No extra conditions are placed on an Independent Implementation by using the TCK outside the scope of the Specification License terms for Independent Implementations

Mit diesen Bedingungen sei Oracle nicht einverstanden, konkludiert Ercan. Daher scheint es ihm so, als würde Oracle MIDP 3.0 vorerst ignorieren. Vielleicht wird die kommende JavaOne Licht ins Dunkel bringen.

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Claudia Fröhling
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