Warum JetBrains Kotlin braucht

Claudia Fröhling

Eine Woche ist es her, dass JetBrains die Entwicklung einer hauseigenen JVM-Sprache bekannt gab. Die Geburt von Kotlin sorgte wie gewohnt für Aufsehen in der Java-Community. Kotlin soll Java-kompatibel sein, sicherer und prägnanter als Java und einfacher als Scala.

Jetzt legt JetBrains nach: Dmitry Jemerov hat einen Blogeintrag verfaßt, der auf sehr ehrliche Weise die Beweggründe seines Unternehmens erklärt. Zum einen geht es JetBrains dem Blogpost zufolge um die eigene Produktivität. Man nutze zwar in Sachen Buildsystem und Tests die Sprache Groovy, auch JRuby käme zum Einsatz. Der Großteil werde aber immer noch in Java entwickelt und deswegen sei man auf der Suche nach einer Alternative: „We want to become more productive by switching to a more expressive language.“

Zweitens erwarte man sich durch Kotlin auch mehr kommerziellen Erfolg der IntelliJ IDEA IDE. Die Entwicklungswerkzeuge für Kotlin werden Open Source verfügbar sein, aber der volle Support der Enterprise-Development-Frameworks und -Tools wird nur via Commercial Version der IDE zu haben sein. Schließlich sei die Bekanntmachung von Kotlin für JetBrains auch ein Schritt zu mehr Community Awareness. „We see that people who are already familiar with JetBrains trust the company to be able to do a good job with this project.“

Zum Ende des Blogeintrags bekräftigt Jemerov, dass die Geburt von Kotlin keinen Einfluss auf das bereits existierende Scala-Plug-in und den Scala-Support allgemein haben wird. „If you’re already happy with Scala and have no need for another new language, we’ll continue to do our best providing you with first-class Scala development tooling.“

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Claudia Fröhling
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