Die neue Ordnung der Dinge

W-JAX 2015 ist eröffnet: Bleibt hungrig, bleibt innovativ!

Hartmut Schlosser

Bleibt hungrig, bleibt innovativ, bleibt relevant – auch nach 20 Jahren Java! Mit dieser Botschaft hat Sebastian Meyen die W-JAX 2015 in München eröffnet.

20 Jahre Java

Mit einer Metapher aus Douglas Adams’ Hitchhiker’s Guide to the Galaxy startete Sebastian Meyen seine Eröffnungsrede in einem prall gefüllten Keynotesaal. Alles, was zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr erfunden wird, erscheint einem oft als aufregend und revolutionär, schreibt Adams in seinem Kult-Buch. Man macht sich diese Dinge begeistert zu eigen, identifiziert sich mit ihnen, hält sie schließlich für die natürliche Ordnung der Dinge. Was hingegen nach dem 35. Lebensjahr erfunden wird, richtet sich gegen diese als „natürlich“ wahrgenommene Ordnung – und wird deshalb abgelehnt.

Wer diese Aussage nun auf sich und sein Verhältnis zu Java anwendet, wird sich womöglich eingestehen müssen, dass die Zeit, in der er Java als das aufregende, revolutionäre Neue empfunden hat, hinter ihm liegt. Womöglich denken Sie sogar: Java ist etabliert, daran können auch die neuen Hypes nichts ändern. Doch halt: Dieser Schein trügt!

wjax2

Sebastian Meyen eröffnet die W-JAX 2015

 

Innovation(sdruck)

Während Java zweifellos nicht mehr der innovative Herausforderer ist, den es zu Beginn gegen die etablierte (MS-)Welt dargestellt hat, so sind die Innovationen, die aus der Java Community entspringen, keineswegs erlahmt. Im Gegenteil: Das Java-Ökosystem aus Unternehmen, Organisationen und Open-Source-Communities floriert wie nie zuvor. Und so gilt es eher, sich dieser Innovationsfreude wieder bewusst zu werden – nicht aus Selbstverliebtheit, sondern vor allem deshalb, weil die Märkte und das Business sich in einem fundamentalen Wandel befinden, den innovative IT mit angestoßen hat, der aber gleichzeitig klassische IT-Strukturen in Frage stellt.

Wir leben in einer polyglotten Welt – nicht nur was die Sprachen anbelangt! Poly-Everything: Poly-Architektur, Poly-Datendepeicher, Poly-Architektur… Die Welt wird komplexer!

Continuous Delivery, Microservices, Clouds, Container, DevOps, Web, IoT – alles Begriffe, die für ein neues Verständnis stehen, was IT heute leisten muss. Releases nicht mehr 1 mal pro Jahr bereit zu stellen, sondern automatisiert 1x pro Monat, 1x pro Woche, 1x pro Tag – das sind die neuen Standards, die (ehemalige) junge Start-ups wie Amazon, Zalando, Facebook vorlegen und sich dadurch Wettbewerbsvorteile erarbeiten. Die Zeit der fixen Architektur-Blueprints ist vorbei – die IT ist offener, komplexer geworden, genauso wie die Welt, die sie abbilden soll.

Hungrig bleiben!

Wer die obigen Begriffe für sich selbst als Gefährdung der bestehenden Ordnung der Dinge wahrnimmt – um beim Bild von Douglas zu bleiben – sollte spätestens jetzt merken, dass er reagieren muss…

Vor diesem Hintergrund richtet sich die W-JAX 2015 in diesem Jahr an Themen aus, die dabei helfen, den Wandel in der IT erfolgreich zu bewältigen. In Meyens Worten: „Bleibt hungrig, bleibt relevant, stellt euch auf weiteren Wandel ein!“

Und an die „Generation Java“ gerichtet:

Ihr wart die Könige des letzten Jahrzehnts – doch: bleibt dran!

Noch die ganze Woche bietet die W-JAX 2015 Vorträge, Keynotes und Workshops zu den unterschiedlichsten Themenbereichen. Die erwarteten 1400 Teilnehmer haben die Qual der Wahl aus bis zu 10 parallel laufenden Tracks. Hier auf JAXenter gibt’s in den nächsten Tagen also viel zu erzählen! Bleiben Sie dran!

 

Verwandte Themen:

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. SEO und KPIs isst er zum Frühstück. Satt machen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: